Jahrgang 
1929
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10

Das Durchschnittsalter der einzelnen Klassen betrug am 1. Februar 1929 in:

dI SS

17,11

17,2

16,5

Om 15,8

ſwin 14,5

UIII b 14,8

IV 13,3

V 12,2

VI 11,1

Religions-, Staatsangehörigkeits- und Heimatverhältnisse der Schülerinnen nach dem Stande vom 1. 2. 29:

Konfession Prougen Nichtpreußische Aus. Aus dem Von Staatsangehörige länder Schulort außerhalb evang. kathol. Diss. Jüd. 234 29 1 249 12 3 200 64

Das Schlußzeugnis des Lyzeums erhielten 23 Schülerinnen.

Vom Religionsunterricht war keine Schülerin befreit. Von künstlerischem und tech-

nischem Unterrichte waren befreit in

FES. OII UII O III UIlla UIIIb IV 7 1 2 1

V VI 2

Am freiwilligen Nadelarbeitsunterrichte der UII beteiligten sich 21, am Werkunter- richt der UIIl 7, am Lateinunterricht der OIIl 10 Schülerinnen.

Selbstverwaltung der Schülerinnen: Die Schülerinnen aller Klassen haben am Anfang jedes Schulhalbjahres2 Sprecherinnen in geheimer Wahl gewählt.

Auch die übrigen Klassenämter, Karten-, Blumen- und Büchereiordnerin werden durch Wahl für ein Vierteljahr besetzt.

Wenigstens einmal im Monat benutzte der Klassenleiter eine lehrplanmäßige Stunde zur Aussprache über Angelegenheiten der Klassengemeinschaft oder andere von den Schüle- rinnen vorgeschlagene Fragen.

Die Klassen IV bis OIl dürfen Schülerinnengruppen des V. D. A. bilden.

Die Klassen O IIl bis OIIl verwalten ihre Schulbücherei selbständig durch eine von der Klasse gewählte Schülerin. Der Deutschlehrer, der für die Bücherei verantwortlich ist, hat jederzeit vollen Einblick in die Geschäftsführung.

Die UlIl erhält durch eine oder mehrere von ihr gewählte Schülerinnen die Ordnung aufrecht in der Karten-, Bilder- und Turngerätesammlung der Schule.

Sie übernimmt in gleicher Weise die Pflege der Blumen außerhalb der einzelnen Klassen.

Der aufgabenfreie Nachmittag und im ganzen auch der monatliche Wandertag wurden

durchgeführt.

Jedes Kind wurde mindestens einmal schulärztlich untersucht, zahlreiche Kinder mehr- mals. Der Gesundheitszustand war gut, bis auf Grippeerkrankungen im Februar und März. Zu unser aller Herzeleid verloren wir zwei besonders liebe und tüchtige Schülerinnen durch den Tod, Erna Seibert und Inge Kubasta, beide aus Quinta, die beide nach langen Wochen furchtbaren Kampfes einer heimtückischen Krankheit zum Opfer fielen.