Jahrgang 
1927
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und Würzburg, und nach einer zweitägigen Durchquerung des Speſſarts beſichtigte man Aſchaffenburg. Schließlich brachte der Zug die Schar nach Darmſtadt, wo die Beſichtigung der Madonna Holbeins die an Eindrücken reiche, mit geringem Geldaufwand beſtrittene Fahrt beſchloß.

10. DerWanderbund Pfadfinder, der 55 Mitglieder zählte, konnte unter der bewährten Führung des Herr Studienrat Diehl 4 Wanderungen ausführen. In den Oſterferien ging es vom 10. 16. April 1926 an den immer wieder gern aufgeſuchten Vierwaldſtätterſee und ſeinen Tellſtätten, diesmal wurde die Wanderung auch auf die Gotthardſtraße bis Andermatt ausgedehnt und der Rigi beſtiegen. In den Herbſtferien beſuchte der Wanderbund vom 28. September bis 7. Oktober die All⸗ gäuer Alpen(Obersdorf und Füſſen), einen herrlichen, ausſichtsreichen Tag durfte er auf dem Säuling erleben. Am 28. Mai waren der Altkönig und der Feldberg im Taunus das Wanderziel, und die 75. Wanderung führte am 4. Januar 1927 in die Winterpracht des Pfälzer Waldes.

11. Turnen, Spiel und Sport wurden weiter eifrig gepflegt. Einen beſonders erfreulichen Aufſchwung hat das Schwimmen im verfloſſenen Schuljahr genommen. Nach vorbereitenden Uebungen in VI und V waren in IV der Schwimmunterricht obligatoriſch. Er wurde von Herrn Oberreallehrer Görtz in dem ſtädtiſchen Schwimmbad mit ſeinem hygieniſch einwandfreien Waſſer und ſeiner unbedingt

ſicheren Bauart abgehalten. Von 20 Schülern waren am Ende des Sommers 15 des Schwimmen kundig.

Auch das Schwimmen außerhalb der Schule wurde in jeder Weiſe unterſtützt. Von 192 Schülern haben 123 geſchwommen. Unter dieſen waren 32 die ſich freigeſchwommen haben, und es wurden bei Schwimmwettkämpfen 11 erſte, 4 zweite und 4 dritte Siege errungen.

Den Ruderſport pflegten 26 Schüler, davon 21 in Vereinen, 36 Schüler turnten in Vereinen, und 7 trieben Leichtathletik.

Im Rahmen der vom Landesamt für Bildungsweſen für die höheren Schulen angeordneten Schlagballwettſpiele um ein als Wanderpreis von dem heſſiſchen Philologenverein geſtiftetes Banner wurde das Gymnaſium Worms zum Bezirksleiter für die Wettkämpfe des Bezirks Rheinheſſen/Süd ernannt, in ihm blieb am 28. Juni die Mannſchaft der Aufbauſchule Alzey Siegerin.

Die Reichsjugendwettkämpfe fanden am 27. und 28. Auguſt ſtatt, und zwar am 27. die Schwimm⸗ wettkämpfe in der Badeanſtalt des Schwimmſportvereins Heſſen, am 28. die Wettkämpfe mit volkstümlichen Uebungen auf dem Sportplatze der Turngemeinde vor der Straßenbrücke und die Geräteübungen in unſerer Turnhalle. Es beteiligten fich vom Gymnaſium 52 Schüler, und es konnten am 6. November durch Herrn Obereallehrer Görtz 5 Urkunden des Herrn Reichzpräſidenten und 34 Urkunden des Reichsausſchuſſes für Leibesübungen an die Sieger ausgehändigt werden.

10. Mit Zuſtimmung der Elternſchaft ſchloſſen wir mit der Frankfurter Allgemeinen Verſicherungs⸗ A. G., für ſämtliche Schüler und Beamte des Gymnaſiums ein Kollektiv⸗Schulbeſuchsver⸗ ſicherung ab. Gegen die geringe Jahresprämie von 1 Mk. übernahm die genannte Verſicherung bei Unfällen auf den Schulgrundſtücken während der Unterrichtszeit, bei Veranſtaltungen der Schule oder eines Schülerſportvereins außerhalb des Schulgrundſtückes und auf dem Wege zu und von der Schule folgende Leiſtungen: 1. Die Koſten des Heilverfahrens bis zu täglich 5 Mk., jedoch längſtens auf 1 Jahr, 2. im Falle der Invalidität, früheſtens jedoch nach Vollendung des 18. Lebensjahres Aus⸗ zahlung eines einmaligen Kapitalbetrages bis 10000 Mk. je nach dem Grade der Invalidität, 3. im Todesfalle Vergütung des orts⸗ und ſtandesüblichen Beſtattungsaufwandes bis zu 1000 Mk.

13. Die Pflege freundſchaftlicher Beziehungen zu den übrigen Schulen unſerer Stadt entſprang der Ueberzeugung, daß die hohen Ziele der Erziehung und Bildung der Jugend nur dann erreichbar ſind, wenn die Vertreter aller Schulen im Bewußtſein ihrer inneren Zuſammen⸗