Arbeitsgemeinschaften.
Drei philosophilche Arbeitsgemeinlſchaften hatten sich gebildet. Die der Aufbauſchule, unter Leitung des Direktors, behandelte erft Erkenntnistheorie, vornehmlich von Hume und Kant, danach Probleme ethilcher Arf, besonders das der Willensfreiheit. Die Arbeitsgemein- ſchaften des Gymnasiums, beide unter Studienrat Schröter, behandelten: die eine die griechilchen Naturphilosophen und später PRoussedau, die andere die Vorsokratiker und danach Macchia- vellis Buch vom Fürsten. Zwei deutfche Arbeitsgemeinlchaften an der Aufbaufchule, unter Studienrat Kraus, lalen neue Dramatiker: Tolstoj, Björnson, Ibsen, G. Hauptmann, Strindberg, Sorge, Goering, Kailer, die eine dazu Ermatingers Werk über das Drama. Endlich beltand an der Aufbauſfchule, unter Schulamtsbewerber GOilbert, eine biologilche Arbeitsgemeinſchaft, die eine große Zahl anatomilcher Präparate bei lehr geringem Kostenaufwande anfertigte oder erneuerte. Des Sommers war Werkunterricht in Schreinerei und Dreherei im Werkraum der Aufbauſchule; zwei Wetzlarer Werkmeilter ſtellten lich zu leiner Leitung zur Verfügung. Für die Aufbaulchülerinnen der Tertien und Unterfekunda war unter Leitung von Frl. Wald- lehmidt wahlfreier Nadelarbeitsunterricht; Direktor Köhler ftellte freundlich den Nähraum der Lottelchule zur Verfügung.
Lehrer.
Am Gymnasium ſchied Oftern 1920 der stellvertretende Direktor Studienrat Metzkes nach Erreichung der Altersgrenze aus; die ſtellverfretende Leitung übernahm Studienrat Dr. Brans. Die Leitung der Aufbaulchule gab Studiendirektor Ringel am 1. Juni an Studien-⸗ direktor Dr. Franke aus Kettwig ab, dessen Stelle er im Austausch übernahm. Nach der räumlichen Vereinigung von Gymnasium und Aufbauschule ging Ende Oktober auch die stellvertretende Leitung des Gymnasiums an Direktor Franke über. Im übrigen blieben die Lehrkörper bis zum Ende des Schuljahres getrennt, nur die Assessoren Maus und Bechstedt unterrichteten von Beginn des 2. Jahrdrittels ab an beiden Anstalten. Mit Ende des Schul-⸗ jahres schieden aus: am Gymnasium Assessor Schön, an der Aufbauschule Seminaroberlehrer a. D. Theiſz, Sporflehrer Paulus, Lehrer Klotz, Schulamtsbewerber Cilbert, die den durch eine freie Studienratstelle offenen Unterricht übernommen hatten. Dem von Ostern 1950 ab vereinigten Lehrkörper steht der bisherige Leiter als Oberstudiendirektor vor, zugetreten ist Oberstudienrat Dr. Triebel, zur Verwaltung einer planmäßigen Hilfslehrerstelle Studienassessor Laumanns, zur Verwaltung einer unbesetzten Stelle Musiklehrer Zimmer, als Purn- und Nadel⸗ arbéeitslehrerin Frl. Schack. Studienrat Brans nahm an einem neusprachlichen Kursus in Bonn teil.
Der Gesundheitszustand besonders des Gymnasiallehrkörpers ließ sehr zu wünschen, wenn auch nur 5 ernstlichere Krankheitsfälle eintraten: Studienrat Mainzer und Schneider mußten einige Wochen aussetzen, Stüdienrat Weiß erkrankte Ende Januar an den Folgen seiner Kriegsverletzung und wurde bis Ende des Schuljahres größtenteils von Studienrat a. D. Metzkes vertreten, der sich der Anstalt zur Verfügung stellte; einige Stunden übernahm vorübergehend Studienrat Dr. Brans zu seinen sonstigen Stunden.
Der Oberstudienrat übernimmt zur Entlastung des Direktors folgende Amtsgeschäfte: alle stätistischen Verwaltungsarbeiten, Fürsorge für die allgemeine Hausordnung einschließzlich der Pausenaufsichten, Aufstellung des Stundenplanes und Ansetzung der Vertretungen, den Jahresbericht, die Leitungsgeschäfte im Bereich der Unterstufe(VI— IV), endlich die Vertretung des Direktfors.
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