Jahrgang 
1839
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Vom 15. Februar: Genehmigung der vom Lehrer-⸗Kollegium vorgeſchlagenen Termine für die ſchriftlichen und mündlichen Prüfungen der Abiturienten und der übrigen Schüler, für die Cen⸗ ſurvertheilung, Verſetzung und den Rede⸗Aktus.

Vom 22. Februar: genehmigt die unentgeldliche Vertheilung des Programmes und des Lek⸗ tionsplanes an ſämmtliche Schüler.

Vom 26. Februar: Mittheilung eines Höchſten Reſcriptes vom 19. Februar, worin Sere- nissimus zu genehmigen gnädigſt geruht, daß künftighin die Cenſurgrade der wiſſenſchaftlichen Reife für die Univerſität auf vier vermehrt werden, indem zwiſchen die Gradevor züglich undhinreichend der Gradgut eingeſchaltet wird.

Außerdem iſt am 6. Januar vom Herrn OKPräſidenten Peucer in einer Zuſchrift dem Unterzeichneten eröffnet worden, daß mit der verehrlichen Curatel der Geſammt⸗Univerſität Jena

2 Michaelis 1838.. die Verabredung getroffen worden ſei, daß vom Semeſterſtern 185 ab die bei gedachter Uni⸗

verſität im Druck erſcheinenden Programme der Gymnaſialbibliothek zu Eiſenach zugehen und unmittelbar an die Gymnaſial-Direktion geſendet werden.

Belohnung und Unterſtuͤtzung einzelner Schuͤler.

Laut Hohem Reſcripte vom 9. März 1838 erhielten die kalligraphiſchen Prämien folgende Schüler: in Prima Wittich und Hoffmann; in Secunda Eichler und Sommer; in Tertia Metſchke und Schill; in Quarta Lorenz und Pabſt; in Quinta Tetſchner;

Laut Hohem Reſcripte vom 12. Oktbr. 1838 das Schulſtipendium folgende: in Prima Wittich, Walther, Steinmetz, Reinhard, Müller, Ebert, Krug, Preiß, Gilbert, Creuznacher, Roßtok, Kiel und Hotzel; in Secunda Kind, Eichler, Breithaupt, Jäger, Sälzer und Rink; in Tertia Bach, Burkhardt, Schill und Adolf Baumbach.

Das Elmpt'ſche Stipendium erhielten am 21. November der Primaner Ebert, welcher der Stiftung gemäß die deutſche Gedächtnißrede hielt, der Secundaner Jäger und der Tertianer Köchert.

Nach Hohem Reſcripte vom 1. März 1839 die kalligraphiſchen Prämien: in Quarta Pabſt und Ett, in Quinta Gulden.

Außerdem ſchenkte das Vorſteheramt der Klemdageſellſchaft am 12. April vorigen Jahres 1 Thlr. zum Ankaufe von Schulbüchern den Quartanern Dorſchel und Haupt, und den Quinta⸗ nern Kreich und Bechſtädt.

Auch war die von dem Unterzeichneten an den Wohlthätigkeitsſinn der Eiſenacher gerichtete Bitte, arme und würdige Schüler durch Tiſche oder auf andere Weiſe zu unterſtützen, nicht ver⸗ gebens. Einige Familien haben Schüler an ihren Tiſch genommen. Herzlicher Dank ſei ihnen dafür geſagt! Möge doch dieſe ſchöne Sitte allgemeiner werden und mögen unſere Schüler ſich immer recht eifrig beſtreben, ſolcher Theilnahme, die auch günſtig auf ihr Aeußeres einwirken wird, würdig zu ſein!

Lehrapparat. Die Gymnaſialbibliothek erhielt in dieſem Jahre einen anſehnlichen Zuwachs. Von einem im Jahre 1831 derſelben gewährten Gnadengeſchenke Ihrer Kaiſerl. Hoheit, der Frau Großher⸗ zogin, wurden nach einem Hohen Reſcripte vom 13. Juli 1838 50 Thlr. verwendet zum Ankaufe folgender Bücher: Deutſche Mythologie von Jakob Grimm; Kinder⸗ und Hausmährchen, geſammelt von den Brüdern Grimm, kleinere Ausgabe; Schiller's Werke, neueſte Ausgabe, 12 Bände; Adalb. von Chamiſſo's Werke, 4 Bände; Herling's theoretiſch⸗praktiſches Lehrbuch der Styliſtik, 2 Bände; 3*