— 36—
ders die in der Geographienund Geſchichte erwähnten und die durch Schaden oder Nutzen ausgezeichneten Thiere hervorheben. Bei dem llebergang von einer Thierklaſſe zu einer andern zeigen wirnan einem Skelette die charakreriſtiſchen Merkmale der neuen Klaſſe und weiſen auf das mit den andern Klaſſen Gemeinſame hinz ſonſt bleibt der Gang ades Unterrichtes derſelben Das zweite Jahr betrachtet die wirbelloſen Thiere in ganz ähnlicher Weiſe, wobei das Mikrofkop die dem Auge unſichtbate Welt ſo viel als möglich den Schülern vorführthin Den Schluß der Zoologie bildetneine allgemeine Ueberſicht uͤber das ganze Thierreich nach einembeſtimmten Syſteme, ſowie das Wichtigſte aus der Körperlehre des Meuſchen. Das dritter und vierte Jahr bringt Botanik.„Anſtatt die Organe der Pflanzen in ihren mannigfalligen Formen erſt weitläufig zu beſprechen, wie dies der allgemeine Theil aller botani⸗ ſchen Lehrbücher bringt„geht man uch hier alsbald zur Beſchreibung von Pflanzen überadie man in der Reihenfolge eines natürlichen Syſtems vornimmt, ohne aber vorerſt das Kind mit dieſem Syſtem vertraut zu machen. Das Syſtem exiſtiert nur für den Lehrer, für den Schüler noch nicht.“⸗Nur die Pflanze als Pflanze wird vorgeführt und beſchrieben, wobei aber auch nur die weſentlichſten Merkmale betrachtet werdeit können, denn wir haben es noch iimmer mit Kindern zunthun, was man nie vergeſſen darf zir alle feinen Unterſcheidungskennzeichen(einzelner Arten liegen uns fern. Wir wählen unſern Stoff aus den Nutz⸗ und Giftpflanzen ver Heimath und des Auslandes. Iſt der Sinn des Kindes für die Eindrücke der Pflanzenwelt erwecktz ſo witd es ſchon von ſelbſt auch nach denin der Schule nicht beſchriebenen Pflanzen der Uingegend forſchen. Im eiſten“ Jahr bilven dien Dikotyledoneik, im zweiten die Monokotyledonen und Akotyledonen ven Gegenſtand des Unterrichtesin Imzweiten Jahre bleibt moch hinlaͤnglich Zeitnübrig, um das Linne'ſcheund ein matürliches Syſtemuvorzuführen, deren Nützlichkeit und Uneiitbehrlichkeit für den Botaniker dabei betont wirdte Den Schluß der Botanik bildet das Wichtigſte aus der Pflanzenphyſtologie ſoweit mund dieſelbe vohne die noch fehlenden Kenntniſſe der Chemie und Phyfik lehren kannädi enlnin enhhi we hilnd 1ed menarr rne ſint did mpi Die Mineralogiei iſt mehr eln Lehrgegenſtand für polytechniſche⸗Schulen undullniverſitäten und iſt höchſtens in der oberſten Klaſſe unſeternnunmehr erweiterten Realſchulen mit gewiſſen Beſchraͤnkungen zu lehrenn dandas Erkennen der Merkmale der kinzetnen Mineratien theoretiſche und praktiſche Kennt⸗ niſſe in! Phyſikrund Chemiie Lerlangt, wie ſie in dem Mauße unſerer bisherigen Reatſchulen, dier ihre meiſten Schüler mit dem 14ten Lebensjahre entließen, nicht zu ageben vermochton! Das Wiſſen der verſchiedenen Kryſtallſyſteme und veren Formien gibt noch lange nicht die Fähigkeit) die Form eines vorliegenden Minerals zu beſtimmen und die übrigen Kennzeichen der meiſten Mineralien ſind ja oft ſo ſehr veränderlich, daß die Identität zweier Mineralien nur durch genaue Verſuche feſtzuſtellen iſt. Es hält deßhalb dem Lehrer ſchwer, ohne tiefes Eingehen in die verſchiedenen Eigenſchaften der Körper ein klares, anſchauliches Bild von ihnen zu geben. Welchen Werth hai aber das bloße Kennen der Namen von Steinen für vie Schüler? Sachkenntniß und Namenkenntniß iſt zu erſtreben. Viele Lehrer nehmen häüfig das Wichtigſte aus der Mineralogie in den Chemieſtunden vor, indem ſie bei Beſprechung der einzelnen Elemente, die von dieſen gebildeten Mineralien den Schülern vorführen und ſte ſo mit den am charakteriſtiſch ausgeprägteſten Steinen und Metallen bekannt machen. Dieſer Unter⸗ richtsgang iſt beſonders für ſolche Anſtalten, in welchen, wie in Gymnaſien, die Zeit für den Unter⸗ richt der Naturwiſſenſchaft beſchränkt iſt, ſehr zu empfehlen, da hierdurch eine Baſis für einen ſpäteren, weitergehenden Unterricht geſchaffen wird, Kann dem Unterichte der Mineralogie eine beſondere Stunde gewidmer werden, ſo iſt es auch hier am Geeignetſten, ſich nicht bei dem allgemeinen Theile aufzu⸗ halnen ion em nach Vahahagen der weſentlichſten Punkte, auf die bei jedem Mineral h dehn iſt,
Hoihd inn naiiznäldhnn müninhint il nachſimisdnn rofun rim dam 121 namdi ion en lräflen
4


