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g. Teilnahme am freiwilligen Unterricht.
Klasse Englisch Französisch Zeichnen Stenographie Vorturnen O1 2 5 1— 1
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h. Schülerselbstverwaltung usw.
Jede Klasse hatte ihren gewählten Vertrauensmann und dessen Stellvertreter, die wiederholt Wünsche und Anregungen vorbrachten; die Primaner unterstützten die aufsichtführenden Lehrer im Gebäude und auf dem Hofe Andere Schüler wirkten beim Herstellen der Karten, in den Büchereien und sonst mit— Schülervereine sind im allgemeinen nicht mehr lebensfähig, da die meisten Schüler den Jugendgruppen anderer Vereine angehören, was ihnen ja freisteht. Nur die Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland entwickelte sich weiter; sie zählt z. Z. 106 Mitglieder unter den Schülern der mittleren und oberen Klassen, die einen Mindestbeitrag von 0,20 M. im Monat bezahlen. Jeden Monat findet eine Versammlung in der Aula statt, bei der ein Vortrag gehalten wird. Die Schulgruppe veranstaltete eine außerordentliche Sammlung bei Verwandten und Bekannten für die Zwecke des Vereins, die den schönen Betrag von 1655 R. M. ergab.— Der aufgabenfreie Nachmittag wurde von Woche zu Woche um einen Tag verschoben, so daß nicht immer dieselben Unterrichtsstunden darunter zu leiden hatten. Die Wanderungen wurden bei günstigem Wetter allmonatlich unternommen mit Ausnahme der Monate, in welche Ferien fielen. Der Gymnasialruderverein hat sich mit der Jugendgruppe des Ruderclubs vereinigt, wo durch geeignete Lehrer die Ausbildung besser durchgeführt werden konnte, als wenn der Verein auf sich allein angewiesen gewesen wäre.— An der Schulspeisung in der großen Pause (Sog. Quäkerspeisung) waren im Sommer 32 Schüler, im Winter 19 Schüler beteiligt. Der Ge- sundheitszustand war durchweg gut; ansteckende Krankheiten kamen nicht vor. Eine schul- ärztliche Beaufsichtigung wird nur gelegentlich der Auswahl der für die Schulspeisung in Aussicht genommenen Schüler ausgeübt. Ein Schülerheim oder Alumnat ist nicht mit der Anstalt verbunden.
i. Schulgeld, Freistellen usw.
Das Schulgeld betrug monatlich 10 R. M. Im Sommer hatten 21 Schüler ganze und 16 Schüler halbe Freistellen, im Winter waren 19 ganze und 15 halbe Freistellen verliehen. Er- ziehungsbeihilfen erhielten im Laufe des Jahres die Eltern von 7 Schülern im Gesamtbetrage von 430 R. M. Eine reichhaltige Unterstützungsbücherei, die dauernd ergänzt und vermehrt wurde, ermöglicht es, weniger bemittelten Schülern die notwendigen Lehr- und Uebungsbücher leihweise zu überlassen. Förderkurse fanden nicht statt.


