Jahrgang 
1913
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Schulnachrichten.

I. Geschichte.

Am 29. Marz übernahm Herr Gymnasialdirektor Prof. Dr. Hissbach die Direktorialgeschafte. Leider zwang ihn anhaltende Kränklichkeit, schon nach dreivierteljähriger Tätigkeit um seinen Abschied nachzusuchen, der ihm von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog zum 1. Januar 1913 unter Verleihung des Ritterkreuzes II. Abt. des Großherzoglichen Hausordens gnädigst gewährt wurde. Diesen allzu frühen Abschied des wohlwollenden Vorgesetzten, des liebenswürdigen Amtsgenossen und trefflichen Lehrers und Erziehers bedauern alle, und wir alle wünschen dem verdienten und verehrten Kollegen, daß sich seine Gesundheit bald wieder kräftige und er in der Ruhe die Gelegenheit und die alte Lust zu wissenschaftlicher Arbeit und erneutem literarischen Schaffen wieder gewinne.

Zu seinem Nachfolger ist Herr Dr. Karl Walther, Oberlehrer am Gymnasium in Weimar, vom 1. April 1913 an ernannt worden.

Nachdem am 15. April die Aufnahmeprüfung abgehalten worden war, begann am 16. April das neue Schuljahr. Da Herr Turnlehrer Bergfeld für ein Jahr beurlaubt worden war, übernahm mit Beginn des neuen Schuljahres Herr Seminarturnlehrer Hommel den Turnunterricht sowie die Leitung der Turnspiele.

Am 7. Mai fand der übliche Maigang aller Klassen statt. Herr Professor Dr. Helmbold unternahm am 7. und 8. Mai mit der Oberprima einen Ausflug nach der Rhön.

Am 7. Juni besuchte der Direktor mit der Oberprima die klassischen Stätten in Weimar. Am gleichen Tage wohnten die Klassen Untersekunda bis Oberprima in Begleitung der Herren Oberſehrer Dr. Preuß und Fleischer einer Schülervorstellung von Schillers Maria Stuart im Großherzogl. Hoftheater bei.

Bei der Feier des Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs hielt Herr Oberlehrer Fleischer die Festrede über die Grumbachischen Händel.

Zu der Geburt des Erbgroßherzogs am 28. Juli sprach der Direktor Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog die unteitänigsten Glückwünsche der Anstalt aus.

Am 2. September fand ein Schauturnen statt. Der Oberprimaner Großkopf zeigte in seiner Ansprache, wie Metz an Frankreich verloren ging, und wie es wieder gewonnen wurde. Aus den von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog gnaädigst gestifteten Mitteln wurden die Turnprämien an Schüler aller Klassen verteilt.

Wegen des Manövers, das in der Nähe von Eisenach stattfand, fiel am 16. September der Unterricht aus.