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Eben so wenig hinderte ihn seine vorwiegend wissenschaftliche Beschäftigung daran, an Allem, was seine Zeit bewegte, das regste Interesse zu nehmen und seinen Blick über die Gren- zen seiner Studirstube hinaus zu richten. Sein scharfer Verstand und seine rasche Auffassung liess ihn auf allen Gebieten das Wesentliche neu auftauchender Fragen und Ansichten sofort heraus- linden; Allem, was das menschliche Leben betrifft, widmete er seine Aufmerksambkeit, über Alles suchte er sich eingehend zu unterrichten, sei es nach Vollendung Seiner amtlichen und wissen- schaftlichen Arbeiten neue Bücher lesend, sei es durch Verkehr mit Anderen seine Kenntnisse erweiternd und klärend. Ueber Alles unterrichtet, es mochte den Staat, die Gemeinde, die Kirche, die Schule, oder was sonst betreffen, gab es kaum einen Gegenstand, über den er nicht ein sicheres und klares Urtheil sich gebildet hätte, und allenthalben, auch in heiteren Kreisen. wo er mit feinem Takte, den wohl Mancher ihm, dem Gelehrten, nicht zugetraut hätte, die Unterhaltung zu beleben wusste, war er als anregender Gesellschafter willkommen und gern gesehen.
Allgemeine Achtung genoss er wegen seiner strengen Biederkeit, seines durch und durch ehrenhaften Charakters, seiner Bescheidenheit, Einfachheit und Anspruchslossigkeit in jeder Be- ziehung, und als der Abend seines Lebens hereinbrach, als auch dieser einst so rüstige Körper den Jahren seinen Tribut zollen musste, als Schicksalsschläge aller Art ihn betroffen, als ein Leiden der Füsse, die ihn einst so weit getragen, ihm, der für die Schönheiten der Natur so empfänglich war, die liebgewordenen Gänge durch Wald und Feld verkümmerten, da fügte er sich in stiller Ergebenheit in das Unabänderliche, und war dankbar für das, was ihm geblieben.
Hatte doch seinen kräftigen Geist selbst die Last des Alters nicht niederzubeugen vermocht. hatte doch ein gütiges Geschick ihn vor dem bewahrt. Was ihn das Traurigste dünkte, ein nutz- loses Glied der menschlichen Gesellschaft zu sein. Nicht zufrieden mit dem, was er geleistet. schaffte er auch jetzt mit dem Fleisse, der ihm zur andern Natur geworden, weiter bis zum letzten Athemzuge. Mitten aus seiner Arbeit, nachdem er noch Abends zuvor sich mit der neuen Auf- lage des ersten Bändchens seines Livius beschäftigt hatte, riss ihn, ohne dass er eigentlich krank gewesen war, ein Herzschlag plötzlich und unerwartet hinweg, am 5. November 1878 Morgens 3 Uhr. Ein wahrer Christ, ein ächter Patriot, ein braver Bürger, ein tüchtiger Lehrer, ein zuverlässiger Freund, ausgezeichnet und anerkannt von seinen Vorgesetzten, geachtet von seinen Collegen, geliebt von seinen Schülern, geschätzt nicht nur von den Männern der Wissenschaft. sondern auch von Allen, die ihn kannten und ein Verständniss besitzen für sittliche und geistige Grösse, konnte er auf ein Leben zurückblicken so reich, wie es Wenigen beschieden ist. Was er seiner Familie gewesen ist bis zum kleinsten Enkel, davon zu reden widerstrebt meinem Ge- fühle, war er doch jeder Zoll ein Ehrenmann; und keiner Uebertreibung glaube ich mich schuldig zu machen, wenn ich sage: Sein Andenken wird ein gesegnetes sein noch für lange Zeit und in weiten Kreisen.
H. Weissenborn.
II. Unterricht.
Uebersicht der im Schuljahr 1878— 1879 behandelten Gegenstände.
Prima. Ordinarius der Director.
Lateinisch s St.: Tacitus historiae I. Cicero Tuscul. Buch I statarisch, Stücke aus Buch II und V cursorisch, theilweise ex tempore. Privatlesung in den Sommerferien ausgewählte Stücke von Cicero. Stylistik nach Berger. Aufsätze monatlich und Extemporalien wöcheutlich. Uebungen im Sprechen durch Vorträge der Schüler und im Anschluss an den Schriftsteller. 6 St. Menge.— Horatius Oden II, 1—3. 6. 7. 13—20. III, 1—6. IY 3 2. 3. 8. 9. III, 30. Epist. I, 1. II, 3. Ausgewählte Gedichte gelernt. 2 St. Weniger.— Griechisch 6 St.: Thukydides IV, 1— 41. II, 35— 54. Demosthenes Olynthische Reden- III und über den Frieden, an den Stu- dientagen Sophokles Antigone. Grammatische Uebungen, vierzehntägige Extemporalien, mitunter


