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mit der Ol wieder einmal zum Besuche des Altertums-Museums nach Gießen. Ganz besonderen Dank verdiente sich aber Dr. Britten, weil er zur Einführung in das Verständnis der Zellenlehre den Primanern und Obersekundanern mehrere Vorträge hielt und ihnen die wichtigsten Erschei- nungen mit Hülfe einer größeren Anzahl von Mikroskopen veranschaulichte.
Wie stets im Sommer und Herbst lag die Schuljugend auch diesmal eifrig dem mancherlei gesunden Sporte, namentlich verschiedenen Ballspielen ob. Und wie in dem vergangenen Jahre ruderte auch in diesem Sommer eine Schülerabteilung aus Juund Oll auf der Lahn unter dem Protektorate des Oberlehrers Luckhard. Es beteiligten sich zwölf Schüler an den wöchentlich zweimal stattfindenden Übungsfahrten. Das im vorigen Jahr aus Anstaltsmitteln beschaffte Gym- nasialboot„Jugend“ bewährte sich gut, weiterhin erforderliche Boote stellte der Wetzlarer Ruder- klub in liebenswürdiger Weise zur Verfügung. Vor allem aber anzuerkennen ist der unermüd— liche Eifer, mit dem die Instruktoren des Klubs, vornehmlich Herr Bergmann, die Ausbildung der Schüler leiteten. Kleinere Wanderfahrten brachten die Gymnasialabteilung, zumeist im Verein mit der Seminarabteilung, nach Naunheim und Dutenhofen lahnaufwärts, lahnabwärts bis Weilburg. Ende September fand ein fröhliches Abrudern statt; die Siegesgöttin schwebte über dem Seminar-— boote, dessen Mannschaft an Lebensalter und Körperkraft den Gymnasiasten auch erheblich voraus war.
Die einer Genossenschaft gehörige und unter guter Aufsicht stehende Badeanstalt an der Lahn wurde auch im letzten Sommer wieder von den Schülern eifrig benutzt. Von ihnen waren 142 Freischwimmer,(57 vom Hundert); 19 von diesen haben das Schwimmen im Berichtsjahre gelernt, und eine grõßere Anzahl badete auch sonst noch regelmäßig im Freien. Im Spätherbste wurde nun aber auch noch eine städtische Badeanstalt eröffnet, die schön und praktisch allen Erfordernissen der Gegenwart entspricht. Diese wird gleichfalls von der Schuljugend gern und viel besucht, zumal das Abonnement ein sehr mäßiges ist.
Damit sind wir mit dem Berichte schon weit in den Herbst hineingetreten. Aus ihm ist ferner erwähnenswert, daß sich eine Anzahl von Schülern unter der Leitung eines früheren Mit-— schülers, des Herrn Studiosus Theiß, vereinigten, um die Schnellschrift(System Stolze-Schrey) zu erlernen. Der Erfolg war ein erfreulicher. Denn 17 Schüler haben die Kurzschrift neu ge-— lernt, und 9 sich an dem Kursus für Fortgeschrittenere beteiligt.
Außerdem bildete sich, ebenfalls aus den Schülern selbstheraus, eine kleine Vereinigung, um gemeinsam Musik zu treiben. Auf ihre Bitte hin nahm sich Professor Dr. Hippenstiel ihrer Bestrebung an, und die Schule hatte die Freude, gewissermaßen eine Hauskapelle zu be— sitzen, die ihre Festlichkeiten zu verschönern vermochte. So trat dieser Musikverein zum ersten Male vor der gesamten Schule in Tätigkeit bei der liturgischen Weihnachtsfeier, mit der das 2. Tertial am 23. Dezember schloß. Am 8. Januar begann der Unterricht wieder, und am 27. Januar wurde der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers in herkömmlicher Weise nach folgender Ord- nung festlich begangen:
1. Priestermarsch aus der Zauberflöte von Mozart, gespielt vom Schülermusikverein. 2. Chorgesang: Herr, deine Güte reicht so weit, von A. E. Grell. 3. Festrede des Herrn Ober- lehrer Luckhard. 4. Allgemeiner Gesang: Heil dir im Siegerkranz 1. Strophe. 5. Kaiserlied von Ernst Lausch, gesprochen von Engelbert Niebecker(Oll!). 7. Einige Auftritte aus„Hermann der Befreier“ von H. Kränkel. Hermann-Wysk(Ol), Flavus-Brückner(Ol), Fust-Engels(Oh, Arfest- Schoenwerk(Ul), Gero-Deckert(Ol), Werdomar-Heep(UI). 8. Siegesgesang der Deutschen nach


