24 des Vereins von Alterthumsfreunden im Rheinlande, Poggendorff's Annalen der Physik und Chemie, dem Evangel. Schulblatt für Rheinland u. Weſtfalen, dem Kgl. Regierungs⸗Amtsbl.
2. Die Schülerbibliothek:
Geſchichtſchreiber der deutſchen Vorzeit, Lief. 1— 36; Pertz, Stein's Leben, 2 Bde.; Zimmermann, Befreiungskriege der Deutſchen; Schwab, Sagen des klaſſ. Alterthums, 3 Bde.; Schiller's Gedichte, erklärt von Viehoff, 3 Bde.; Munk, Geſchichte der römiſchen Litteratur, 2 Bde.; Droyſen, Geſchichte Alexander's d. Gr.; Grube, Geſchichtsbilder; Flarmann, Umriſſe zu Homer; Grimm's Märchen; Lange, Geſchichten aus Herodot. Geſchenke: von H. Cand. Eben: Pflug, Von Auerſtädt bis Bellealliance; von H. Apotheker Herbſt: ein werthvolles Bild Sr. Königl. Hoheit des Prinz⸗Regenten. Von abgehenden Schülern einige Ausgaben der Weidmanniſchen Sammlung. Von dem Secundaner von Wolfradt mehrere Karten und Pläne.
IlI. Chronik der Schule.
Bereits am Schluſſe des vorhergehenden Schuljahrs legte der Cantor der hieſigen evangeliſchen Ge⸗ meine und Lehrer an der evang. Stadtſchule, Franke, welcher ſeit 1817 als Gymnaſial⸗Geſanglehrer dem Kreiſe des Lehrer-Collegiums angehört hatte, dieſe Stelle nieder. Wie das Lehrer⸗Collegium durch ein kleines Zeichen herzlicher Ergebenheit bei dieſer Gelegenheit ſeinen Gefühlen Ausdruck verlieh, ſo erfreute den wackern Greis bei ſeinem Ausſcheiden aus ſeinem ſtädtiſchen Lehramte zu Oſtern d. J. des Prinzen von Preußen Königl. Hoheit durch die Ertheilung des Rothen Adler⸗Ordens IV. Klaſſe, und ehrte die Stadt durch ein zahlreiches Feſtmahl und eine reiche und ſinnige Ehrengabe ſich ſelbſt neben dem Greiſe. Die Geſanglehrer⸗ ſtelle am Gymnaſium blieb den Winter hindurch unbeſetzt.
Ebenfalls am Schluſſe des Schuljahrs 1859 verließ die Anſtalt der Director Dr. Zinzow, welcher dem ehrenvollen Rufe zur Gründung und Leitung eines ſtädtiſchen Gymnaſtums in Pyritz folgte. Wenngleich derſelbe nur während des kurzen Zeitraumes von 2 ½ Jahren der Anſtalt vorſtand, ſo hat er doch einen tiefgrei⸗ fenden Einfluß auf dieſelbe geübt ſowohl durch Gelehrſamkeit und wiſſenſchaftliche Regſamkeit, als auch durch die Feſtigkeit und Energie ſeines ganzen Weſens und namentlich durch ſeinen ausgeprägten chriſtlichen Sinn. Weihen wir ihm hiermit ein dankbares Angedenken in den Annalen der Anſtalt, welcher er zu der Zeit, wo er eben erſt beginnen konnte, ſich der Früchte ſeiner aufopfernden, raſtloſen Thätigkeit zu erfreuen, ſchon wieder entnommen wurde. An den Unterzeichneten war ſchon im Laufe des Sommers der Ruf zur Uebernahme des demgemäß erledigten Directorats ergangen, doch mußte derſelbe nach den für ſolche Fälle geltenden Beſtimmungen noch bis zum Ablauf des Winterſemeſters in ſeiner Stellung eines zweiten Oberlehrers am Gymnaſium zu Soeſt verbleiben. Daher ward dem Prof. Dr. Kleine die Führung der Directionsgeſchäfte bis dahin übertragen, und wurde der Candidat der Philologie H. Eben aus Neuwied dem Gymnaſium zur Aushülfe bei'm Unter⸗ richt zugewieſen. Die erſt nach dieſen Perſonalveränderungen möglich gewordene Ausarbeitung des Lections⸗ planes machte die Verſchiebung der Eröffnung des Schuljahrs um einen Tag nothwendig, ſo daß dieſelbe erſt am 7. October v. J. ſtattfinden konnte.
Am 15. October fand die Feier des Geburtstages Sr. Majeſtät unſers Allergnädigſten Königs nach Beendigung der kirchlichen Feier auch ſeitens der Schule durch Choral⸗Geſang, Gebet und entſprechende Rede des Prof. Dr. Schirlitz ſtatt.
Am 10. November beging in der Aula Vormittags vor dem Beginn der allgemeinen ſtädtiſchen Feier das Gymnaſium öffentlich Schiller's Jubelfeſt. Aus Mitteln der Schüler war dort eine ſtattliche Büſte des Dichters in angemeſſener Laub- und Blumen-Verzierung aufgeſtellt, ſowie auch eine ſolche von Goethe von


