Jahrgang 
1869
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können wir uns vor Schaden bewahren oder die uns durch ſie gebotenen Vortheile genießen. Trotz dieſer ſo nahe dane Aufforderung, die Natur durch Beſchauung kennen zu lernen, wird der Unter⸗ richt der Naturwiſſenſ cet in uien uuulen nicht immer in entſprechender Weiſe behandelt und oft lagt dAhäun u terricht dder N atüngeſchichit ſchrf dn Argen. Anälhſteten, und Syſtematiſie ten

bilden vielfach den Hauptgegenſtaup 65 Verrihffing aagreh 4. im Allgemeinen die ver⸗

ſchiedenen Formen der einzelnen dile 8* ieren un nen die Syſteme mit den Merkmalen der einzelnen Abtheilungen derſelben) ſowie diegNamen der dahin gehörigen Thiere und Pflanzen, aber eine ſpecielle Kenntniß der einzelnen Körper ſelbſt bleibt ihnen meiſt fremd, da eine genaue Beſchreibung derſelben, wodurch das Kind ein lebendiges Bild von ihnen erhält, nicht, gegeben wirden Und voch iſt bei jedem Unterrichte Sachkenntniß Hauptſache, Namenkenntniß Nebenſache., n Kennenlernen der Haupteigenſchaften der einzelnen Naturkörper durch verſtändiges Anſchauen, ſowie Kennenlernen der fihre Exiſtenz bedingenden Faktoren und der im Laufe der Zeit mit ihnen vorgehenden Veränderungen muß Gegenſtand eines jeden naturwiſſenſchaftlichen Unterrichtes ſein. Bei einem aus⸗ führlichen Unterrichte ergeben ſich von ſelbſt die hexvortretenden Aehnlichkeiten und Unaähnlichkeiten der verſchiedenen Körper und ſie veranlaſſen uns, die bekannt⸗ gewordenen gleichartigen Körper in Gruppen zeſaeenbbielenean ſie deſe dem Wbächinihe heigen, an bnens der vinſdorihhe Theie bildet

jeder ein vachneges Gtiedii im tanaſchen Ganen in und die Eniftenz eines waedeug die, Ginren eines andern bedingte en 12 IDl Mudnau; ſialunſframfule Mas anisf mdi dnn an Inſ zpule 8'ni 1 u He In jeder guten Volksſchule werden, wenn auch bei gexingem Zeitaufwande, ſchon in 5 unterſten Klaſſen in dem Anſchauungsunterrichte einzelne Thiere und Pflanzen betrachtet, und es wird dadurch die Aufmerkſamkeit fuür Naturgegenſtände in dem Kinde ſchon frühe geweckt, Die Kinder kommen alſo mit gewiſſen Vorſtellungen von Naturkörpern in die Realſchulen und Gymnaſien, woſelbſt nun ihre Kenntniſſe in möglichſt ausgedehnter Weiſe der Art erweitert werden müſſen, daß der junge, Menſch, wenn er die ganze Anſtalt durchtaufen hat mit den verſchiedenen Raturkörpern und den in der, Natur herrſchenden Geſetze vertraut iſt. Einen möglichſt vollſtändigen Ueberblick über die 3 Natuxreiche muß daher eine jede höhere Lehranſtalt ihren Schülern geben, beſonders, da die Bekanntſchaft hiermit nicht nur Klarheit über verſchiedene Vorgänge in der Natur hervorruft, ſondern auch das Verſtändniß von Sitten und Gebräuchen fremder Völker, welche ja durch Beſchaffenheit des Bodens, durch Gewaͤchſe und Thiere beſtimmt werden, dadurch erleichtert wird. Dieſer Ueberblick wird am beſten dadurch, ge⸗ wönnen, daß man jeden einzelnen Zweig der Wiſſenſchaft im⸗ ggeſchloſſenen Zuſammenhange vorträgt und nicht in kurzen Zeitzwiſchenräumen von einem Theile zum andern übergeht. Oefteres Wechſeln der Lehrgegenſtaͤnde dhne genügenden Zuſammenhang derſelben bringt Zerſtreuung, ſin dem kindlichen Geiſte hervor, die Gedanken bleiben nicht feſt an dem Einen haften und ein Vergeſſen, des früher, Ge⸗ habten tritt ſehr leicht ein. Dieſem Umſtande wird vielfach nicht Rechnung getragen. In, ſehr vielen Schulen nimmt man des Sommers Botanik, des Winters Zoologie oder Mineralogie, vor und glaubt hierdurch es moͤglich zu machen, beſonders die Pflanzenwelt den Kindern möglichſt pollſtändig vorführen zu können. Daß auch viele Thiere(Fröſche, Käfer, Schmetterlinge) nur Kinder des Sommers ſind, wird nicht in Betracht gezogen. Was kann aber in dem kurzen Schulſommerhalbjahre geleiſtet werden, und welche Aufgabenſtellt ſich der Lehrer für dieſe Zeit 2 Die Antwort zu letzterer Frage finden wir in den verſchiedenen Schulprogrammen. Hiernach beſpricht der Lehrer gewöhnlich die verſchiedenen Organe der Pflanzen und deren Verrichtung ziemlich ausführlich, ſchließt daran das Linns ſche, und