F. Jur Geſchiahte der Nuſtalt.
I. Derſonalangelegenheiten.
Mit Wirkung vom 18. April 1914 ſchieden von der Anſtalt die Herren:
Profeſſor Michel, dem durch Allerhöchſtes Dekret eine Lehrerſtelle an der Großh. Oberrealſchule zu Gießen übertragen wurde;
Oberlehrer Dreſcher, der durch das Kuratorium der Viktoriaſchule zu Darmſtadt gewählt und von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog zum Oberlehrer an dieſer Anſtalt ernannt wurde; Lehramtsaſſeſſor Dr. Mannheimer zur Verwaltung einer Lehrerſtelle an der höheren Bürgerſchule zu Vilbel; Lehramtsaſſeſſor Schwarz, der in die Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Oberrealſchule am Friedrichs⸗
platz zu Offenbach a. M. eintrat;
Lehramtsaſſeſſor Dr. Racke, erhält die Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Realſchule zu Butzbach;
Lehramtsaſſeſſor(ſeit 1. April 1914) Dr. Weiß, der mit Genehmigung Großh. Miniſterium d. J. an dem Realgymnaſium zu Gießen unterrichten ſoll und gleichzeitig eine Aſſiſtentenſtelle an dem mineralogiſchen Inſtitut der Landesuniverſität verſieht.
An dem gleichen Tage traten an der hieſigen Anſtalt ein die Herren:
Profeſſor Haacke, ſeither an der Oberrealſchule am Stadthaus zu Offenbach a. M.;
Oberlehrer Dr. Stockhauſen, ſeither an der höheren Bürgerſchule zu Vilbel;
Oberlehrer Dr. Schwarz, ſeither an der Realſchule zu Dieburg;
Lehramtsreferendar Dr. Blaß, der ſeinen Vorbereitungsdienſt fortſetzt.
1. Mai 1914. Dem Oberlehrer Hirſch wird der Charakter als Profeſſor verliehen.
6. Juli 1914. Dem Reallehrer Faulſtroh wird durch Großh. Miniſterium d. J. ein Zuſchuß zur Teil⸗ nahme an dem„Würzburger Fortbildungskurſus für Schulgeſangslehrer“ gewährt.
Auguſt 1914. Infolge des Krieges wurden zum Heere einberufen die Kollegen: Glenz, Stockhauſen, Franz, Seiler, Jakob, Diemer, Dörſam, Jung, fhlheim, Blaß, Bernhard, Haaß, Wolf. Die Unterrichtsverteilung mußte Anderungen erfahren, und neue Lehrkräfte mußten eintreten. Die Schulabteilung überwies uns den Lehramtsaſſeſſor Dr. Pfannkuchen, freiwillig übernahmen Unterrichtsſtunden Lehramtsaſſeſſor Armbruſter, Lehrer i. R. Schmahl(Worms) und Fräulein Uhrig(Worms). Für dieſe freiwillige Tätigkeit ſei hier herzlich gedankt.
7. September 1914. Herr Haaß, der nur garniſonsdienſttauglich iſt, wird auf Nachſuchen für den Monat September von militäriſchen Dienſtleiſtungen befreit und übernimmt wieder ſeinen Unterricht, Fräulein Uhrig ſcheidet aus dem freiwillig übernommenen Dienſte aus. Der Urlaub für Herrn Haaß wird allmählich bis zum Schluſſe des Schuljahres verlängert.
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