Jahrgang 
1840
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lacobitz, vol. III.; H. Stephani thes ling. graec. Vol. I, fasc. 5, II, 6, III, 1 3, 5. 6., IV, 3. 4; Bodes Geſch. der hellen. Pocſie, III. Bd.; Pauty's Rral⸗Encyrlopadie, 11. 18. Heft; Gehler's phyſikal. Wörterbuch, 9. Bd., 2. Abth.; Kortüm s Geſchichte des Mittelalters; Flathe's Geſchichte der neueren Zeit; Volger's Handbuch der Weltgeſchichte, 2 Bd. 2. Abth.; von Schubert's Reiſe in das Morgenland; Volksmärchen von B. Naubert, neue Ausgabe, 4 Bändchen; Chamiſſo's Werke, 5. und 6. Bd.; Nibelungenlied von K. Simrock, 2 Aufl.; Gudrun, herausg. von San-Marte; von demſel⸗ ben: Leben und Dichten Wolframs von Eſchenbach, 1 Bd.; Gedichte Walthers v. d. Vogelweide von K. Simrock und W. Wackernagel; Uhland: Walther von der Vogelweide ꝛc.; Eſ. Tegner's Frithjofs Sage überſ. von Mohnike.

Zu den früher angeführten Gegenſtänden des phyſikaliſchen Apparates ſind während dieſes Jahres hinzugekommen:

Ein Fernrohr, als aſtronomiſches, terreſtriſches und holländiſches zur Demonſtration eingerichtet; ein Flintglasprisma, nebſt Stativ; ein Helioſtatſpiegel; eine Vorrichtung zu den Fraunhofer'ſchen Ver⸗ ſuchen mit dem Prisma; drei Schieber mit verſchiedenen Gittern und Oeffnungen zu den Beugungser⸗ ſcheinungen des Lichtes; eine Vorrichtung, um die Newtonſchen Farbenringe zu zeigen; ein ſchwarzer Ka⸗ ſten mit meſſingenen Schiebern zu den Lichtbeugungs⸗ u. den Frauenhofer'ſchen Verſuchen in der dunkelen Kammer; ein dreifaches achromatiſches Prisma; ein fünffaches electriſches Flugrad; ein ſtarker Hufeiſen⸗ magnet nebſt Anker und Vorrichtung, um die inductrende Wirkung des Magnet zu zeigen; drei hölzerne Modelle: das Untertheil der Luftpumpe mit Hahn und Embolus, ein Kugel⸗ und Kegelventil darſtel⸗ lend; ein großes hölzernes Geſtell, zum berganlaufenden Kegel gehörig; ein Holzklotz mit einer Schrau⸗ benklemme, um das electro⸗magnetiſche Hufeiſen darin aufzuſtellen; eine Centrifugal⸗ oder Schwungma⸗ ſchine mit vollſtändigem Apparat, nämlich: das Untergeſtell mit Rad und Trilling; ein Arm mit 2 be⸗ weglichen Glasröhren, worin Queckſilber iſt; ein Arm mit zwei verſchiebbaren meſſingenen Kugeln und zwei Kugeln von Pockholz; eine gläſerne Kugel mit Faſſung von Meſſing, in welche Queck⸗ ſilber und gefärbter Weingeiſt gethan wird; eine Scheibe von polirtem Abornholz mit meſſingener Faſſung, zu mancherlei Verſuchen; ein galgenförmig gebogener Meſſingdraht mit einer Spirale, woran eine kleine Kreidekugel hängt, und mit einer kleinen Saule von Ebenholz, um damit die Starke des Schwunges ungefähr zu meſſen; ein großer Ballon von Meſſingreifen, um die durch den Schwung be⸗ wirkte Abplattung der Himmelskörper anſchaulich zu machen; eine feine Wage mit Stativ; ein Syſtem Gewichte von 1 Gran bis zu 1 Pfund; ein Stativ zu chemiſchen Arbeiten; ein meſſingener Hahn zum Anbinden an eine Blaſe, um Seifenblaſen mit verſchiedenen Gasarten machen zu können; ein Thermo⸗ meter mit vierfacher Skale; ein Brennglas in Meſſing gefaßt; ein pneumatiſches Feuerzeug; ein electri⸗ ſcher Glasbüſchel; ein allgemeiner Auslader nach Henley.

Endlich hatte Herr Obriſt und Schloßhauptmann, Freiherr von Egloffſtein, die Güte, dem Gym⸗ naſium einen Himmels⸗ und einen Erd⸗Globus, von einem engl. Fuß im Durchmeſſer, zu ſchenken.

Chronik des Gymnaſiums.

Die Eröffnung des neuen Lehr-Kurſus geſchah am 8. April 1839 mit Vorleſung derjenigen§§. der Geſetze, welche den Schülern durch die anregende und ermahnende Stimme des Lehrers von Zeit zu Zeit in das Gedächtniß zurückzurufen nöthig erſcheint. Der Stundenplan, welcher zum erſten Male gedruckt wurde, zeigte in Prima den Wegfall der doppelten Abtheilung für den griechiſchen Dichter, in Quinta den Wegfall des Famulus als Rechenlehrers. Dafür übernahm Profeſſor Dr. Mahr den ganzen mathe⸗ mathiſchen Unterricht auch in Quinta; die Iliade aber, welche die zweite Abtheilung der Prima bis dahin geleſen hatte, wurde in die Secunda, aus dieſer die Odyſſee in die Tertia gebracht. So war die im vorhergegangenen Jahre begonnene Abſtufung der Klaſſen vollendet. Der Anſtalt iſt nun ein Ziel geſteckt, wie es die Anforderungen der Zeit an die Gelehrtenſchulen nöthig machen. Dieſes Ziel aber iſt nicht Philologie, wie es einſeitige oder unfreundliche Beurtheilung nennen möchte, man müßte denn phi⸗ lologiſche Kenntniſſe, wie ſie das Gymnaſium bezweckt, alle diejenigen nennen, die nicht unmittelbar für die materiellen Intereſſen des gewöhnlichen Lebens im Handel und Wandel Gewinn und Frucht brin⸗ gen; dieſes Ziel iſt mit trefflichen Worten in den Verordnungen für die Schüͤler der beiden Landesgym⸗ naſien bezeichnet. Die Mittel aber, welche zur Erreichung deſſelben dienen ſollen, ſind auf dem hieſigen Gymnaſium keine anderen, als auf den Schweſteranſtalten des geſammten gebildeten Deutſchlandes, und