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Mathematik: Einleitung in die Math. und Eintheilung derſelben. Arithmetik: Definition des Begriffs Zahl, Aufſuchung der möglichen Rechnungsſpecies an den ganzen Zahlen unter zehn, Bildung ganzer Zahlen nach verſchiedenen Syſtemen, Veränderungen derſelben und Regeln dafür; gewöhnliche und Decimal⸗Brüche, poſitive und negative Zahlen; Zahlenausdrücke mit Paren⸗ theſen; allgemeine durch Buchſtaben bezeichnete Zahlen. Algebra: die einfachen Gleichungen vom erſten Grade bis zur Regel de tri, 3 St. Naturkunde: Erläuterung von Hoffmann's Un⸗ terricht von natürlichen Dingen,§§. 1— 34, 1 St., Prof. Mahr.
Quint a.
Religion: Geſchichte Jeſu; erſtes und zweites Gebot nach Herder's Katechismus, 2 St. Bibliſche Geſchichte: nach Engel's Geiſt der Bibel, bis§. 78, 1 St., Dr. Schwanitz und Diak. Kohl. Lateiniſche Sprache: Ellendt's Leſebuch bis§. 129, 4 St., Grammatik bis zur Ueberſicht der Lehre von den temporibus und modis, verbunden mit ſchriftlichen Uebungen, 3 St. Griechiſche: Formenlehre bis zu den Verbis contractis, Jacobs Leſebuch bis zu den§§. über das Paſſivum der regelmäßigen Verba, 4 St. Deutſche: Schriftliche Aufſätze, Auswendiglernen angemeſſener Lieder; Grammatik nach Becker's Leitfaden: formeller Theil, Anfang des ſyntak⸗ tiſchen, 4 St. Geographie: Allgem. Einleitung, Topographie, Oceanographie, Hydrographie, Orographie, 2 St. Geſchichte: thüringiſche bis zur Reformation; deutſche bis auf Heinrich I., 2 St. Naturkunde: nach Hoffmann bis§. 118, 2 St., Dr. Schwanitz. Mathematik: der Begriff Zahl, Veränderungsarten der ganzen und der gebrochenen Zahl, Regeln dieſer Verän⸗ derungen; Anfang der Formenlehre, 2 St., Prof. Mahr. Praktiſches Rechnen: die Aufgaben im Dieſterweg. Uebungsbuche bis§. 21 wurden gerechnet; im mündlichen Rechnen wurde mit den Brüchen angefangen, 2 St., Famulus Dorſchel.
Statiſtiſche Nachricht.
Im Januar 1838 betrug die Schülerzahl 125. Davon gingen zu Oſtern deſſelben Jahres ab:
Friedrich Wilhelm Geilfuß aus Kaltennordheim, um in Jena Theologie,
Heinrich Friedrich Schlegel vom Landſtreit, um in Leipzig Medicin zu ſtudiren, nachdem ſie vor dem Hochpreißlichen Oberkonſiſtorium das Maturitäts⸗Examen beſtanden und erſterer in ſittlicher Hinſicht die Cenſur IIa, und die wiſſenſchaftliche Ild, der zweite die Sitten⸗ Cenſur lb, die wiſſenſchaftliche IIa, erhalten hatte*).
Ferner verließen aus allen Klaſſen zwiſchen Oſtern und Michaelis, theils um auf andere Bildungsanſtalten ſich zu begeben, theils um einem praktiſchen Berufe ſich zu widmen, 2 auch, weil ſie die Schule nicht mehr geduldet haben würde, 31 das Gymnaſium. Auf die Univerſität begaben ſich zu Michaelis 3,
Leopold Walther aus Eiſenach, um in Jena die Rechte,
Heinrich Steinmetz aus Markſuhl, um ebendaſelbſt Theologie zu ſtudiren.
Dieſe beiden ſehr gut geſitteten und fleißigen Schüler waren die erſten, mit welchen das Lehrer-Kollegium die Maturitäts-Prüfung vornahm. Sie erhielten beide die Sitten⸗Cenſur la, die wiſſenſchaftliche II.
**) In den Sittenzeugniſſen bedeuten Ia, Ib, IIa, IIb, IIIa, IIIb, die Grade: lobenswerth, gut, zur Zufrie⸗ denheit, leidlich, nicht ohne Tadel, tadelhaft. Die Grade der wiſſenſchaftlichen Reife waren bisher J, II, III, vorzuͤglich, zureichend, nothduͤrftig vorbereitet.


