Geschichte: 1. Die Jahre 1786, 1806— 8, 1890, 1914—18, 1919 sind als Wendepunkte deutscher Geschichte nachzuweisen; Vergleiche unter ihnen sind zu suchen. 2. Ausgewählte Aeußerungen von Disraeli, Rosebery, Chamberlain, Rhodes über britischen Imperialismus sind in ihren unterscheidenden Hauptzügen darzustellen; die Reihenfolge der Darstellung ist planmäſiig zu wählen. 5. Wie List auf Smith' Lehre von der Arbeitsteilung die seinige er— weiternd aufbaut, ist nach Kapitel 15(Teilstücken) seines Hauptwerkes darzustellen. FErdkunde: 1. Es soll ein geomorphologischer Vergleich gezogen werden zwischen dem Oberrhein bis Bingen und der Donau bis Wien. 2. Die Karte der Bevölkerungsdichte von Südamerika soll unter Zugrundelegung der geologischen, physikalischen und klimatischen Karten dieses Erdteils erläutert werden. 5. Untersuche die Wirtschaftsstruktur Italiens an Hand geograâphisch⸗ statistischer Pabellen. Englisch: Abschnitt aus H. Gade, The Indian Chief's Daughter.
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5‿ Mathematik: 1. Die Funktion v= IX in eine Reihe zu entwickeln und mit ihrer Hilfe auf 4 Dezimalſtellen zu berechnen. 2. Die Mittelpunkte zweier Kugeln mit den Halbmessern r= 15 und r= 9 sind 40 cm von einander entfernt. An welcher Stelle der Mittelpunktslinie muß eine Lichtquelle aufgeftellt werden, damit die beiden beleuchteten Kugelkappen zusam- men möõxglichft groß werden? 5. Gegeben die Punkte P.(5; 6; 8,5), P.(6; 1,5; 1), Pz(10; 2; 2,6), P.(14;4; 3,2). Der Abſtand des Punktes Pi von der Ebene durch Pa, P, und Pa ifſt rech⸗ nerilch und zeichneriſch zu ermitteln.
Musik, Zeichnen, Turnen.
Beide Anstalten pflegten planmäſiig Musikunterricht und Gesang, hatten auch die An- fänge eines Orchesters. Das Sommerfest der Aufbauschule, die Abschiedsfeier des Gym-— nasiums bei Verlassen des alten Baus, die Totenfeier am Gefallenenmal des Gymnasiums, die Weihnachtsfeier und die Entlassung der Reifeprüflinge boten musikalische Darbietungen.
Der Zeichenunterricht beider Anstalten wurde planmäſtig gegeben. In den Sekunden und Primen des Gymnasiums war versuchsweise eine wahlfreie Gabelung(ohne räumliche und zeitliche Trennung) in einen konstruktiv und einen frei gestaltenden Zweig durchgeführt. Der Kunstbetrachtung dienten Besichfigungen heimischer Architektur, Plastik, Malerei sowie Vorführungen von Lichtbildern und guten farbigen Reproduktionen. Ein Wandertag einer Gymnasialoberklasse diente der Vermessung von Streich- und Fallrichtungen der Schiefer- schichten an den Abhängen des Weinberges. Eine Farbtüchtigkeitsprüfung ergab am Gym— nasium 15,5% farbschwache, 5,2% farbuntüchtige Schüler. Auch die Zeichnungen für den 1920 ausgeschriebenen 4. Segelflugmodellwettbewerb fanden die notwendige Anleitung im Zeichenunterricht; der Untersekundaner Buck errang einen 5. Geldpreis.
Der Turnunterricht war im Sommer teilweise Schwimmunterricht. Er wurde durch die Reichsjugendweitkämpfe unterstützt, die Gymnasium, Aufbaufchule und Lyzeum gemeinsam veranstalteten; von 158 feilnehmenden Gymnasiasten wurden 86 Sieger, von 78 Aufbau— Ichülern 38. Eine Reihe Schüler betätigte sich sportlich in Vereinen, besonders im Wetzlarer Verein für Leibesübungen. Die Ruderriege des Gymnasiums war gut besucht. Die Wander— tage fanden regelmäſtig ſtatt, die arbeitsfreien Nachmittage wurden gehalten.
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