— 24—
Endlich unterwarf ſich einem beſonderen Examen
der Oberprimaner Friedrich Bauer aus Schmalkalden, um in Marburg Thierazneikunde zu ſtudiren. Er zeigte ſich ſeinen Kenntniſſen nach für dies Studium durchaus reif und er— hielt auch ſeines Fleißes und ſeiner Sittlichkeit wegen ein erfreuliches Zeugniß.
Dagegen wurden zu Oſtern von 18 Angemeldeten und Eraminirten 16, zu Michaelis von 9, die ſich dem Receptions⸗Examen unterworfen hatten, 7 aufgenommen und zwar 2 in Prima, 1 in Secunda, 3 in Tertia, 2 in Quarta, 15 in Quinta. Endlich kehrte ein Primaner nach längerer Krankheit in die Schule zurück.
So hatte zu Michaelis 1838 das Gymnaſium 113 Schüler und zwar 19 in Prima, 16 in Se- cunda, 25 in Tertia, 20 in Quarta, 33 in Quinta.
Im Januar 1839 wurden 12 angemeldet und geprüft, 11 davon aufgenommen, 4 in Quarta, 7 in Quinta.
Dagegen haben ſeit dem Schluſſe des vorigen Jahres bis jetzt 8 Schüler das Gymnaſium verlaſſen, um Oekonomie zu erlernen oder einem andern Berufe ſich zu widmen, und zwar 2 aus Prima, 3 aus Secunda, 2 aus Tertia, 1 aus Quinta.
Endlich gehen zu Oſtern aus Ober⸗Prima auf die Univerſität folgende Jünglinge:
1) Friedrich Maximilian Wittich aus Eiſenach, welcher in Göttingen Medicin ſtudiren wird; Cenſur der Sitten la, wiſſenſchaftliche II.*)
2) Albert Franz Reinhard aus Pferdsdorf af lI., deſſen Studium noch ungewiß iſt; Cenſur der Sitten la, wiſſenſchaftliche III.
3) Johann Chriſtoph Müller aus Biſchoffrode, stud. theol.; Cenſur der Sitten Ia, wiſſenſchaftliche II.
4) Guſtav Konſtantin Köhler aus Biſchoffrode, stud. medicin.; Cenſur der Sitten faſt IIa,(faſt zur Zufriedenheit), wiſſenſchaftliche II.
5) Karl Ebert aus Dermbach, stud. medicin., Cenſur der Sitten la, wiſſenſchaftliche II.
Die letzteren 4 werden nach Jena gehen. Alle aber geben uns die gerechte Hoffnung, daß ſie fortfahren werden, mit allem Ernſte nach wiſſenſchaftlicher Ausbildung zu ſtreben und durch Sittlichkeit ſich die Theilnahme aller Guten zu ſichern. Ihnen iſt ein verſchiedenes Maaß geiſtiger Kraft gegeben, aber alle vermögen es, jeder in ſeiner Weiſe, einſt dem Vaterlande zu nützen. Mögen ſie dieſe Hoffnungen ihrer Lehrer nicht täuſchen!
*) Dem oben erwaͤhnten Hoͤchſten Reſcripte zu Folge ſind von nun an 4 Grade der wiſſenſchaftlichen Cenſur:
I vorzuͤglich, II gut, III zureichend, IV nothduͤrftig vorbereitet.
Schulfeierlichkeiten.
Die öffentliche Hauptprüfung aller Gymnaſialklaſſen wird in folgender Weiſe gehalten werden: Montag, am 18. März in Prima und Secunda:
Vormittags 8— 11 Uhr: Religion in 1 und II, Prof. Weißenborn, Mathematik in I, Prof. Mahr, Sallust. Catil. in II, Direktor, Livius in I, Prof. Weißenborn.
Nachmittags 2—5 Uhr: Geſchichte in I, Prof. Briegleb, Mathem. in II, Prof. Mahr, Demosthenes in I, Direktor, Lucian in II, Prof. Briegleb.


