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erſcheint nam auch enklitiſch hinter Frag⸗Pronominen, bisweilen auch getrennt von dieſen an einer ſpäteren Stelle. Mit dieſer veränderten Stellung und Betonung iſt auch die Bedeutung verändert: hier iſt es, wie das nachgeſetzte Deutſche denn, concluſiv und deutet in unbeſtimmter Weiſe, alſo als Indefinit(vgl. ανν, Partikel⸗ lehre I, 177 ff.) auf einen in der vorausgegangenen Rede enthaltenen oder aus dem Zuſammenhang zu erken⸗ nenden Grund. Auch dürfte man vielleicht wohl der Auffaſſung Raum geben, daß dies indefinite nam bloß dem Pronomen angehöre und daſſelbe verallgemeinere, gleich wie unſer irgend bei wer, was, wo, wie, wann, als: wer irgend? ꝛc. Nicht kann dieſe Auffaſſung bei denn hinter Fragpronominen ſtatthaben: vgl. wer denn? wo denn? ꝛc. Ter. Audr. 1, 4, 7: Sed quidnam Pamphilum exanimatum video? Plaut. Merc. 2, 3, 97: Ubinam est is homo gentium? C(ic.(Cat. 1, 4: 0 dü immortales! ubinam gentium sumus? Plaut. Pers. 2, 5, 13: Quando istaec innata est nam tibi. C(ic. Verr. 6, 36: Quisnam igitur tuebitur P. Scipionis memoriam mortui?
Enim. Daß enim etymologiſch mit nam zuſammengehört, iſt nie verkannt worden; daß man aber das anlautende e auf et zurückführte, läßt ſich gegenüber dem et- enim ebenſowenig rechtfertigen, als anderer⸗ ſeits der Gebrauch die Annahme unterſtützt, daß das anlautende e des enim ein bekräftigender, ſteigernder ſeiner Herkunft nach nicht weiter nachgewieſener Beſtandtheil ſei. Die Häufung der Demonſtrativen, welche den Griechen ſo geläufig war, iſt allerdings zwar auch dem Römer nicht ganz fremd: vgl. hic-ce u. a., und eben an eine ſolche Häufung ließe ſich, wie bei 6-quidem(aus ce+ quidem: ſ. die Partikellehre I, S. 44), ſo auch dem äußeren Scheine nach bei snim denken und etwa eine Compoſition aus id+ nam annehmen (gleichwie ipsum aus id+ psum, idem aus id+ dem beſteht). Gegründetes Bedenken indeſſen gegen dieſe Herleitung darf ein genauer Blick auf die Gebrauchsweiſe des enim erwecken: denn die geſteigerte demon⸗ ſtrative Kraft, wie ſie idem und ipsum gegenüber dem einfachen id haben, läßt ſich von enim gegenüber dem nam nirgends nachweiſen. Und ſonach will es denn als das annehmbarſte erſcheinen, zwiſchen enim und nam nur eine Formenverſchiedenheit anzuerkennen, bei der 8 in Enim dem anlautenden a in dem Sskr. ana ent⸗ ſpricht, während es vor nam abgefallen iſt: entbehrt doch auch-né den anlautenden, und än den auslau⸗ tenden Vokal des Sskr. ana; und was die Trübung des a hinter n zu i in enim betrifft, ſo darf dieſe ebenſowenig auffallen, als die Trübung zu e bei-ne(vgl. unten 1— Was nun den Gebrauch des enim angeht, ſo haben ihm allerdings die Lexicographen und Grammatiker, im Gegenſatz zu nam, vielfach die Bedeutung des vero, der Verſicherung, Bekräftigung, Betheuerung, Steigerung ꝛc. beigelegt; aber es waltet auch hier, gleich wie bei der dem nam und enim beigelegten adverſativen Bedeutung des aulem, sed, ein ver⸗ erbter Irrthum ob: in allen Stellen, wo derartigen Auffaſſungen Raum gegeben wird, findet eine Ellipſe des zu begründenden Gedankens ſtatt, wie wir dieſe ſchon bei nam unter a) kennen lernten, und eben durch dieſe elliptiſche Redeweiſe wird dann der Satz mit enim, wie mit nam, mehr hervorgehoben, erhält einen geſteiger⸗ ten Nachdruck(gleichwie eine derartige Hervorhebung die Sprache auch in ſonſtigen elliptiſchen Redeformen erzielt: vgl. ancs ze zat, nescio an etc.). Der wirkliche uſuelle Unterſchied zwiſchen nam und enim findet, abgeſehen von dem enklitiſchen Gebrauch des nam hinter Fragpronomen, nur darin ſtatt, daß erſtens die ellip⸗ tiſche Gebrauchsſphäre von enim eine weit größere iſt als die von nam; daß zweitens nam mehr erklärend, enim mehr rein begründend(cauſal) gefunden wird, obwohl beide— mitunter des Wohllautes wegen— auch


