Jahrgang 
1848
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Ein gleicher Ephoralerlaß vom 8. Februar 1848: daß in Folge der höchſten Propoſitionsſchrift und landſtändiſcher Verwilligung mit dem 1. Januar d. J. eine Gehaltserhöhung zu Theil werde 1) dem Archidiakonats⸗Subſtituten Kohl, als Religionslehrer der drei unteren Klaſſen, von 90 thlr., ſo daß derſelbe(für 7 Stunden wöchentlich) 150 thlr. zu beziehen hat; 2) dem Profeſſor Dr. Mahr von 100 thlr., wobei höchſten Orts in Beziehung auf frühere h. Reſcripte im Betreff des Unterrichts dieſes Lehrers beſtimmt wird, daß demſelben auch die Ertheilung des Unterrichtes in Phyſik und Na⸗ turgeſchichte in allen Klaſſen des Gymnaſium zur Pflicht gemacht werden dürfe.

Allgemeine 5.

Weniges nur iſt noch zu berichten, da das am 12. April eröffnete Schuljahr nichts Außerge⸗ wöhnliches darbot.

In der zweiten Woche nach Pfingſten, ſowie in der vierten nach Michaelis fand die Beicht und Abendmahlsfeier der Lehrer und der konfirmirten Schüler Statt, wobei zuerſt Herr Prof. Dr. Mahr, dann Herr Prof. Dr. Witzſchel die Vorbereitungsandacht hielt.

Das Privateramen wurde am 28. und 29. September gehalten, die Cenſurvertheilung für das Sommerhalbjahr am 30. d. M. vorgenommen.

Am 28. und 30. Auguſt wohnte Herr Oberkonſiſtorialpräſident Komthur Dr. Peucer der Reihe nach den Lektionen ſämmtlicher Lehrer bei.

Am 2. Februar 1848 feierte das Gymnaſtum das Geburtsfeſt Sr. Königl. Hoheit, unſeres gnädigſten Großherzogs. Herr Prof. Dr. Weißenborn hielt die Feſtrede. Dann ſprach der Prima⸗ ner Hotzel das deutſche metriſche Gebet, der Primaner Göpel die lateiniſche Feſtode. Hierauf trug der Primaner Heimbach einen lateiniſchen, der Primaner Meyl einen deutſchen dichteriſchen Verſuch vor, eben ſo traten die Sekundaner Briegleb und Brack mit eigenen Arbeiten der letzteren Art auf. Der Gymnaſialchor führte bei dem Beginne und am Schluſſe der Feier Geſänge aus.

Außer den im vorjährigen Programme bemerkten verließen noch folgende Schüler die Anſtalt: Emil Heerwart aus Quinta, um auf die hieſige Realſchule, Robert Briegleb aus d. oberen Tertia, um auf die Realſchule in Meiningen überzugehen. So blieben 72 Schüler.

Aufgenommen wurden zu Oſtern v. J. 16 Schüler in die Quinta: Moritz Stapff, Karl Schmidt, Auguſt Bardorf, Rudolf Wuth, Auguſt Schmidt, Hermann Burgemeiſter, Chriſtian Brannau, Otto Leinhos, Guſtav Okelly, Hermann Sieffert, Wilhelm Gerlach, Julius Weil, Otto Knoll, Gott⸗ fried von Egloffſtein, Arthur von Seebach, Karl Hahn. Dazu kam nach Pfingſten Friedrich Aug. Mar Hoffmann, der in die untere Tertia eintrat. Demnach beſtand der Cötus aus 89 Schülern, nämlich 15 in Prima, 16 in Secunda, 17 in Tertia, 17 in Quarta, 24 in Auinta.

Zu Michaelis wurden nach erfolgter Genehmigung des Großherzogl. Oberkonſiſtorium noch 3 Schüler aufgenommen, nämlich Auguſt Haͤſer in die obere Secunda, Hermann Brack in die untere Secunda, Karl Simon in Quinta.

Dagegen gingen ab: zu Johannis Karl Bach aus Secunda, um ſich für das Rentamt vorzu⸗ bereiten, Otto Gräf aus Tertia und Eduard Knoll aus Quarta, um Kaufmann zu werden; im Juli Friedrich Bang aus Quarta, um Zimmermann, im Auguſt Karl Hoffmann aus Secunda, um Oekonom zu werden; zu Michaelis Guſtav Hörſchelmann aus Secunda, um ſich einem techniſchen Fache zu widmen, Karl Hochgeſang aus Tertiae um Architekt, Karl Voigt aus Tertia, um Kauf⸗ mann, Oskar Waitzenberg aus Quarta, um Oekonom zu werden. Auf die Univerſität, um die Rechte zu ſtudiren, wurde zu Michaelis entlaſſen:

Emil Ludwig Seitz aus Eiſenach: Cenſur der Sitten IIIa., wiſſenſchaftliche ziemlich III.

Ferner gingen ab: Georg Bohl aus Secunda im November, Albert Schröder aus der oberen Quarta, um ſich dem Forſtweſen zu widmen, im December 1847, Gottfried von Egloffſtein aus Quinta im Februar, Heinrich Rebs aus der untern Tertia auf das Gymnaſium in Gotha im Mäͤrz. Auch ſchied von der Anſtalt Chriſtian Ludwig Meyl aus Herlshauſen in Kurheſſen im Februar d..,