Jahrgang 
1850
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Lehrappar al. Zu den Geſchenken des vorigen Schuljahres iſt nachzutragen: vom Präſidium der Stadtbibliothek in Zürich:

Geſchichte der Waſſerkirche und der Stadtbibliothek in Zürich von Salomon Vögelin..

In dieſem Schuljahre erhielt die Gymnaſialbibliothek durch die Munificenz Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs und Ihrer Kaiſerlichen Hoheit, der Frau Großherzogin: Pertz. monum. Germ. histor. tom. X. nebſt Inhaltsverzeichniß der erſten zehn Bände der monumenta, die 17. und 18. Publi⸗ cation des literar. Vereins in Stuttgart und des Nekrologs der Deutſchen 25. Jahrgang.

Andere Geſchenke waren: Gottſched und Gellert von Laube und Heinrich Königs Stationen und Fahrt nach Oſtende, vom Herrn Juſtizrath Zwez in Weimar; mehrere auf die Göthe⸗Feier in Weimar bezügliche Druckſachen, vom Herrn Gymnaſialdirektor und Hofrath Dr. Sauppe in Weimar; vom Herrn Aktuar Mennecken in Geiſa, die Clubiſten in Mainz von H. König; vom Direktor: ausgewählte Reden des Iſokrates erklärt von Rauchen⸗ ſtein. Für die naturhiſtoriſchen Sammlungen: eine Eierſammlung verſchiedener Vögelarten und eine Doppelſtufe Kupferſchiefer mit einem Fiſchabdrucke aus der Familie der Lepidoiden, Gattung Palaeoniscus, vom Herrn Juſtiz⸗ rath Zwez in Weimar. Für den Geſangunterricht: O. Lorenz' Schulgeſangbuch 1. und 2. Theil, vom Direktor. Angekauft wurden: Plauti comoediae ed. Ritschl tom. I. p. 1.; Caesaris commentar. ed. Schneider. p. II. fasc. 1.; Curtius ed. Zumpt., größere Ausgabe; Beckers röm. Alterthümer B. II. Abth. 3.; Pauly Realencyclop. H. 105 116; Gerlachs hiſtor. Studien; Böttigers Weltgeſchichte in Biographien, 1., 2., 7. und 8. Band; Schneidewins Philologus 4. Band; Jahns ꝛc. Jahrbücher 1848; Marburger Zeitſchrift f. d. Alterthumswiſſenſchaft 1848; Berliner Zeitſchrift f. d. Gymnaſialweſen 1849; Magers pädag. Revue 1849; von Humboldts Anſichten der Natur; Iſchocke's Selbſtſchau; Gutzkows dramat. Werke, 6 Baäͤnde; Prutz' Moritz von Sachſen; Immermanns Trauerſpiel in Tyrol; Uhlands dramat. Dichtungen; Laube's Karlſchüler; Auerbachs Dorfgeſchichten, neue Folge; Simrocks Kerlingiſches Heldenbuch; Oſterwalds Erzählungen aus der alten deutſchen Welt, 3 Bändchen; Roß Entdeckungsreiſen in den Süd⸗ und Nordpol, 2 Bändchen; einige Volksbücher, als die Heymonskinder, Kaiſer Octavian, Kaiſer Friedrich, Herzog Ernſt; Honeks Buch für Winterabende, 2 Bändchen.

Ueberhaupt wurden in dieſem Jahre für die Bibliothek verwendet:

64 thlr. 3 gr. pf. für Bücher. '8 24 an Buchbinderlohn. 72 thlr. 27 gr. pf. Geſammtbetrag.

Unterſtuͤtzung einzelner Schuͤler.

Das fürſtliche Stipendium erhielten für die Zeit vom 1. April 1848 bis dahin 1849 nach O. K. Reſcr. vom 1. April und 29. Sept. 1849: Rudolph Hohmann, Peter Matthes, Auguſt Häſer in Prima, jeder 30 thlr.; Georg Lückerdt, Heino Göpel, Eduard Kämpf, Richard Wuth in Sekunda, jeder 18 thlr.; Oskar Gräf, Friedrich Gießler, Hermann Meurer, Karl Schmidt in Tertia, jeder 10 thlr.

Die Reichsgräfl. Elmptſchen Stiftungsgelder wurden mit Genehmigung des Großherzogl. Staats⸗ miniſterium II. Depart. laut Reſcr. vom 13. November 1849 vertheilt an den Primaner Heino Göpel, welcher die Gedächtnißrede am 24. Nov. hielt, im Betrage von 9 thlr. 20 gr. 2 pf., und an den Sekundaner Julius Wilhelm Hertel und den Tertianer Emil Leinhos, wovon jeder 4 thlr. 25 gr. 1 pf. erhielt.

Das Brotſtipendium und die damit verbundene Geldunterſtützung von je 3 thlr. genoſſen der Tertianer Emil Leinhos und die Quartaner Moritz Stapf, Auguſt Schmidt und Otto Leinhos.

Die kalligraphiſchen Prämien wurden nach Miniſterialreſer. vom 2. März 1850 zu Theil den Quar⸗ tanern Auguſt Heller und Hermann Burgemeiſter, ſowie dem Quintaner Louis Vietor, jedem 1 thlr.

Schulgelderlaß wurde gewäͤhrt: dem Quintaner Hofſommer, der wegen Krankheit eine Zeitlang die Schule nicht beſuchen konnte, für das Quartal Oſtern v. J. zur Hälfte, dem Quartaner Rudolf Wuth zur Hälfte für das ganze Jahr, den Brüdern Emil und Otto Leinhos in Tertia und Quarta für frühere Termine, ſowie für einige Monate des Jahres 1849, in denen ſie krank waren.

Anmerkung. Das Uber'ſche Stipendium, im Betrage von 10 thlr. 8 gr. 4 pf., welches der jetzige Student

der Rechte, Auguſt Stapf, ſchon ein Jahr vorher genoſſen hatte, wurde demſelben auf den Wunſch des

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Lehrerkollegium auch noch für den Termin vom 1. Juli 1849 bis dahin 1850 gelaſſen.