Jahrgang 
1881
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Die schriftliche Herbstprüfung fand in den Tagen vom 8. bis 11. September statt. Am 19. September wurde die Maturitätsprüfung dreier Oberprimaner in Anwesenheit des Grossher- zoglichen Regierungscommissars Oberschulrat Dr. Rassow abgehalten. Die mündliche Prüfung aller Klassen erfolgte in den Tagen vom 22. bis 24. September. Am 25. September wurde mit Verteilung der Zeugnisse das Sommerhalbjahr geschlossen.

Das Winterhalbjahr begann den 11. October 1880. Die Studientage wurden in der herge- prachten Form beibehalten; die Primaner lasen Sophokles, die Secundaner Homer.

Am 14. October fand in der würdig hergerichteten Aula die gemeinsame Feier des hei- ligen Abendmahls statt. Die Beichtrede hielt Herr Diaconus Dr. Gilbert, dem wir dafür zu herzlichem Danke verpflichtet sind.

Am 25. November, als am Katharinentage, hielt der Primaner Max Jacobi die deutsche Rede zur Erinnerung an die Stipendienstiftung der Reichsgräfin von Elmpt.

Vom 21. bis 24. Februar 1881 wurden die schriftlichen Prüfungsarbeiten der Abiturienten und zugleich die der Unterprimaner angefertigt, einige Wochen darauf die der übrigen Klassen. Die mündliche Maturitätsprüfung erfolgte am 12. März im Beisein des Herrn Oberschulrat Dr. Rassow als Regierungscommissar. Die öffentlichen Klassenprüfungen sollen am 5. 6. 7. April, der Schulschluss am 8. April stattfinden.

Am 22. März feierte das Gymnasium in festlichem Actus zugleich den Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und die Entlassung der Abiturienten. Nach einer Rede des Herrn Dr. Kühn über die Entwickelung des deutschen Nationalbewusstseins, insbesondere im neunzehnten Jahrhun- dert, verabschiedete der Direktor die abgehenden Schüler und händigte ihnen das Reifezeugnis ein.

Mit dem Schlusse dieses Schuljahrs scheidet der Unterzeichnete von der ihm teuren Anstalt, der er acht Jahre lehrend angehört hat und deren Leitung ihm seit Anfang 1875 übertragen war, um von Ostern d. J. ab das Direktorat des Gymnasiums zu Weimar zu über- nehmen. Als sein Nachfolger am Karl-Friedrichs-Gymnasium ist Herr Dr. Weber, Professor am Gymnasium zu Weimar, berufen worden. Möge des allmächtigen Gottes reicher Segen auf unsrer Schule ruhen für und fär!

Von allgemeinerem Interesse sind folgende Verfügungen des Grossherzoglichen Staats- Ministeriums:

16. Juni 1880: Min. empfiehlt das Werk des Gymnasiallehrers Dr. Rudolf MengeEin- führung in die antike Kunst. Leipzig 1880.

3. Juli 1880: Min. genehmigt Ankauf von zwei Thorwaldsen'schen Reliefs in Gypsabguss zur Einfügung in die Vorhalle der Aula.

2. Juli, 22. Juli, 20. August 1880: Min. ordnet Vorkehrungen gegen das Umsichgreifen einer ausgebrochenen Augenkrankheit an, namentlich Ventilation und Desinfection der Schulräume, sowie fortlaufende Beobachtung durch den Grossherzoglichen Amtsphysikus.

8. December 1880: Die für das Königreich Preussen getroffenen Bestimmungen über Re- gelung der deutschen Rechtschreibung sollen fortan auch in den Schulen des Grossherzogtums Geltung haben. Demgemäss ist das Erforderliche wahrzunehmen und am Schluss des Schuljahrs 1881 82 über den Erfolg Bericht zu erstatten.

15. Januar 1881: Seine Königliche Hoheit der Grossherzog haben dem Gymnasialdiener Theodor Laufer die silberne Civilverdienstmedaille mit der Erlaubnis zum Tragen am landes- farbenen Bande verliehen. 1

25. Januar 1881: Direktion wird ermächtigt mit dem Vorstande der Feuerwehr eine Ver- einbarung über von Zeit zu Zeit wiederkehrende Besichtigung der Anstaltsräume zu treffen und für weitere geeignete Vorkehrungen zur Rettung des Schuleigentums Sorge zu tragen.

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