G. Die neuen Lehrpläne.
An Oſtern 1926 treten die im Entwurf vorliegenden neuen„Lehrpläne für die höheren Schulen im Volksſtaat Heſſen“ in Kraft. Die mathematiſch⸗naturwiſſenſchaffliche Eigenart der Oberrealſchule wird durch ſie noch mehr betont, die Fremdſprachen treten, beſonders auf der Oberſtufe, zurück. Die Eigentätigkeit des Schülers ſoll nach den Grund⸗ ſätzen des Arbeitsunterrichts möglichſt gefördert werden, vor allem wird Wert gelegt auf eine umfaſſende Verbindung der einzelnen Fächer unter ſich. Die Stellung des Deutſchen und der ihm verwandten Fächer iſt geſtärkt. Vier wöchentliche Turn⸗ und Spielſtunden ſind verpflichtend in allen Klaſſen. Neu erſcheint Franzöſiſch in Sexta mit 6, Philoſ. Pro⸗ pädeutik in Prima mit 1 Wochenſtunde. Zur näheren Erläuterung diene die nachfolgende überſicht:
Fächer: VIVWV[um Om
Rrigion 2 2 2 2 L2 2 2122 Pbiloſ Propädeulft....-- 1 1 Denich........[.66[34 ,1 4. Faeh Staatsbürgerkunde.....——-—— 1 11 uhötht 1. neuere Fremoͤſprache(Franz.) 6 6 6 4 3 b 3 3 3 3 2. neuere Fremdſprache(Engl).——[s 4 3 2 2 2 Rechnen und Mathematik Naturwiſſenſchaſten. ee Zeichnen und Kunſunterich. 2 2 2 2 2 2 2 2. 2. Schreiben. 1 14——-————— Singen. 11—— 1 Zuſammen 28 28 29 30 30 30 30 32 32
*) 3 Mathematik und 2 darſtellende Geometrie.
Wahlfächer ſind Latein(ſe 3 St. in UII— Oh,, pphoſikaliſche, chemiſche, biologiſche Abungen(je 2 St. in Oll— Oh, Kurzſchrift Ge 2 St. in UIII— OlIl).— Jeder Schüler darf gleichzeitig höchſtens an 2 Wahlfächern teilnehmen.


