Jahrgang 
1928
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Schüler der Klassen Quarta bis Oberprima gehören der Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Auslande an; sie zahlen einen kleinen Monatsbeitrag von ihrem Taschengelde und erhalten dafür denJung⸗Roland, die Monatsschrift der Schulgruppen. An der Pfingst- tagung des Gesamtvereins in Goslar am Harz beteiligten sich 15 Schüler unter Führung von Oberschullehrer Henrich, die hochbefriedigt von der Tagung und den Wanderungen zurück- kehrten. Am 26. September wurde das Jahresfest der Schulgruppen in der herkömmlichen Weise gemeinsam mit der Schulgruppe des Städtischen Lvyzeums und der Frauenschule im Schützengarten gefeiert.

i. Schulgeld, Freistellen usw.

Das Schulgeld beträgt 200 RM und ist monatlich im voraus zu zahlen. Wenn mehrere Kinder desselben Erziehungsberechtigten gleichzeitig Hochschulen, höhere Schulen oder Fach- schulen besuchen, so genieſzt das 2. Kind eine Ermäßigung von 25%, das S. Kind eine solche von 50%, das 4. und die folgenden sind schulgeldfrei.

Außzerdem waren an Schüler der Anstalt 17 ganze und 26 halbe Freistellen verlichen; die Eltern von 15 Schülern erhielten Erzichungsbeihilfen im Gesamtbetrage von 1200 PM. Freistellen und Erziehungsbeihilfen sollen planmäßiiger Begabtenauslese dienen und nur solchen Schülern zu gute kommen, deren PDersönlichkeit und Leistungen die Aufwendung öffentlicher Mittel rechffertigen. Eine reichhaltige Hilfsbücherei ist dazu bestimmt, bedürftigen Schülern leihweise Lehr⸗ und Uebungsbücher zu überlassen. Für Schüler, die in der Lage sind, sich ihre Bücher zu kaufen, ist die Hilfsbücherei nicht bestimmt.

k. Berufsberatung.

Die Berufsberatung für die Schüler der Anstalt hat Studienrat Dr. Schumacher über- nommen; außerdem sind auch die Klassenleiter und der Direktor zur Auskunft bereit.

4. Elternbeirat und seine Betätigung.

Der Elternbeirat besteht satzungsgemäß aus 6 Mitgliedern; es wâren dies: Drakt. Arzt Dr. med. Abée, Uhrmacher Palm, Studienrat Dr. Schumacher, Oberpostinspektor Schellen- berger, Pfarrer Schmidt. Es fanden 2 Sitzungen, je eine im Sommer und Winter, statt, in denen verschiedene Fragen, die das Leben der Anstalt und ihre bessere Unterbringung be- trafen, behandelt wurden.

5. Verschiedenes.

a. Gebäude. Am 10. Juni 1927 fand im Amtszimmer des Direktors ein Termin unter dem Vorsitz des Regierungsdirektors Dr. Ehrlicher aus Koblenz statt, in dem eingehend darüber beraten wurde, wie der im Gymnasium herrschenden Raumnot abzuhelfen sei. Auch eine Abordnung des Elternbeirats wurde empfangen und angehört. Ein zweiter Termin in der- selben Angelegenheit war am 24. Januar 1928. In den Klassenzimmern wurde im Laufe des Schuljahrs überall die elektrische Beleuchtung eingerichtet, wofür das Ministerium in dankenswerter Weise die Mittel besonders bewilligt hatte.

b. Schenkungen. An Geschenken erhielt die Anstalt

vom Ministerium f. W. K. u. V.: Einen Sechsröhrenempfänger der Reico-Gesellschaft in Berlin für Rundfunk mit Akkumulator, Anodenbatterie und Lautsprecher. Das Gerät bewährt sich gut und wird der Anstalt noch wertvolle Dienste leisten. Wandkarte der

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