19
2) Deutſch: 2 St. w. Lectüre aus Hopf u. Paulſieck's Leſebuch I, 2., Nacherzählen des Geleſenen und Memoriren ausgewählter Gedichte. Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit. Grammatiſches und Interpunc⸗ tionslehre gelegentlich der Lectüre und der ſchriftlichen Arbeiten. Dr. Häniſch.
3) Lateiniſch: 10 St. w. Unregelmäßige Formenlehre nach Meiring's Elementargramm. Lectüre und Einübung einzelner ſyntactiſcher Regeln aus Blume's lat. Elementarbuch Th. I. Curſ. 2 und Th. II. mit Auswahl. Vocabellernen nach Bonnell. Wöchentlich zwei ſchriftliche Uebungen. Dr. Häniſch.
4) Franzöſiſch: 3 St. w. Plötz I. bis Lect. 60. Wöchentliche Exereitien, ſeit Weihnachten mit Extemporalien abwechſelnd. Gymn.⸗L. Rüttger.
5) Geographie: 2 St. w. Specielle Oro⸗ und Hydrographie von Europa; die Hauptſtädte Eu⸗ ropas. Gymn.⸗L. Rüttger.
6) Rechnen: 3 St w. Regeldetri mit ganzen und gebrochenen Zahlen, mit geraden und umge⸗ kehrten Verhältniſſen; Kettenregel; Zinsrechnung. Gymn.⸗Rüttger.
7) Naturbeſchreibung: 2 St. w. Im W.: Zoologie, Beſchreibung von Einſchnittthieren. Im S.: Botanik, Beſchreibung von Pflanzen aus der Umgegend und Uebung im Beſtimmen derfelben. Ueberſicht des Thier⸗ und Pflanzenreiches. Gymn.⸗L. Rüttger.
8) Schönſchreiben, comb. mit VI.: 3 St. w. Uebung der Grundformen und Buchſtaben; Schönſchreiben aus dem deutſchen Leſebuch. Im S. auch Uebung in griechiſcher Schrift für die Quintaner. Gymn.⸗L. Rüttger.
Sexta. Ordinarius Gymnaſial⸗Lehrer Dr. Glaſer.
1) Evangel. Religionslehre: 3 St. w. Bibliſche Geſchichte Alten Teſtaments nach Zahn; im Anſchluß daran das erſte Hauptſtück. Memoriren von 9 Liedern und von Sprüchen. Dr. Häniſch.
2) Deutſch: 2 St. w. Leſen und Nacherzählen von Stücken aus Hopf u. Paulſieck's Leſebuch Theil I, 1. Memoriren von Gedichten. Wöchentlich eine ſchriftliche Uebung. Dr. Glaſer.
3) Lateiniſch: 10 St. w. Regelmäßige Formenlehre nach Meiring's Elementargramm.; Verba depon., posse, velle, ferre, ire, fieri, Präpoſitionen. Mündliche Uebungen aus Blume's lat. Elementarbuch Th. I. und II. bis Pag. 26. Vocabellernen nach Bennell. Wöchentlich zwei ſchriftliche Uebungen nach Blume. Dr. Glaſer.
4) Geographie: 3 St. w. Oro⸗ und Hydrographie der außereuropäiſchen Erdtheile. Gymn.⸗L. Rüttger.
5) Rechnen: 4 St. w. Die vier Grundrechnungsarten in ganzen Zahlen und Brüchen; einfache Regeldetri; Bruchrechnen. Uebung im Kopfrechnen. Im W. Cand. Brauneck, im S. Cand. Eberhard.
6) Schönſchreiben: 3 St. w. Comb. mit V. Gymn.⸗L. Rüttger.
Außerdem wurde Unterricht ertheilt:
1) Im Zeichnen: 6 St. w., in drei verſchiedenen Abtheilnngen. Die Stunden waren ſo gelegt, daß auch die Schüler der drei oberen Claſſen ſich daran betheiligen konnten. Es geſchah dies im Winter von 2 Pri⸗ manern, 8 Secundanern, 17 Tertianern; im Sommer von 2 Primanern, 7 Secundanern und 14 Tertianern. Gymn.⸗L. Rüttger.
3 2) Im Geſang: 4 St. w., in drei Abtheilungen. Choräle und deutſche Volkslieder, ein⸗ und mehrſtimmig nach Göcker's des Knaben Liederſchatz und Erk's Schul⸗Choralbuch. Einige vierſtimmige Chöre wur⸗ den eingeübt. Muſikmeiſter Merſtedt vom Rheiniſchen Jäger⸗Bataillon(Nr. 8).


