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Durch den Programmentauſch erhielt die Bibliothek die ſchon früher erwähnte Anzahl wiſſenſchaftli⸗ cher Abhandlungen und Schulſchriften.
Angekauft wurden: Jahn's Jahrbücher, Jahrg. 1840, Gehler phyſik. Wörterbuch 10. Bd., Wachs⸗ muth Geſchichte Frankreichs im Revolutionszeitalter I. Tb., Drumann Geſch. Roms 5. Bd., Becker Charikles 2 Bände, Bode Geſch. der hellen. Poeſie 3. Bd. 2. Abth., O. Müller Geſch. der griech. Literatur, 2 Bände, Pauly Realencyclop. Heft 26— 30, Stephani thes. lingu. gr. vol. III. fasc. 8, vol. IV, 7., Platonis opera, ed. Turicensis minor, 21 Bändchen, Lucianus ed. Jacobitz. tom. IV., Livius ed. Alschefski tom. I., San-Marte Wolfram von Eſchenbach II. Th., Lachmann der Nibelungen Noth und die Klage, 2. Ausgabe.
Für den Unterricht in der Geographie wurde angeſchafft Sydow's Wandkarten von Nord⸗ und Sud⸗ Amerika, 6 Karten des hiſtoriſchen Atlas von Spruner; für den Geſanguntericht der Liederbote, 4 Hefte.
Wichtigſte Verordnungen und Bekanntmachungen des Großher⸗ zoglichen hochpreislichen Oberkonſiſtorium.
Reſcript vom 2. April 1841: auf den Antrag der Gymnaſialdirektion, daß in Berückſichtigung der §. 3. der Verordnungen gegebenen Beſtimmung künftig nur zu Oſtern die Aufnahme neuer Schüler geſtattet werde, wird verordnet, daß der Oſtertermin für die Reception neuer Schüler als der eigentlich feſtgeſtellte anzuſehen, für die§. 3. der Verordnungen geſtatteten Ausnahmsfälle aber Dispenſation bei Großherzogl. Oberkonſiſtorium nachzuſuchen ſei.
Vom 10. September: es wird mit Beifall genehmigt, daß die Direktion die Abgangszeugniſſe der das Gymnaſium verlaſſenden Schüler nicht eher an dieſelben aushändige, als bis die Beſcheinigung über völlige Entrichtung des Schulgeldes und der übrigen Abgangsgebühren vorgezeigt ſei.
Vom 19. November: die Direktion wird benachrichtiget, daß in Zukunft und am nächſtbevorſte⸗ henden Vertheilungstermine des Elmpt'ſchen Stipendium, den 25. d. M., zum erſten Male der 4 pro⸗ centige Abwurf des Stiftungskapitales von 500 thlr. Curr. mit 20 thlr. Curr. oder 19 thlr. 10 ſgr. 4 pf. ·W. dergeſtalt zur Vertheilung zu bringen ſei, daß der Percipient aus Prima 9thlr. 20 ſgr. 2 pf. LW., die beiden andern Percipienten aber je 4thlr. 25 ſgr. 1 pf. LW. erhalten.
Vom 11. Februar 1842: Beſcheid auf ein Bedenken der Lehrer⸗Konferenz, daß das Schulſtipen⸗ dium am Schluſſe des zurückgelegten Schuljahres für daſſelbe, nicht für das neu beginnende vergeben werde, alſo auch die jedesmaligen Abiturienten(zu Oſtern) nach Befinden auf daſſelbe Auſpruch ma⸗ chen dürfen.
Unterſtuͤtzung einzelner Schuͤler.
Nach h. Reſcript vom 19. März 1841 wurde das Schulſtipendium ertheilt den Primanern Johann Georg Eichler, Guſtav Jäger, Karl Friedrich Schwanitz, Heinrich Rink, den Sekundanern Georg Chriſtoph Rudloff, Franz Amelung, Heinrich Schill, Franz Hotzel, den Tertianern Ferdinand Reinhard, Otto⸗ mar Kind, Friedrich Scheffer, Oskar Wislicenus.
Das Brodſtipendium genoſſen im Verlaufe des Jahres der Primaner Jäger, der Sekundaner Frie⸗ drich Scheffer, für den ſeit dem September der Sekundaner Ferdinand Reinhard eintrat, der Tertianer Karl Löwel und der Quartaner Adelbert Thiele.
Das Elmpt'ſche Stipendium erhielten nach h. Reſcript vom 29. Oktober 1841 der Primaner Guſtav Jäger, der Sekundaner Heinrich Schill, der Tertianer Oskar Wislicenus.
Die kalligraphiſchen Prämien nach h. Reſcript vom 25. Februar 1842 die Quartaner Chriſtian Ludwig und Auguſt Köhler, und der Quintaner Leonhard Zierdt.
Endlich gewährte das hochpreisliche Oberkonſiſtorium dem Primaner Jäger vollſtändigen Erlaß des Schulgeldes auf die Quartale Oſtern, Johannis und Michaelis 1841, dem Tertianer Karl Löwel zur Hälfte auf das Quartal Weihnachten 1840 und auf das ganze Schuljahr 1841.


