Jahrgang 
1904
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An die Stelle des Herrn Profeſſors Veith kam Herr Oberlehrer Friedrich Kraft, ſeither an der Höheren Mädchenſchule und dem Lehrerinnen⸗Seminar zu Mainz..

Kraft, Friedrich, geb. 21. 5. 1869 in Gießen, beſuchte(bis Herbſt 1882) das Gymnaſium und abſolvierte(Oſtern 1888) am Realgymnaſium ſeiner Vaterſtadt, ſtudierte neuere Sprachen daſelbſt und war nach dem Staatsexamen(Herbſt 1893) ein Jahr Mitglied des pädagogiſchen Seminars in Gießen, dann(bis Oſtern 1900) an der Goetheſchule in Offenbach, anfangs zugleich am dortigen Gymnaſium und der Realſchule tätig. Mit Wirkung vom 22. April 1900 wurde er als Oberlehrer an der Höheren Mädchenſchule und dem Lehrerinnenſeminar zu Mainz angeſtellt und blieb in dieſer Stellung bis zu ſeiner Verſetzung an das Gymnaſium und die Oberrealſchule zu Worms Oſtern 1903.

Mit Beginn des Schuljahres verlies uns Herr Profeſſor Dr. Hermann Schäf er um als Direktor die Leitung des Großherzogl. Schullehrerſeminars zu Friedberg zu übernehmen. Wie ſehr wir uns auch über dieſe ehrenvolle Beförderung unſeres hochgeſchätzten Kollegen freuen konnten, ſo mußten wir doch nicht minder lebhaft den Weggang eines ſo tüchtigen Erziehers, treuen Kollegen und trefflichen Charakters aus einem langjährigen und

ſegensreichen Wirkungskreis bedauern. Unſere beſten Wünſche begleiten Herrn Direktor Dr. Schäfer in ſeine neue und verantwortungsvolle Stellung.

. Seine Stelle übernahm am 18. Mai Herr Oberlehrer Otto Gros, ſeither Pfarrer zu Zotzenheim in Rheinheſſen.

Gros, Otto, geboren 4. November 1866 zu Nieder⸗Ems(Reg.⸗Bez. Wiesbaden,, beſuchte die Gymnaſien zu Wiesbaden und Darmſtadt; Abiturientenexamen Oſtern 1887; ſtudierte evang. Theologie in Marburg und Erlangen, abſolvierte die erſte theolog. Prüfung Oſtern 1891, woran ſich der Jahreskurs im theol. Seminar zu Herborn anſchloß. Nach der theol. Staatsprüfung (Auguſt 1892) trat er in den heſſiſchen Pfarrdienſt ein und war in den Pfarrſtellen zu Langen, Leidhecken, Burkhards und Zotzenheim tätig. Durch Dekret vom 1. Oktober 1903 ward er als Oberlehrer am Gymnaſium und der Oberrealſchule zu Worms angeſtellt.

Herr Oberlehrer Dr. med. Ludwig Wagner trat in den Großherzogl. Oldenburg. Staatsdienſt über und wurde Oberlehrer an der Realſchule zu Oberſtein⸗Idar a. Nahe. Wir ſahen den kenntnisreichen und tüchtigen Erzieher, der uns in hygieniſchen Angelegenheiten der Schule ſtets ein fürſorglicher und treuer Berater war, ſehr ungern ſcheiden. Die beſten Wünſche von Kollegen und Schülern folgen ihm in ſeinen neuen Wirkungskreis nach. An ſeine Stelle kam Herr Oberlehrer Dr. Fritz Meyer, ſeither Rektor der höheren Bürgerſchule zu Gau⸗Odernheim.

Dr. Fritz Meyer, geboren am 21. Februar 1870 zu Fulda(Rbz.Caſſel), beſuchte die Volksſchule und das Realgymnaſium zu Mainz, das er nach beſtandener Maturitätsprüfung 1890 verließ, um an den Univerſitäten Gießen und Berlin Naturwiſſenſchaften zu ſtudieren. Die Staats⸗ prüfung beſtand er Oſtern 1896 und legte ſodann ſeinen Akzeß am Neuen Gymnaſium zu Darmſtadt ab, worauf er Verwendung an der Realſchule zu Gernsheim von Oſtern 1897 bis Oſtern 1898 fand. Im Frühjahr 1898 promovierte er an der Landesuniverſität Gießen in Geographie mit der DiſſertationZur Kenntnis des Hunsrücks. Hierauf Verwendung als Leiter der höheren Bürgerſchule zu Gau⸗Odernheim, an der er am 1. April 1902 zum Oberlehrer ernannt ward. Durch Allerhöchſtes Dekret vom 30. März 1903 wurde er an das Gymnaſium und die Oberrealſchule zu Worms verſetzt.

Ferner wurden Akzeſſiſt Dr. Schroeder als Aſſiſtent an das chemiſche Univerſitäts⸗ laboratorium nach Gießen und Herr Aſſeſſor Knauß an das Realgymnaſium nach Gießen verſetzt. Für Herrn Dr. Schroeder trat Herr Akzeſſiſt Herbert und für Herrn Knauß Herr Akzeſſiſt Schulze ein. Für die vom 1. April 1903 an auf 8 Wochen eingezogenen Herren Kollegen Hertſch und Dr. Breidenbach wurde der Anſtalt Herr Akzeſſiſt Dreher als Vertreter überwieſen, der nach Wiedereintritt beider Herren vom 27. Mai ab die Vertretung für den ſeit Oſtern erkrankten Herrn Profeſſor Dr. Scheuermann bis zum 5. Juli 1904 über⸗ nahm. Da Herr Profeſſor Dr. Scheuermann krankheitshalber noch bis zum Schluß des Sommerhalb⸗