16
Körper pflege.
Die Schüler turnten wöchentlich zwei Stunden in vier Abteilungen(I und II, III, IV und V. VI). Im Sommerhalbiahr erteilte Herr Hommel den Turnunterricht in den Klassen -V. Herr Barth in VI. Als letzterer Michaelis aus Gesundheitsrücksichten seine Turn- stunden in VI aufgab. trat Herr Hommel für ihn ein. Die über 16 Jahre alten Schüler gehörten, soweit sie körperlich geeignet waren, der jJugendwehr an. Sie übte an den Mittwoch- und Sonnabend-, bezw. Sonntagnachmittagen und stand wieder unter der be— währten Leitung des Herrn Oberst a. D. von Bauer, der tatkräftig unterstützt wurde von Herrn Professor Helmbold, dem Führer der Fisenacher Jugendkompagnie. Im Sommer- halbjahr zählte auch Herr Kandidat Böttger zu den Helfern der Jugendwehr.
Am 31. August fand in den Klassen—V ein Wettturnen statt. Alle Schüler zeigten ihre Künste am Reck und im Klettern. die von LIII außerdem noch am Barren. Die Sextaner kletterten am Sedantage um die Wette.
Der Schülerturnverein hatte im S.-H. und im W.-H. 16 Mitglieder. Im Sommer übte er an einem, im Winter an zwei Wochentagen. Die Aufsicht führte Herr Dr. Koch, nach seiner Einberufung Herr Dr. Preuß. Am Sedantage bot er uns wohlgelungene Leistungen am Pferd und am Barren sowie in Pyramiden- und Fächerstellungen. Daß er eifrig weiter gearbeitet hatte, bewies er am 30. Januar durch ein Schauturnen. wo er sein Können außer am Reck und am Barren auch im Springen und Ringen zeigte.
Da der bisherige Spielplatz. der Exerzierplatz Katzenau, infolge stärkerer militäri- scher Inanspruchnahme nicht zugänglich war, 80 wurden die Turnspiele im Sommer in der „Milchkammer“ gehalten. Der Eisenacher Schützengilde danken wir ergebenst für die unent- geltliche Hergabe dieses ihr gehörigen Platze s. Außer Herrn Hommel haben die Herren Dr. Koch. Dr. Preuß und Böttger, sowie später Herr stud. phil. R. Gunkel(Abitur. Ost. 1915) in dankenswerter Weise ihre freie Zeit den Jugendspielen gewidmet.
Dauernd vom Turnunterricht befreit waren im S.-H. 1.2%., im W.-H. 4.2 c. der Schüler.
UÜber Befreiungsgesuche vergl. S. 28.
Freischwimmer waren 40,5%. Zur Ausübung von Wintersport bot der milde Win- ter in der Eisenacher Gegend kaum Gelegenheit. Mehrere Schüler der Mittelstufe waren Mitglieder des Jungdeutschlandbundes.
Schüler vereine.
1. Der Gymnasiastenturnverein(früher Turnklub).
2. Der Gymnasiastengesangverein(Beschützer: Herr Prof. Helmbold). Er zählte im S.-H. 21. im W. H. 10 Mitglieder. Von Iuni an setzte er seine Ubungen aus, weil der grö- Bere Teil seiner Mitglieder in das Heer eintrat. und begann sie erst wieder nach Neu- jahr. Im Sommer pflegte er Männergesang und Orchestermusik. im Winter nur letz- tere.
3. Der Gymnasiasten-Stenographenverein„Gabelsberger“(Beschützer: Herr Barth). Er hatte im S.-H. 12, im W.-H. 11 Mitglie der. Seine Arbeit erledigte er in je einer Gruppe für Anfänger. Fortgeschrittene und Redeschriftübende. In der Abteilung für Fortgeschrittene wurden 120. in der für Redeschrift 200 Silben in der Minute als Höchstzahl erreicht. In der Vereinsbücherei befinden sich 170 Bände.
Der Eintritt in einen Schülerverein ist von Untersekunda an gestattet und abhängig von der jederzeit widerruflichen Erlaubnis des Klassenlehrers. Mehr als einem Verein darf kein Schüler angehören.


