Heinrich Peſtalozzi, als Menſch, Staatsbürger, Dichter und Erzieher
mit ſeinen eigenen Worten geſchildert.
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Statt eines Vorwortes des Sammlers dieſer Früchte.
Leſer! Ich will einige dieſer Anſichten, ſo wie er ſie in dieſen Selbſtgeſprächen ſich ſelber vorſtellte, darlegen; aber erwarte keinen größern Grad von Deutlichkeit, Ordnung, Vollſtändigkeit, Zuſammenhang und Reifung in der Darſtellung der Anſichten, als diejenigen, zu denen der Mann, deſſen Hauptanſichten ich hier darlege, bis jetzt ſelber gekommen; erwarte nichts als Bruchſtücke, wie ſie dieſem Manne im Chaos ſeines Strebens in der Finſternis als einzelne Lichtſtrahlen erſchienen, daſtanden, verſchwanden, wieder erſchienen und wechſelnd in Licht und Schatten noch unreif in ihm vorübergingen; erwarte einen lebendigen Traum des Wahrheit ſuchenden Mannes. Peſtalozzi's ſämmtliche Werke. Stuttgard 1819— 1826. XV Bände, 8. Band IV. Seite 238 f.
Er ſtieg durch ſein Herz und nicht durch ſeinen Kopf auf die Höhen ſeiner Menſchlichkeit. IV. 359.
Sein Glaube an die Güte der menſchlichen Natur.
Auch das größte Verderben, das aus Verirrungen der Menſchen entſpringen kann, tödtet die Menſchennatur ewig nie; ihre Wirkung kann ſtillgeſtellt werden; ihre Kraft iſt unauslöſchlich. Ww. Thl. I. zweite Vorr. zu Lienhard und Gertrud..
Es iſt noch viel Gutes in der Tiefe des Volkes ſelber, das früher oder ſpäter zur Wiederherſtellung eines beßern Zuſtandes deſſelben benutzt werden kann. III. 144. Das reinſte Gold liegt im Koth der Erde und im Geſtein der Gebirge. IHII. 278. 1


