Jahrgang 
1844
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der Nie⸗ Menius, hrt war, tſchließen im Juli

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herhalbjahr Martinus mmerhalb⸗

uguft 1570

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Sein Nachfolger an der hieſigen Schule wurde Andreas Boëéthius. IV. Lehrer der vierten Klaſſe(Cantores):

1) Michael Himmel, von dem ſchon oben geſprochen wurde, Cantor von 1525 an, ſeit 1536 Pfarrer in Neukirchen, von 1546 an in Pferdsdorf, wo er 1556 oder 1559 ſtarb.

2) Johann Brembach aus Waltershauſen, den Geißhirt(ſ. Heuſinger Opusc. p. 46. und 124.) den erſten evangeliſchen Cantor der Schule nennt, eine Angabe, die von allen übrigen Ue⸗ berlieferungen abweicht. Dieſer berichtet auch, daß Brembach 1530, nachdem er Cantor in Eiſe⸗ nach geweſen ſei, als Rector nach Waltershauſen und endlich, nachdem er geiſtliche Aemter zu Sund⸗ hauſen und Gotha verwaltet, Pfarrer in ſeiner Vaterſtadt geworden und dort 1570 geſtorben ſei.

3) Urban Schilling aus Pößneck, den Rebhan und Paullini nach Michael Himmel ſetzen, ſo daß Schilling's Nachfolger Johann Brembach wird. Unſere Quellen melden, daß Schilling 1543 der Studien halber nach Wittenberg gegangen ſei,) ſich dort ein Jahr aufgehalten habe und Bac⸗ calaureus, hierauf Pfarrer in Salfeld geworden ſei. Da nun in der 2. Beilage zur erſten Urkunde geſagt wird, daß des Cantors Condition und Dienſt erledigt worden ſei, ſo iſt wahrſcheinlich Schil⸗ ling's Abgang damit gemeint.

4) Wolfgang Zeuner(nach Anderen Zeusner), wahrſcheinlich ſeit 1543 oder 1544 Cantor, wurde ſpäter Diakonus an der Georgenkirche.

Daß im Jahre 1644 eine Jubelfeier nicht Statt fand, iſt nicht befremdend. Im folgenden Jahr⸗ hundert waren zwar die Zeitumſtände günſtiger, allein man kann mit Gewißheit annehmen, daß eben ſo wenig i. J. 1744 das Jubelfeſt der Schule feſtlich begangen wurde. Es läßt ſich nachweiſen, daß das damalige Fürſtl. Konſiſtorium Heuſinger's Geſuch durchaus günſtig aufnahm und dem Herzoge Ernſt Auguſt zur gnädigen Gewährung empfahl, allein es ſcheint gar keine Entſcheidung des Landes⸗ herrn erfolgt zu ſein. Heuſinger's Programme von dem genannten Jahre machen es mehr als wahr⸗ ſcheinlich, daß nichts geſchehen ſei. Im erſten Programme vom 15. März kündigt er das Jahr als das Jubeljahr der Schule an, doch äußert er geringe Hoffnung, daß eine öffentliche Feier werde veranſtaltet werden. In dem zweiten vom 7. Juni iſt nirgends des bevorſtehenden Feſtes Erwähnung gethan. Eine dritte Abhandlung: numaria antiquitas Germanica hat am Schluſſe eineappendix miscellanea, in welcher 16 theses aufgeſtellt ſind, darunter die ſechſte: Franciscanorum templum ante saeculum XVI. nec parochiae ius, nec commune urbis coemeterium habuit, und die ſiebente: Schola, in qua Lutherus Trebonium audivit, non Franciscanorum monasterii, sed templi Geor- giani appendix fuit. Dieſe beiden Sätze allein machen es wahrſcheinlich, daß dieſe Abhandlung, deren Titelblatt in unſerer Sammlung fehlt, dem J. 1744 angehöre. Denn ſolche Fragen mußten Heuſingern gerade damals beſchäftigen. Endlich ſchrieb er ein lateiniſches Begrüßungsgedicht in Hera⸗ metern an den Herzog Ernſt Auguſt, welcher am 6. Novbr. 1744 ſeinen feierlichen Einzug in Eiſe⸗ nach hielt. Am 30. November wurde im Gymnaſium ein Nede⸗Aktus gehalten, in welchem drei Schüler über Gegenſtände ſprachen, die ebenfalls weſentliche Momente in der Geſchichte des Gymna ſiums ſind: de Henrico Raspone, Landgravio Thuringiae, tandem et imperatore, coenobii nostri Dominicani conditore, de Ioanne Friderico, electore Saxoniae, eiusdem coenobii instauratore, de Justo Menio, antistite Isenac. instaurationis illius administro. Auch dieſe Gegenſtände hätten bei einer Jubelfeier vorkommen müſſen. Im folgenden Jahre, 1745, ſchrieb Heuſinger ſeine treffliche Ab⸗ handlung: Scholae Isenacensis restitutae initia atqne incrementa. Dies Programm hätte ſeinem In⸗ halte nach in dieſem Jahre nicht geſchrieben werden können, wenn in dem vorhergehenden das Jubi⸗ läum wäre gefeiert worden. Denn er ſucht in demſelben zu beweiſen, daß der 21. Oktober**) 1544 als der eigentliche dies natalis der Schule anzuſehen ſei.

Demnach feiern wir in dieſem Jahre zum erſten Male, ſeitdem die Schule in dem jetzigen Ge⸗ bäude beſteht, den 18. Oktober als den Jubeltag unſeres Gymnaſiums. Se. Königl. Hoheit, der Großherzog, der erhabene Erhalter der Anſtalt, haben mittels höchſten Reſcriptes vom 5. März,

*) In Förſtemann's Album Academ. Viteberg. p. 204. befindet ſich unter den im Mai 1543 Inſcribirten auch: Vrbanus Schillingk Pris. **) Daß nicht dieſer Tag, ſondern der 18. Oktober anzunehmen ſei, iſt oben S. 4. Anmerkung erwähnt worden.

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