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„ unserer stelle lauten in G sin irste frouwe Alheit dy« liFt bo„ Strafburg zeu Elſoſsin in egmeé closter begrabin, in F aber dyν leit bey Straſsborgk zu Elſe in dem closter, und diese angabe mit dem gleich nachfolgenden zusatz dy& keldit man do vor heylig entspricht genau den worten bei Sigfrid Presb. p. 1033: haec circd Argentinam, in littore Rheni ftuminis, in monasterio Olsa cum magnd peneratione ab omni populo pro Sancta habetur.
287, 15. Auf ihrem durchzuge durch Ungarn hatten die christen allerlei raub und grausamkeit verübt und auch einen Ungar erstochen. der könig vollte das rächen, umringte sie mit seinem heere und da gab man ihnen den rath, das sie sich an gnade des koniges geben, unde wer denn schuldig on der obiltadt were, das der segn wort dorumbe entphfnge LF. was soll hier heissen das der seyn wort dorumbe entphinge? das richtige geben Schlorffs exc. bl 408 b das der syn wert darumbe entphinge.
Eine noch weit auffälligere verwechselung derselben buchstaben findet sich 758, 22. in dem harten winter des jahres 1407 kamen aus Hessen fuhrleute nach Eisenach um mehl in den mühlen an der Nesse, die nicht zufror, zu holen. als sie mit ihrer ladung zurückfuhren, begegne- ten ihnen andere fuhrleute aus Köln, kauften ihnen das mehl ab und führten es in ihre heimath. do musten die furlente an der moel zu Isenache holen. so L. was soll das heissen? J. Rothe kann hier nur geschrieben haben ander meel zu I holen
296, 17: unde dorumbe ſso funden sie den radl, das sie uſs dem meere die gergngisten schieff, die doch hundert ader andéerhdlb hundert man ir enn gewopenter getragen unde behalden mochten, unde zogen der sechſse uff walzen und mit groſser arbeit wol anderhalbe dutsche myle weges treben uff die see. L. die unter diese worte gesetzte erklärung„dass sie die kleinsten schiffe, und zwar ihrer sechs, auf walzen zogen und sie mit vieler mühe auf den see trieben d. h. brachten“ vermag die verderbniss derselben nicht zu verdecken, deren richtigen sinn wir durch umstellung zweier worte nach SF so wiedergewinnen: darvmbe ſo funden ſie den rath, das ſie uſs dem mere die geringisten ſchiffe, die doch— gelragen vnde gehalden mochten, æzogen vnde der ſechs— triben uff die sehe.
299, 12: herzog Baldewin wolde segnes brudern Got frides mit seume here leiten. L. dass leiten hier in beiten zu verbessern ist, ersieht man nicht allein aus Schlorffs auszügen— in F fehlt dieses cap.— sondern auch aus dem anfange des folg. abschnitts: in des alſso herzoge Daldewin seunes brudern n der stat Tharsis beitte. für brudern hat S beide mal braders, F in der zweiten stelle Pruder. und so hat J. Rothe seiner zeit geschrieben, wie noch die hs. G überall ausweist; die formen Dꝰruders und brudern und das mehrmals in L vorkommende vatern st. vater sind entschieden fehlerhaft und von spätern abschreibern in den text gesetzt.
314, 26: do sprach herzoge Gotfrid: lieben bruder, gedencket durch wes willen hat ir awir lant gerewe mit(sie!), uwir frunde begeben unde uwirs lebens vorsachit? das sinnlose ge— rewe mit ist nach S mit gerumet zu vertauschen. geraumet F. s. Bech a. a. O. p. 233. dagegen ist 671, 16 in den worten do her vor die stat Qwum unde rumeèle aunde slugk die Jungen irbar lewte zu rittern, do wart egn groſs geschreg u. s. W. Trumoèle nach Dr. in ruwele zu corrigiren. rwet F, rugitte G. vgl. histor. landgr. Pistor. p. 1344, 32: marchio vero cum Erfordensibus inse- quebatur illos qui fugerunt et plures in fuga ceperunt, deinde non contenti usqdue Arnstet venerunt et quiescere volentes, ubi ek marchio creure milites volebat: et elamor magnus factus est in civilale.
400. Der landgraf Hermann vermählte die eine tochter Sophia mit dem grafen von Alsass vnde die andir tochtir, die hiez Jutte, die gab her margraven Albrechtis sone zcu Miſſen, go sie noch in der wigen lag. so G. die noch in der wigen lag L. daz noch in der wigen lag Dr. ger noch in der wigen lag F. die worte sind offenbar nachgeschrieben der histor. landgr. Ecc. 406, 43: alia Jutta nomine fuit Theoderico hilio Alberti marchionis Missenae, adhuc in cundbulis jacenti(wie auch in der histor. landgr. Pistor. c. 29 steht) desponsata et postea copulata, und es


