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Schulnachrichten.
I. Lehrverfaſſung. 4. Ueberſicht der Unterrichtsgegenſtände.
Prima.
2„ 7 Ordinarius im Winter Prof. Dr. Kleine, im Sommer der Director.
1) Religion: 2 St. w. Im Winter: die Epiſtel an die Epheſer in der Grundſprache geleſen, 1 St.; Ueberſicht der chriſtlichen Glaubenslehre, 1 St. Prof. Dr. Schirlitz.— Im Sommer: Die Apoſtelge⸗ ſchichte in der Grundſprache geleſen, 1 St.; Kirchengeſchichte bis zur Reformation nach dem Hülfsbuch für den evang. Religionsunterricht von Hollenberg. 1 St. Dr. Kirchner.
Für die katholiſchen Schüler der beiden obern Klaſſen: 2 St. w. Aus der Dogmatik: im Winter die Lehre von Gott und ſeinen Eigenſchaften, von der Trinität; von Gottes Wirken in der Schöpfung und Erlöſung.— Im Sommer: Die Lehre von der Aneignung der Erlöſungsgnade: die Gnade, Rechtfertigung und Heiligung, die Sakramente im Allgemeinen und im Einzelnen von der Taufe, Firmung und der heiligen Euchariſtie. Nach eigener Ausarbeitung mit Anſchluß an Dr. Martin's Religionshandbuch. Kaplan Querbach.
2) Deutſch: 2 St. w. Litteraturgeſchichte(im Winter nach Piſchon, im Sommer nach Pütz: Ue⸗ berſicht der Geſchichte der deutſchen Litteratur ꝛc.): Schiller und einige andere bedeutende Dichter der neueſten Zeit. Dann die alte Zeit und das Mittelalter bis zu den ſchwäbiſchen Dichtern. Dabei ſtets Lectüre von Muſterſtücken(für das Altdeutſche nach dem Leſebuch von Pütz).— Freie Vorträge, meiſt aus dem Gebiet der Litteratur.— Alle 4 Wochen ein Aufſatz.*) Prof. Dr. Kleine.
*) Die bearbeiteten Aufſatz⸗Themata waren: 1) Virgil nicht nur Nachahmer, ſondern auch Ergänzer Homer's. 2) Ueber das Soloniſche Geſetz, daß bei Bürgerkriegen nicht Parthei zu nehmen ehrlos machen ſolle. 3) Publius Valerius Poplicola(nach Livius und Plutarch). 4) Ueber den Einfluß des Klima's auf die geſammten menſchlichen Verhältniſſe. 5) Ueber den Einfluß von Schiller's Jugendleben auf ſeine früheren Dramen. 6) Von der Selbſterkenntniß. 7) Warum mußte Pompejus Cäſar gegenüber unterliegen? 8) Ueber Perikles Staatsverwaltung, insbeſondere in Beziehung auf die im Jahre 431 v. Chr. von ihm gehaltene Leichenrede(Thuc. II, 35 ff.). 9) Mit welchem Recht wird König Friedrich II. von Preußen mit dem Beinamen„der Große“ benannt? 10) Das Leben eine Reiſe(Clauſurarbeit).


