Jahrgang 
1857
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Nr. 3. 1344. Anniverſarienverpflichtung.

Wir brudere Hartung von Eyberſtete prior und alle der Convent tzu Yſenache prediger ordens bekennen öffentliche an diſeme geynwerdigen brive, daz die Edele und ſchinber(d. i. illustris) furſtin vrowe Elſebeth etteswenne(d. i. vormals) Markrevin tzu miſſen und lantgrevin tzu düringen und nun vrowe tzu gota hat gekouft vünf marc loteges ſilbers ierlicher gulde eweklichen tzu den geyſtlichen kloſtervrowen tzu aldindorf umme vunftzic mare loteges ſilbers. alſo datz dieſelben kloſtervrowen von der vorgenanten edeln furſtinne weygen ſullen alle iar ewekliche die vünf mark gebe unſen brudern den predigern tzu yſenache tzu eyme ewigen ſelgerete. hirumme ſo begert die ſelbe edele furſtin bi uns tzu Yſenache in unſeme convente tzwo ewige iargetzit tzu habene, tzu troſte und heyle irre ſele und irs herrn des edeln furſten Margraven Fridrichs von miſſen und alle yrre altfordern und ouch irre nachkumelinge ſele. alſo datz man tzu icklicher iargetzit gebe alle den brudern unſis convents eyne pitancien(ſ. S. 11) tzwo gerichte von viſchen vnd iedem bruder eyn vierteyl wins, eyn nozzelin, des abendis wan man vigilie geſungen hat vnd daz ander nozzelin des morgens tzu tiſche, und ſal ouch ſulch win ſin, des man tzu Yſenache eyn ſtubechen kouft vor tzwene ſchillinge pfenninge. Der tzweier iargetzit ſal eyn ſin tzu hant nach ſente Mertins tage vor unſes herrn margreven Frideriches von miſſen ſele und vor alle irre altſordern und ouch vor alle irre nachkumelinge ſele. die ander ſal ſin an dem vritage nach der kirmeſſe unſer bruder tzu Yſenache die wil ſie lebet und darnach ſal dieſelbe iargetzit eweklichen ſin an dem tage an dem der milde got dieſelben edele furſtinne nimet von dirre werlde. waz aber des vorgenanten geldes blibet uber die tzwo pitancien, daz ſal den brudern dine nach irme beſten nutze. Geſche iz ouch, des got nicht en wolle, daz der prior ader iemant vorbreche oder vorkrenke wolde die pitancien alſus beſtalt tzu hant, ſo ſal dieſelbe pitancie gentzliche gevalle den vorgenanten kloſtervrowen zu Aldindorf in deme iare alleyne. tzu allen diſen vorgeſprochen reden vor⸗ binde wir uns wir brudere Hartung von Eyberſtete prior und der gantze convent prediger ordens tzu Yſenache mit guteme und eyntreychtklicheme willen und begern und wollen, daz ez von allen unſen nachkumelingen gantz und unverbrochen und unvorkrenkit blibe, und darumme tzu eyner grozen ſicherheyt und eyner ewigen ſtetekeyt alle dirre vorgeſriben rede habe ich bruder Hartung von Eyberſtete prior und alle der convent prediger ordens tzu Yſenache eyntrechtkliche die inſigeln des priolamthes und des convents an diſen brief gehangen. Dirre brif iſt gegeben alſo man ſchribet nach gotes geburte tuſend jar drihundirt jar und in deme vier und virtzegeſten jare an dem tage des grozen ſente antonies.

Nr. 4. 1350. Jahrgedächtnißſtiftung.

Wir barne techent und daz convent gemeinlich des ſtieftz zeu fuld bekennen offeliche an diſme genwertigen brife allen den dy en horn oder ſehn leſe. daz wir den erbern luten hn Hermann goldacker ritter und frauwe Irmengart ſiner muter und alln irn erben han verkauft recht und redelich ane achzcen pheuge dri phunt phenge yſeneches oder goteſches Werunge ume zehn mark loteges fil⸗ bers. daz geld halb zeu gebe uf ſancte Walpurgstag unde halb uf ſancte michahelz tag von huben und von hofen die da lige in felde und in dorf zeu aſpeche. Dez geldes gibt Heinrich von laucha achte ſchilinge phenge von einer hube. Auch bekennen wir an dieſen uffen brife daz diſe ehegenanten erbern lute hr Hermann Goldacker ritter und ſrowe irmegard ſine muter und alle ir erben nach diſeme kaufe han gegeben diſe vorgenanten gulde alle zeit ierlich rechlich und redelich den predigerbrudern dez convents zeu Yſe⸗ nache, alſo daz ſie von denſelben almuſſen ſaln begehn alle jar ein jargezeit dez erbern manes hn Johans Goldackers, der da dot iſt, und auch dez erbern vorgenannten manz hn hermanns und ſiner muter frouwe irmegart und alle irn erben nach irren dode. Auch izt dieſer kauf alſo geſchehen und dieſe almuſe den predigerbrudern alſo gegeben, daz unſe herrn zu fulde bliben ewiglich bi irem lehnrecht uber daz vorgeſchribne gut. darumme gelobt der convent der prediger zu Yſenache, zeu geben ierlich unſen herrn zu fulde zeu oſthern in ir küſteri ein phunt wazes. zeu einen urkunde dirre Dinge daz diſe vorgeſchribne rede ſtete und feſtechliche werde ge⸗ halden, daz hengen wir unſes conventz Inſigel an diſen brief, der gegeben i*ſt nach criſti geburt drizenhundert Jar in dem funtzeigen jare an deme neſten Fritage nach unſes herrn ſancti bonifacii tage.

Nr. 5 a. 1358. Jahrgedächtnißſtiftung.

Wir Otto von Ebeleibin ludolf un Apile ſine Vettern un unſe Erbin bekennen uffentlich an diſime keinwertigen brive, daz dy beſcheidin lute Tele von Sebeche dy ſweſtir un heinrich Grube in vanere zu Saltzca zeu ein Almuſſin un eyme rechten ſelgerete en und irn Eldirn eine ewige jargezeit an Montage nach ſencte Walpurge alleierlich daumme zcu begene, rechtlich und redelich habin ufgelaſin, den geiſtlichen mannen brudir Johanſe von Beringin deme monche des Predigerordins zeu ſine libe und deme Convent des ytzeunt genantin ordins zeu Yſenache, zewelf akkire arthaftigis landis, dy gelegin ſint in deme obirn velde zeu Saltzca, dy von uns gen zeu Erbe und darane wir wanne heve habin gehat und behaldin jerlich uf Sente Michahelistag Sechs moliſche phenge ewigis

Erbezeinſis, und dye ytzunt genannten brudir Johan und der Convent habin dyſelbin zewelf akkere met unſirne willn und wizzine

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Abtei Hersfeld Nr. 7b., des Biſchofs Detlev Nr. 11, des Propſtes Nr. 14, des Vicarius Lenzenberg Nr. 15 und alle drei

von Nr. 18. Eine die Schützen zu Nordhauſen betreffende Urkunde(ſ. S. 13) iſt mit Unrecht auf das Kloſter zu Eiſenach bezogen worden, indem man die Stadt Warburg mit unſerer Wartburg verwechſelte. Hiſtor. Nachr. v. Nordhſ. S. 631.

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