Jahrgang 
1913
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Am 20. September fand unter dem Vorsitz von Herrn Oberschulrat Dr. Krumbholz die mündliche Reifeprüfung der Abiturienten Karl Möbius und Erwin Schwartz statt, nachdem vom 9. bis 13. September die schriftlichen Prüfungsarbeiten gefertigt worden waren. Beide bestanden die Prüfung.

Am 21. September unternahm Herr Dr. Preuß mit der Unterprima im Anschluß an den kunstgeschichtlichen Unterricht einen Ausflug nach Kassel zum Besuche der Bildergalerie.

Am 25. Oktober, am Tage der Taufe Sr. Kgl. Hoheit des Erbgroßherzogs, erhielt Herr Barth das silberne Verdienstkreuz.

Am 27. Oktober veranstalteten die Schüler des Gymnasiums einen Stafettenlauf nach Weimar, um Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog zur Taufe des Erbgroßherzogs eine Glückwunschadresse zu überbringen. Die Glückwunschadresse, welche Oberprimaner Großkopf Sr. Königl. Hoheit über- reichen durfte, hatte folgenden Wortlaut:

Eurer Königlichen Hoheit gestatten sich bei der Taufe Seiner Königlichen Hoheit des Erbgroßherzogs die ehrerbietigst Unterzeichneten ihren untertänigsten Glückwunsch darzubringen. Möge der froh begrüßte junge Sproß aus dem edlen erlauchten Hause Wettin stets getragen sein von der innigen Liebe des Weimarischen Volkes.

Die Schüler des Großh. Karl-Friedrich Gymnasiums zu Eisenach.

Am Reformationsfest sprach der Oberprimaner Flex über den Gustav-Adolf-Verein.

Die Feier des heiligen Abendmahles fand am 7. November statt. Die vorbereitende Andacht hielt am Tage vorher Herr Prof. Schmiedel.

Am 12. November wohnte Herr Oberschulrat Dr. Krumbholz dem Unterricht in mehreren Klassen bei.

Bei der Verteilung des Elmptschen Stipendiums am 25. November sprach der Oberprimaner Leinhos über die Herzogin Dorothea Maria, die Stammmutter der Ernestiner.

Die Untersuchung der Schüler sowie die Besichtigung der Schulgebäude durch den Schularzt, Herrn Medizinalrat Dr. Brauns, bot zu besonderen Bemerkungen keinen Anlaß.

Für die Zeit vom 1. Januar bis zum 1. April 1913 wurde dem Direktor des Realgymnasiums vom Großh. Staatsministerium die Vertretung des Direktors übertragen.

Vom 1. Januar wurde Herr Prof. Dr. Nicolai mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand zunächst bis zum 1. April beurlaubt; zu seiner Vertretung ordnete das Großh. Staatsministerium den Kandidaten des höheren Lehramts, Herrn Dr. Paul Dietrich, ab. Dieser übernahm den alt- sprachlichen Unterricht des Herrn Prof. Dr. Nicolai und den griechischen und deutschen Unterricht des Herrn Oberlehrer Zugwurst, wofür dieser den gesamten französischen Unterricht in

liebenswürdiger Bereitwilligkeit übernahm.

Am Geburtstage Sr. Maj. des deutschen Kaisers hielt Herr Prof. Dr. Hossfeld die Festrede. Er sprach über die Entwicklung des höheren Schulwesens seit der Reformation.

Zur Reifeprüfung waren 17 Oberprimaner und zwei Auswärtige zugelassen. Sie fertigten die schriftlichen Prüfungsarbeiten in der Woche vom 3.8. Februar an und unterzogen sich der mündlichen Prüfung, die unter dem Vorsitze des Herrn Oberschulrat Dr. Krumbholz abgehalten wurde, am 21. Februar. Sämtliche Oberprimaner bestanden die Prüfung, von den Auswärtigen Fräulein Charlotte von Renthe-Fink aus Jena.