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Jahresbericht.
Allgemeines.
Das am 20. April 1857 in herkömmlicher Weiſe eröffnete Schuljahr hat dem regelmäßigen Gange un⸗ ſeres Schullebens und der gedeihlichen Durchführung des Lehrplanes keine Störung gebracht. Auch in dem Lehrerperſonal iſt mit einer Ausnahme eine Veränderung nicht eingetreten. Es ſchied nämlich am Schluſſe des vorigen Schuljahres aus unſerem Kreiſe der Hauptlehrer der Vorbereitungsklaſſe, Herr Dr. Ferdinand Meiſter, um an dem Gymnaſium in Weimar unter günſtigeren Verhältniſſen in dieſelbe Stellung einzutreten. Mit Ge⸗ wiſſenhaftigkeit und ſichtbarem Erfolge hatte er zwei Jahre ſein hieſiges Lehramt verwaltet und der Direktor ſah ihn mit Bedauern daſſelbe aufgeben, obgleich er ihm eine Verbeſſerung ſeiner Lage von Herzen gönnte. Sein Nachfolger wurde Herr Dr. Guſtav Lebrecht Schmidt aus Reisdorf, welcher, nachdem er in Jena Theologie und Philologie ſtudirt hatte, drei Jahre hindurch an dem Inſtitute des Herrn Dr. Matthiä in Altenburg Un⸗ terricht ertheilt, hierauf eine Hülſslehrerſtelle an dem Gymnasium illustre in Gotha verwaltet hatte und zuletzt wieder zu ſeiner früheren Thätigkeit in Altenburg zurückgekehrt war. Das Großherzogliche Staats⸗Miniſterium, Depart. der Juſtiz und des Kultus, genehmigte durch Reſcript vom 10. März 1857 den Eintritt des neuen Lehrers.
Anderes, was die Lehrer betraf, war ſehr erfreulich. Nach den im vorjährigen Programme Seite 29 be⸗ richteten Gehaltserhöhungen, welche ſämmtlichen Ordinarien der fünf Gymnaſialklaſſen vom erſten Januar 1857 an zu Theil geworden waren, erfolgten nach Miniſterialreſcript vom 29. Juni 1857 noch einige, indem dem vierten und fünften ordentlichen Lehrer je 50 thlr., dem ſechsten 45 thlr. jährlich vom 1. Januar an zugelegt, dem dritten aber von demſelben Zeitpunkte an bis auf weitere Verfügung eine jährliche Remuneration von 50 thlrn. verwilligt wurde.
Ferner wurde der Mathematikus Herr Kunze, welcher einſtweilen mit Ertheilung des Unterrichts in der Mathematik und den Naturwiſſenſchaften beauftragt worden war, durch Reſcript vom 11. December 1857 vom 1. Oktober deſſelben Jahres an zum Lehrer der genannten Wiſſenſchaften am Karl Friedrichs⸗Gymnaſium mit einem Gehalte von 360 Thalern proviſoriſch beſtellt und dafür am 29. December vor Großherzogl. Staats⸗ Miniſterium in Pflicht genommen. 6
Eine Auszeichnung wurde dem Gefanglehrer, Herrn Helmbold, zu Theil, indem Se. Königliche Hoheit, der Großherzog, die Gnade hatte an Höchſtſeinem Geburtsfeſte, den 24. Juni, demſelben den Charakter eines Großherzogl. Muſikdirektor zu verleihen. Das Großherzogl. Staats⸗Miniſterium hatte dem Direktor die Freude gegönnt, das höchſte Dekret dem Betheiligten an dem genannten Feſttage einzuhändigen.
Die hohe Schulbehörde gewährte durch Reſcript vom 19. Auguſt Lehrern und Schülern durch dreitägige außerordentliche Ferien die Möglichkeit, den in Weimar zur Grundſteinlegung des Karl Auguſt⸗Denkmales und zur Enthüllung der Dichter⸗Statuen am 3. bis 5. September Statt findenden erhebenden Feierlichkeiten bei⸗ zuwohnen.
Die Direktoren der beiden Landesgymnaſien hatten die Ehre am 5. November zu einer Miniſterial⸗Sitzung über den Lektionsplan, die Prüfungen und Cenſuren der Schüler ſowie über Regulirung der Ferien zugezogen zu werden. Bei dieſer Gelegenheit hielten ſie für ſich die ihnen von der Behörde aufgegebene Berathung über die Maturitätsprüfung.
Am 30. November wohnte der Chef des Departements der Juſtiz und des Kultus, Herr Geheimer Staats⸗ rath Freiherr von Wintzingerode, mehreren Lektionen des Vor⸗ und Nachmittags bei, nachdem er auch bei der gemeinſamen Morgenandacht der Lehrer und Schüler zugegen geweſen war.
Außerdem fanden die üblichen Schulfeierlichkeiten Statt. Am 17. und 18. Juni ſowie am 21. und 22. Oktober begingen die Lehrer und die konfirmirten Schüler die gemeinſame Beicht⸗ und Abendmahlsfeier, nach⸗ dem bei der erſten Herr Profeſſor Dr. Witzſchel, bei der zweiten Herr Profeſſor Dr. Schwanitz im Gymnaſium die Vorbereitungsrede gehalten hatte. 1


