Jahrgang 
1917
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IV. Zur Geſchichte der Rnſtalt.

Im März 1916 wurde Herr Prof. Dr. Stockhauſen, weil nicht k.⸗v., von der Militär⸗ behörde beurlaubt; mit Beginn des Schuljahres konnte er in ſeine Oberlehrerſtelle eintreten. Zu Oſtern 1916 erloſch die kommiſſariſche Verwendung des Herrn Oberlehrers Beiſinger, er kehrte zu unſerer Anſtalt zurück. Am 1. Mai 1916 wurde Herr Prof. Hirſch zum Heeres⸗ dienſte einberufen. Herr Prof. Dr. Schwarz wurde von der Militärbehörde entlaſſen; nach vierwöchigem Erholungsurlaub, den ihm Großh. Miniſterium des Innern, Abteilung für Schul⸗ angelegenheiten, bewilligt hatte, konnte er vom 28. Mai ab wieder unterrichten. Neu über⸗ wieſen wurden uns die Herren: Lehramtsaſſeſſor Schacker durch Verfügung vom 22. April 1916, Lehramtsaſſeſſor Kreutzer durch Verfügung vom 4. Mai 1916, Lehramts⸗ referendar Dr. Zſchech durch Verfügung vom 4. Mai 1916, Lehramtsaſſeſſor Dr. Guſtav Weiß durch Verfügung vom 11. Mai 1916. Infolge Erkrankung im Heeresdienſte wurde Lehramtsaſſeſſor Armbruſter dort frei gegeben, durch Verfügung vom 27. Mai 1916 wurde ihm die Verwaltung einer Lehrerſtelle an unſerer Anſtalt übertragen. Den Dienſt übernahmen: Schacker am 1. Mai, Kreutzer, Zſchech am 9. Mai, Weiß am 15. Mai, Schwarz am 28. Mai, Armbruſter am 5. Juni. Leider erkrankte Herr Dr. Spira am 5. Juni ſo ernſtlich, daß er zunächſt nur einen Teil des Unterrichts übernehmen konnte, vom 1. Juli ab aber bis zum Schluſſe des Schuljahres beurlaubt werden mußte. Der Lehramtsreferendar Herr Wilhelm Weiler aus Worms, der im Kampfe für das Vaterland ſchwer verwundet worden war, wurde nach ſeiner Wiederherſtellung durch Verfügung vom 13. Juni 1916 unſerer Anſtalt zur Fort⸗ ſetzung ſeines Vorbereitungsdienſtes überwieſen; am 21. Juni begann er ſeine Tätigkeit. Am 26. Auguſt folgte Herr Oberlehrer Heuß dem Geſtellungsbefehl, der ihn zum Infanterie⸗ Regiment Nr. 168 nach Offenbach rief. Da er bei weiterer Unterſuchung für den Infanterie⸗ dienſt als g.⸗v. befunden wurde, gab ihn die Militärbehörde frei, und am 18. September 1916 konnte er ſeinen Unterricht wieder übernehmen. Leider ſchied am Ende der Sommerferien der verdienſtvolle Lehrer und ausgezeichnete Kollege Herr Prof. Vollhardt von der Anſtalt, um eine ihm an der Eleonorenſchule zu Darmſtadt übertragene Oberlehrerſtelle zu übernehmen. Für Vollhardt trat nach Verfügung vom 29. Juli 1916 Herr Dr. Ruppel, ſeither Lehramts⸗ aſſeſſor an der Realſchule zu Schotten, ein; am 9. Auguſt hielt er bei uns den erſten Unter⸗ richt. Durch Verfügung vom 3. Auguſt wurde Herr Lehramtsreferendar Schott der Schule zur Fortſetzung ſeines Vorbereitungsdienſtes zugewieſen.

Ein allerhöchſtes Dekret vom 1. Oktober 1916 ernannte den Lehramtsaſſeſſor Herrn Schmandt zum Oberlehrer an der Anſtalt, und an demſelben Tage wurden die Lehramts⸗ referendare Schacker und Schott zu Lehramtsaſſeſſoren befördert. Laut Verfügung vom 5. Oktober wurde dem Lehramtsreferendar Weiler die Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Eleonorenſchule zu Worms übertragen. Eine Verfügung vom 10. November 1916 berief Herrn Dr. Weiß nach Darmſtadt, wo er an der Liebigs⸗Oberrealſchule die Vertretung eines er⸗ krankten Lehrers übernehmen mußte; am 22. Februar 1917 kehrte er hierher zurück. Ende des Jahres 1916 wurde Herr Oberlehrer Dörſam aus dem Heeresdienſte beurlaubt; er konnte aber ſeine Stelle an unſerer Anſtalt nicht übernehmen, weil er vom 16. Januar 1917 an vorübergehend an der Liebigs⸗Oberrealſchule zu Darmſtadt aushelfen mußte. Für den 11. Januar 1917 erhielten Geſtellungsbefehle zur Artillerie die Herren: Prof. Börſtel, Oberlehrer Heuß, Lehramtsreferendar Dr. Zſchech. Im Dezember 1916 wurde Herr Prof. Herbert aus dem Hereresdienſte beurlaubt; ſeit dem 16. Januar 1917 verſieht