Mit dem ganzen Lande steht auch das Carl Friedrichs-Gym- nasium noch unter dem Eindruck der tiefen Trauer, die im ver— gangenen Schuljahre nach Gottes unerforschlichem Ratschluss unser Hohes Fürstenhaus betroffen hat.
Am 17. Mai 1904 wurde fern der Heimat auf einer Reise von Rom nach Florenz die Erlauchte Mutter unseres Landesherrn, Ihre Königliche Hoheit die verwitwete Frau Erbgrossherzogin Pauline, aus diesem Leben abgerufen. Das neue Jahr aber brachte neue schwere Trauer. Denn am 17. Januar 1905 wurde uns die all— verehrte und geliebte Landesfürstin, Ihre Königliche Hoheit die Frau- Grossherzogin Caroline, in der Blüte der Jugend allzufrüh und unerwartet durch den Tod entrissen. Lehrer und Schüler trauern um die holdselige Fürstin, die nur so kurze Zeit den Thron zieren und das Land beglücken durfte. Die Gefühle aufrichtigen Schmerzes und innigster Teilnahme brachte der Direktor im Namen des Gym- nasiums in einem an Seine Königliche Hoheit den Grossherzog gerichteten Schreiben zum Ausdruck.
Möge der Allmächtige Gott unsern allverehrten, so schwer betroffenen Landesherrn in seiner tiefen Trauer aufrichten und trösten, möge er seine Gnade über Ihm und seinem Hohen Hause walten
lassenl!


