A. Der Anterricht.
Der Unterrichtsſtoff wird den amtlichen Lehrplänen entſprechend behandelt. Wir beſchränken uns hier auf die Mitteilung der Aufſatzthemata der oberen Klaſſen und des fremd⸗ ſprachlichen Lehrſtoffs.
1. Deutſche Aufſätze.*)
OI. 1.* Schillers Anſchauung vom Verhältnis der Kunſt zur Wiſſenſchaft.(Nach ſeiner Dichtung„Die Künſtler.“) 2. Briefe und Träume in Schillers Jugenddramen. 3.* Die Elektrizität im Dienſte des Menſchen. 4. Die Segnungen des Friedens, erwieſen am Aufſchwung Preußens nach 1763 und Deutſchlands nach 1870/71. 5.„Lebe gern und mit Luſt, und ſcheue den Tod nicht.“ Ein Wahlſpruch Egmonts, eine Mahnung für jeden. 6.* Iphigeniens Ver⸗ hältnis zu Thoas. 7.* Worin gleichen und inwiefern unterſcheiden ſich der Herzog Alba und Octavio Piccolomini? 8.(Prüfungsaufſatz) Wallenſteins Verrat.
UI. 1.* Warum haben die Bildhauer den Laokoon nicht ſchreiend dargeſtellt, wie dies der Dichter getan hat? 2. Der Rhein, Deutſchlands Strom. 3. Aus welchen Gründen tötet Brutus ſeinen Freund Caeſar, und wie rechtfertigt er ſeine Tat? 4.“ Die Begegnung der beiden Königinnen.(„Maria Stuart.“) 5. Leiceſter, Burleigh und Shrewsbury, drei Diener der Königin Eliſabeth.(„Maria Stuart.“) 6.* Johannas Vaterhaus und ihre Familie.(J. v. O.) 7. Alt⸗Frankfurt zur Zeit Goethes. 8.* Goethe in Leipzig und in Straßburg.
OII. 1.“ Der Prolog zur Jungfrau von Orleans, ein Schauſpiel im kleinen. 2. Johannas Schuld, Läuterung und Entſühnung. 3. Das Unterrichtsweſen in Frankreich. 4. Was erfahren wir über Siegfried und Kriemhild in den ſechs erſten Abenteuern des Nibe⸗ lungenlieds? 5.* Hagen der Grimme, aber auch der Treue. 6. Die deutſchen Minneſänger des zwölften Jahrhunderts und ihre franzöſiſchen Vorbilder. 7.* Die Vertreter der einzelnen Truppen⸗ gattungen in Wallenſteins Lager. 8. Queſtenbergs Sendung. 9.„Les grandes amours travaillent pour le ciel“, der Grundgedanke in Roſtands„Princesse lointaine.“
UIIa. 1.* Die Beſtimmung der Glocke. 2.* Eine Feuersbrunſt. 3.* Der Bau eines Hauſes. 4.* Welche Charaktereigenſchaften erkennen wir am Wirt im erſten Geſang von Goethes Hermann und Dorothea? 5.* Wie gelingt es der Mutter erſt allmählich, dem Sohne das Ge⸗ heimnis ſeines Kummers zu entlocken? 6.* Finden die in Leſſings„Laokoon“ aufgeſtellten Grundſätze in Goethes„Hermann und Dorothea“ ihre Beſtätigung? 7.* Der Zuſtand der Menſchen vor der Einführung des Ackerbaues nach Schillers„Das Eleuſiſche Feſt.“ 8.* Brief Werner Stauffachers an Pfeiffer von Luzern(Abgangszeit nach Schluß des erſten Aufzuges von Schillers„Wilhelm Tell.“) 9.* Walther, Tells Sohn.(Ein Charakterbild nach Schillers „Wilhelm Tell.“) 10.* Welche Mittel wendet Schiller an, um Tells Tat zu mildern?
UIIb. 1.* Der Glockenguß(nach Schillers Lied von der Glocke). 2.* Der Feierabend, eine Schilderung nach Schillers Lied von der Glocke. 3. Phäakenleben(nach Homers Odyſſee) 4. Die Zuſtände auf Ithaka unmittelbar vor der Rückkehr des Odyſſeus. 5.* Wie ſah das Städtchen aus, das Goethe zum Schauplatz ſeines Gedichtes„Hermann und Dorothea“ erwählt hat? 6.* Warum verwünſcht Kaſſandra ihre Sehergabe? 7.* Die Entwicklungsſtufen der Menſchheit(nach dem Eleuſiſchen Feſt v. Schiller). 8.* Die Expoſition in Schillers„Tell.“
9.* Die Vorfabel zu Schillers„Tell.“ 10.* Schillers Leben
*) Die mit* verſehenen Aufſätze wurden in der Klaſſe geſchrieben.


