Die mittlere Reife, zugleich die Reife für Obersekunda, erwarben am Gymnasium 28, an der Aufbauschule 21(1) Schüler. Vom Turnen befreit waren am Gymnasium im Sommer 4, im Winter 1 Schüler, an der Aufbauschule 5 und 5; vom Spielturnen oder Schwimmen am Gymnasium im Sommer 17, im Winter 56, an der Aufbauschule l und 17. Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften: Gymnasium: philosophische A.-C. der Ol im Sommer 11, im Winter 8, der Ul und O II 17 und 8 Schüler; Aufbauschule: philosophische A.-G. 5 und 2, deutsche 4(5) und 7, biologische 7(1) und 15(2) Schüler. Am Werkunterricht beteiligten sich im Sommer: Mechanik 6, Schreinerei 4 Aufbauschüler.
Schulgemeinschaft.
Die Sprecher der Primen und Sekunden bilden den Schülerausschuß, der mit gelegent⸗ lichen Wünschen hervortrat; seine stärkere Beteiligung, etwa bei Vorbereitung von Schulfesten, steht im wesentlichen noch aus. Primaner unterstützten den Lehrkörper in Durchführung der allgemeinen Hausaufsicht. Die Aufbauschule beging am 20. September unter Stärker Anteilnahme der Elternschaft ihr Sommerfest im Kaisersgrund und den eigenen Anlagen; eine Aufführung von Wallensteins Lager, Hans-Sachs-Spiele, Einzelvorträge, Tänze, eine Kapelle unterhielten die Teilnehmer. Beide Anstalten mit der Lotteschule vereint fochten die Reichs- jugendwettkämpfe am 12. September auf dem Stadion der Spilburg aus. Die Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Auslande umfaßzte beinahe alle Schüler; ein Teil unter- nahm unter Führung von Oberschullehrer Henrich zur Pfingsttagung des Vereins eine Fahrt nach Kiel und Umgebung. Ein Sommerfest vereinigte die V. D. A.-Gruppe am 31. August im Schützengarten. Eine Reihe Schüler verbrachten 4 Wochen im Erholungsheim Boltenhagen. Die Ruderriege der Anstalt übte in der ganzen ruderfähigen Zeit. Primaner und Sekundaner besuchten mehrfach die Schülervorstellungen des Gießener Theaters.
Schulgeld.
Das Schulgeld beträgt jährlich 200 RM. und ilt in Monatsbeträgen von 17 RM., in jedem 3. Monat 16 RM. an die Anftaltskasse zu Händen der Stadtkasse Wetzlar bis zum 5. jeden Monats unmittelbar oder durch Uberweisung(Poltfcheckkonto Frankfurt 6119, Konto 8 der Wetzlarer Sparkasse) zu zahlen. Aufzerdem ilt an den jeweils angesetzten Tagen Gelegenheit, in der Anſtalt zu zahlen. Die sogenannten Gelſchwilterermäßiigungen gelten nur auf Antrag(mit Nachweis) und erft von dem Monat an, der auf den Antragsmonat folgt. Zuletzt hatten am Gymnasium 50 Schüler Viertel-, 7 Schüler halbe Ermäſtigung, 2 waren ganz lchulgeldfrei; die Aufbauſchule zählte 8 Viertelermäßigungen. Andere Schulgeldnachlässe werden nur bei nachgewiesener ſchlechter Wirtlchaftslage und nur an leiftungsltarke Schüler verliehen; sie laufen grundsätzlich auf ein Falbjahr, ſtilllchweigend meilt über das ganze Jahr. Hier waren zuletzt am Gymnasium 17 halbe, 16 Ganzfreiftellen vergeben, an der Aufbaufchule O halbe, 11 volle Freiftellen. Dazu kamen im ganzen 9» einmalige Beihilfen seitens der Schule und an der Aufbauſchule 4 größere Reichserziehungsbeihilfen.
Die Hilfsbücherei wurde ausgebaut; auf den Lehrbüchern liegt, für Inltandhaltung, eine kleine Gebühr.
Berufsberatung.
Berufsberater war Studienrat Dr. Schumacher; im Rahmen beratender Veranſtaltungen des Berufsamtes Wetzlar sprach er einmal über Berufsaussichten. Auch sonlt beltand mit dem Berufsamt enge Verbindung; es ſtellte Merkblätter und Schriften zur Verfügung, der
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