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II. Ventügungen der vorgesefsten JBekönden.
1. Coblenz, den 2. Juni 1904. Das Schuljahr 1904 schliesst am 4. April 1905(nicht, wie ursprünglich bestimmt war, am 19. April) und das Schuljahr 1905 beginnt am 26. April 1905. 2. Coblenz, den 18. November 1904. Die Ferienordnung für das am Mittwoch, den 26. April 1905 beginnende Schuljahr ist folgende: Schluss des Unterrichts: Anfang des ÜUnterrichts:
a) Pfingstferien: Freitag, den 9. Juni 1905(12 Uhr mitt.) Dienstag, den 20. Juni.
b) Sommerferien: Mittwoch, den 9. August 1905(12 Uhr mitt.) Donnerstag, den 14. September. c) Weihnachtsferien: Freitag, den 22. Dezbr. 1905(12 Uhr mitt.) Dienstag, den 9. Januar 1906. d) Osterferien: Donnerstag, den 5. April 1906(12 Uhr mitt.) Mittwoch, den 25. April 1906.
3. Coblenz, den 11. Januar 1905. Der Nachmittagsunterricht ist in der Regel in die Zeit von 3— 5 Uhr zu legen.
III. CkoMik-
Das Schuljahr 1904/5 begann am 21. April 1904. Die Pflngstferien dauerten vom 22. bis 30. Mai, die Sommecferien vom 4. August bis 7. September, die Weihnachtsferien vom 21. Dezem- ber 1904 bis 3. Januar 1905 einschliesslich.
Als Ersatz für den nach Wesel versetzten Oberlehrer Weber trat der Professor Theodor Prenzel vom Gymnasium zu Moers in das hiesige Lehrerkollegium ein. In die bei der Anstalt neu errichtete zweite Elementarlehrerstelle war der Lehrer Heinrich Richard von hier be-
rufen worden. Mittels allerhöchsten Erlasses vom 25. März 1904 war dem ausgeschiedenen Gesanglehrer
Kantor Schmidt der Kronenorden vierter Klasse verliehen worden.
Der Oberlehrer Dr. Hippenstiel konnte, da er zu einer vierwöchentlichen militäriſchen Dienstleistung einberufen war, erst am 5. Mai am Gymnasium wieder eintreten. Im Laufe des Schuljahres mussten verschiedene Lehrer wegen Erkrankung oder aus anderen zwingenden Gründen zum Teil wiederholt ihre Tätigkeit an der Anstalt auf kurze Zeit unterbrechen. Vertretungen waren häufiger nötig als gewöhnlich.
Mittels allerhöchsten Erlasses vom 24. April wurde dem Professor Prenzel der Rote Adlerorden vierter Klasse verliehen.
Am 30. April starb zu Cassel der ehemalige verdienstvolle Direktor der Anstalt Geh. Regierungsrat Dr. Gideon Vogt. Vom Januar 1867 ab stand er dem biesigen Gymnasium fast vier Jahre lang vor, bis er im September 1870 zur Leitung des Friedrichs-Gymnasiums in seiner Vaterstadt Cassel berufen ward, einer Anstalt, deren Schülerzahl mit der damals rasch zunehmen- den Bevölkerung der Stadt bald über 700 wuchs. Die Bedeutung seines dortigen erweiterten Wirkungskreises erhöhte sich noch dadurch, dass von Herbst 1874 bis Anfang 1877 der damalige Prinz Wilhelm von Preussen die Obersekunda und beide Primen der genannten Schule besuchte.
Am 11. Juni, 12., 15. und 25. Juli wurde der Nachmittagsunterricht wegen grosser Hitze
ausgesetzt.


