Jahrgang 
1901
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13 E Lehrverfaſſung der Oberrealſchule.

O Unter Ober⸗. Ober. Lehrgegenſtände. Sexta Quinta Quarta nteie Doers V Se⸗ Se⸗ Anen Dün

V V kundakunda Reigi.... 2 2 2 2 2 2 2 2 2 Deutſch..... 10 6 5 3 3 4 4 4 4 Franzöſiſch..... 7 76 5 5 4 4 4 Engliſch..... 5 4 3 3 4 4 Geſchichte....... 2 2 2 2 2 2 2 Geographice... 2 3 2 2 2 2 1 1 1 Mathematik.. 6 35 6 6 6 5 6 5 5 Geometriſches eichnen 1 1 2 2 Naturgeſchichte. 2 2 2 2 2 Chemie.. 3 3 3 3 Chemiſches Praktikum 2 2 Phyſik. 2 2 3 3 3 Phyſikaliſches Praktikum- 2 2 Freihandzeichnen V 2 2 2 2 2 2 2 2 2 Schreiben.. 3 2 2 V Tn.... 2 2 2 Singen 1 1 1 1 1 1 1 1 1

Die Unterprima wird zu Orern 1901, die Oberprima zu Oſtern 1902 errichtet. Die erſte Reiſeprüfung findet zu Oſtern 1903 ſtatt. Die Berechtigungen der Oberrealſchule nd unter G. mitgeteilt.

F. Das Ergebnis der durch Herrn Dr. med. Gebb ausgeführten

Augenunterſuchungen.

Der Befund der Augen der Schüler des Gymnaſiums, der Realſchule und Vorſchule iſt im allgemeinen als nicht ungünſtig zu bezeichnen.

Es fanden ſich im Gymnaſium 76% Emetropen(normalſichtige, die ohne Glas Seh⸗ ſchärfe ⸗½1 haben) in der Realſchule 80%, Emetropeu, in der Vorſchule 75% Emetropen.

Die Zahl der Emetropen nimmt nach den oberen Klaſſen hin ab, am meiſten in den 3 oberſten Klaſſen; im Gymnaſium mehr wie in der Realſchule.

Die Zahl der Kurzſichtigen nimmt dem entſprechend zu. Sehr hochgradig Kurzſichtige wurden nicht gefunden.

Es waren in der Oberprima im Jahre 1899= 33% Kurzſichtige,

1 1900= 25% 1 In der oberſten Klaſſe der Realſchule 1899= 17% * 1900 23%

Die geringe Anzahl der Emetropen in der Vorſchule= 75% erklärt ſich dadurch, daß in einer Klaſſe 20% der Schüler waren, deren verminderte Sehſchärfe auf äußerlich ſichtbare Augenfehler und Krankheiten und deren Folgen zurückzuführen waren, die zum Teil in mangel⸗ hafter häuslicher Pflege ihren Grund haben.

Von äußerlichen Erkrankungen wurden häufig der für Worms charakteriſtiſche Follicular⸗ catarrh der Augenbindehaut und Lidrandentzündungen feſtgeſtellt.

Gefährliche infektiöſe Augenentzündungen oder Reſiduen von ſolchen gab es überhaupt nicht.