Nam, enim, etenim, 4οα,.
Die coordinirenden Cauſal⸗Conjunctionen bieten die eigenthümlich intereſſante Erſcheinung, daß ſie einerſeits ihrer Bedeutung und dem auf dieſer beruhenden Gebrauche nach in zwei, logiſch entgegengeſetzten Richtungen auseinandergehen, während ſie andererſeits ihrem Urſprunge nach doch ſo ziemlich alle einem und demſelben Sprachmaterial entnommen ſind: die einen geben als Cauſal⸗Conjunctionen im engeren Sinne das Verurſachende, den Grund, die anderen als Concluſiv⸗Conjunctionen das Verurſachte, die Folge an; beider⸗ ſeits aber fallen ſie in allen Sprachen zumeiſt den Demonſtrativ⸗Pronominalien in irgend welcher Caſusform zu und ſind, namentlich in den neueren Sprachen, vielfach mit Präpoſitionen zuſammengeſetzt: vgl. igilur, ita- que, rot, daher, alſo, demnach. Einzelne allerdings haben nominalen oder verbalen Urſprung, wie z. B. „dv, 00w aber auch nam, enim, etenim, àοα, 7ο dazu zu zählen, wie bisher geſchehen iſt, das ſcheint ſich bei einem, in der hier folgenden Bearbeitung verſuchten, genaueren Eingehen in die Sache als eine wenig haltbare Annahme herausſtellen zu wollen, und im Gegentheil eine ſprachvergleichende Betrachtung zu dem einheitlichen Reſultate zu führen, daß ſie ſämmtlich demonſtrativer Natur ſind, ja daß ſie ſogar einem und demſelben Pronominal⸗Stamme angehören.
Nam. In Hinſicht ſowohl auf den Gebrauch als auch auf die erwähnte Erſcheinung, daß die Cauſal⸗ Conjunctionen vorherrſchend Demonſtrativ⸗Pronomina ſind, iſt nam nicht dem Begriffsworte Sanskrit nä-man, Lateiniſch nomen, Deutſch Namen, Griechiſch 6„ouα zuzuzählen und mit dem erklärenden Deutſchen näm⸗ lich zu vergleichen, vielmehr iſt es eben ſo ſehr Demonſtrativpronomen als das cauſale denn, d(aus„ε‿ aο„ ſ. unten„εο) und muß zuſammengeſtellt werden mit Sskr. ana(ille), Lat. an,-ne(vgl. Sskr. an-jas, Lat. al-ius, Gr. 6*108), Gr.“l-v u. a. m.(vgl. die Pronominalſtämme mit en und m in unſerer Lehre von
den Pronominibus). Nam(das auch in dem unten folgenden nempe ſich findet) iſt, wie denn(und ο„), eine 1


