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fürſten und Seines erhabenen Hauſes. Darauf recitirte der Primaner Schwanitz ein deutſches metriſches Gebet, der Primaner Sommer eine lateiniſche Ode über die Worte: dignum laude virum musa vetat mori, und der Primaner Rink eine deutſche Ode„an das Vaterland;“ dann deklamirten je 2 Schüler aus den übrigen Klaſſen deutſche Gedichte und zum Schluſſe ſang der Chor einen Hymnus.
Am Schluſſe des vorigen Schuljahres betrug die Schülerzahl 84. Zu Oſtern 1841 wurden 13 zur Aufnahme angemeldet und geprüft, 9 davon aufgenommen, als Rudolf Adolf Steiner in Ter- tia; Guſtav König, Otto Wollenhaupt und Karl Auguſt Langlotz in Quarta; Karl Ferdinand Batſch, Guſtav Heim, Adolf Meurer, Otto Wilhelm Dietel und Wilhelm Boree in Quinta. — Zu Michaelis wurden 7 angemeldet, und nachdem Großherzogl. Oberkonſiſtorium Dispenſation ge⸗ währt hatte, zum Examen zugelaſſen; 5 davon wurden aufgenommen, nämlich Karl Friedrich Chriſtian Krug, Richard Witthauer, Hermann Stapf in Tertia; Rudolf Auguſt Stapf und Karl Au⸗ guſt Köhler in Quarta.
Dagegen gingen im Verlaufe des erſten Halbjahres ab: 1) Wilhelm Boree aus Quinta auf eine Penſionsanſtalt, 2) Adolf Baumbach aus Secunda, auf das Großherzogl. Schullehrer⸗Seminar, 3) Friedrich Karl Auguſt Scheffer aus Secunda, auf das Gymnaſium in Schleuſingen. Drei Jünglinge wurden zu Michaelis auf die Univerſität entlaſſen, als
1) Konrad Adolf Hugo Kind aus Vacha, um Medicin in Jena zu ſtudiren; Cenſur der Sitten IIa,
wiſſenſchaftliche faſt I.
2) Johann Georg Juſtin Eichler aus Vacha, um Theologie zu ſtudiren, zunächſt in Halle; Cenſur d.
S. Ia, wiſſenſchaftliche III.
3) Johann Valentin Breithaupt aus Großenlupnitz, stud. medic., Cenſur d. S. IIa, wiſſenſchaftliche
faſt II.
Das Winterhalbjahr wurde eröffnet mit 92 Schülern, als 11 in Prima, 12 in Secunda, 20 in Tertia, 33 in Quarta, 16 in Quinta. Davon gingen ab: 1) Wilhelm Fiſcher aus Secunda, 2) Emil Reichardt aus Quarta, um Apotheker, 3) Karl Auguſt Langlotz aus derſelben Klaſſe, um Schloſſer zu werden, zu Weihnachten; Adolf Rudolf Steiner aus Tertia, im Februar 1842, um ſich dem Forſtweſen zu widmen; 5) Otto May aus derſelben Klaſſe, am Schluſſe des Februar, wird Buchhändler; 6) Hermann Wislicenus ebenfalls aus Tertia, welcher Maler wird, und 7) Georg Chriſtoph Rudloff aus Prima, der ſich dem Poſtfache widmen will, haben ihren mit dem Schluſſe der Lectionen erfolgenden Abgang angezeigt.
Endlich werden zu Oſtern die Univerſität beziehen:
1) Karl Friedrich Konſtantin Sommer aus Eiſenach, um Philologie zu ſtudiren, zunächſt in Leipzig;
Cenſur der Sitten gut, wiſſenſchaftliche I.
2) Juſtin Gerlach aus Markſuhl, um in Jena die Rechte zu ſtudiren; Cenſur d. S. gut, wiſfen⸗
ſchaftliche II.
räumt, aber das Gebäude hatte ſo gelitten, daß bald eine neue Verlegung zur Sprache kam, und zwar kam ſie 1544 in das Dominicanerkloſter, welches wegen ſeines maſſiven Baues von den Verwüſtungen we⸗ nig gelitten hatte. Gleichzeitig wurde cl. IV. hinzugefügt, Stipendien geſtiftet, die Zahl der Lehrer ver⸗ mehrt, deren Gehalt beſtimmt, Verordnungen über ihre Anſtellung, Präſentation u. ſ. w. erlaſſen und der Name der Stadtſchule in den einer Landesſchule verwandelt, was ſie nun auch wirklich wurde,(Durch Kurfürſt Johann Friedrich.) S. Paullini histor Isen. p. 150. Zum gymnasium illustre, doch ſo, daß das hergebrachte ius patronatus ferner, wie zuvor, dem Rath zu Eiſenach verbliebe, erhob Herzog Johann Wilhelm die Schule durch Reſcript vom 26. Oktober 1707. S. Chriſt. Junckers Discours von dem erſten Jubel-Feſt des fürſtl. Gymnasii zu Eiſenach 1709. S. 9. Darum wurde auch dieſer, früher Conrector des fuͤrſtl. Sachſen⸗Hennebergiſchen gemeinſchaftlichen Gymnaſium zu Schleuſingen, vom Herzog Johann Wilhelm zu dem Rectorat der 1704 geſtifteten, ſammt dem seminarium theologicum am 28. Juli d. J. eingeweihten classis selecta, ſofort aber auch vom Rath der Stadt Eiſenach zu dem Rectorat aller übri⸗ gen(6) Klaſſen berufen.


