Jahrgang 
1902
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wendiglernen von Gedichten. Zu Hause gelesen: Körners Zriny. Erste Versuche in frei ge- sprochenen Berichten und Inhaltsangaben. Gloél.

Aufsätze: 1) Der Glockenguß. 2) Der Glockengießer nach Schillers Lied von der Glocke. 3)(Klassen- arbeit) Das göttliche Walten in Schillers erzählenden Gedichten. 4) Der Charakter der Jungfrau von Orleans nach dem Vorspiel. 5) Was ist unschuldig, heilig, menschlich gut, wenn es der Kampf nicht ist ums Vaterland? 6)(Klassenarbeit) Wie wirkt nach Schiller die Dichtkunst auf die Menschen? 7) Die Freier der Jungfrau von Orleans. 8) Wieso ist Zriny in Körners Drama das Vorbild des Juranitsch? 9) Spuren alter Zeit in Wetzlar. 10. (Klassenarbeit) Welches Bild gewinnen wir von Tellheims Lage und Charakter aus den 3 ersten Akten des Lessing-

schen Lustspiels?

3. Lateinisch: 7 St. Gelesen: Cicero, die 1. und die 3. Rede gegen Catilina, Livius II, 1 15 und 32 51, einiges aus Cäsars b. Gall. VII, Ovids Metamorphosen(Meleager, Medea und Apotheose Cäsars). 3 Ausarbeitungen. Auswendiglernen von etwa 70 Ovidversen. Grammatik: Wiederholung und Ergänzung der Kasus-, Tempus- und Moduslehre. Wiederholung der Formen- lehre, besonders der unregelmäßigen Zeitwörter. Mündliches Übersetzen aus dem 4. Teil und dem Anhang des UÜbungsbuchs von Ostermann-Müller. Wöchentlich eine schriftliche Ubersetzung in's Lateinische, abwechselnd als Klassen- oder Hausarbeit; dafür in jedem Vierteljahr eine sehriftliche Klassenübersetzung in das Deutsche. Glo l.

4. Griechisch: 6 St. Lektüre 4 St.: Xen. An. 3. und 4. B. Auswahl aus Hom. Od. 1. 6. Buch. Geeignete Stellen auswendig gelernt. Grammatik 2 St.: Syntax des Nomens und die not- wendigsten Regeln aus der Tempus- und Moduslehre. Wiederholung der Formenlehre. Alle 8 Tage kurze schriftliche Ubersetzungen in das Griechische; vorwiegend Klassenarbeiten. Statt einer Klassenarbeit in jedem Tertial eine schriftliche Ausarbeitung über Gelesenes. Haenisch.

5. Französisch: 3 St. Souvestre, Erzählungen aus Au coin du feu und aus Les Clai- rières; einige Gedichte. Die wichtigsten Gesetze aus der Syntax, besonders über Wortstellung und das Zeitwort, auch einiges über Fürwörter. Vergleichungssätze u. Negationen nach Auswahl aus Ploetz-Kares Sprachl.§ 50 80 u. 95 128, im Anschluß an die zugehörigen Stücke des Übungsbuchs. Wiederholungen aus der Formenlehre. Mündliche und schriftliche Ubungen im freieren Gebrauch der Sprache und zur Befestigung des Grammatischen. Regelmäßige Sprach-

übungen. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, davon jede 3. Arbeit als Hausarbeit. In jedem Tertial eine deutsche Ausarbeitung. Hippenstiel.

6. Geschichte: 2 St. Deutsche und preußische Geschichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Großen bis zum Jahre 1888. Die außerdeutsche Geschichte wurde nur soweit her- angezogen, als sie zum Verständnis der preußischen und deutschen Geschichte erforderlich ist. Hilfsbuch von Eckertz. Czwalina.

7. Erdkunde: 1 St. Wiederholungen der Erdkunde Europas. Elementare mathematische Erdkunde. Leitfaden von Daniel. Czwalina.

8. Mathematik; 4 St. Arithmetik: Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Logarith- men. UÜbung im Rechnen mit fünfstelligen Logarithmen. Einfache quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten. Planimetrie: Khnlichkeit, Proportionalität der Linien am Kreise wiederholt. Stetige Teilung. Regelmäßige Vielecke. Kreisumfang und Kreisinhalt. Konstruktionsaufgaben,