Jahrgang 
1869
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ſchule für das damals noch gering bemittelte Gymnaſium einen ſoliden Unterbau zu gewinnen, welchen die damals von Zeit zu Zeit dahier auftauchenden Privat⸗Anſtalten nicht gewährten.*)Die gedachte Veſtatieat der Mainzer Schuſene fand in den drenwöchigen Dferferien ſtatt, vom 4. 24. April.

7) Der Geſundheitszutand d aubt

war auch in dieſem Jahre trotz des überheißen Sommers befriedigend. Hertn Geſangleſte Stein⸗ warz bewilligte zu ſeiner Erholung Gr. Oberſtudien⸗Direction einen Urlaub von drei Wochen. 43 12

Die von dem pexehrlichen Stadtvorſtand gütigſt gewährte Mitbenutzung der neuen und zweck⸗ mäßig. eingerichteten ſtaͤdtiſchen Turnhalle, die ganz nahe dem Gymnaſial⸗Gebäude liegt, ſetzte den Herrn Tuunleßrer Hoffmaue in den Stand, Pmit den Schülern 954 heder Jahreszeit fleißig zu zuenen, und

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ward von derſelben verehrlichen Behörde die Ahleonigung der Gasbeleuchtung gewährt, für weioe Gefalligkeit wir hier den ſchuldigen Dank auszuſprechen nicht verfehlen.

Auch in dieſem Schuljahre fanden unter der Leitung des Turnlehrers, Herrn Hoffmann, wieder an ſchulfreien Tagen zwei Turnfahrten Sratt, die eine in die Gegend von Oppenheim, die andere in die von Dürkheim a. d. H.

. Auch Berr Dr. Marr machts mit keinigen Salem einen dusſus na dem Niederwald.

8) Pedellen ⸗Wechſell e rnul icu9

In Folge hohen Reſcriptes Gr. Oberſtudien⸗Direction vom 10. December ward der ſeitherige Pedell Johann Günther ſeines Dienſtes entlaſſen und in Ermächtigung derſelben hohen Behörde der

hieſige Einwohner Heuuh Klein l nieie ih ſubſtituiert, welcher am 24. ejusd. ſeinen Dienſt antrat.

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9) Militäriſches.

Wir haben in Bezug auf das desf. Referat im Raizetge Rozeunmn den betr. Inlereſſemten folgendes in dieſer Beziehung mitzutheilen, g r b= mp.

Unter dem 26. Nov. 1868 überſandte Gr. Ohberſtuhien⸗ Dirertion auf Verfügung Gr. Mimiſteriums d. J. den Gr. Directionen der Gomnaſien und Real⸗Schulen einen Abbruck der nach der Bekanntmachung der Gr. Kriegsminiſteriums in Nr. 58 des Regierungsblattes für die Gr. Diviſion zur Einführung gelangten K. preußiſchen Verordnung über die Ergänzung der Offiziere des ſtehenden Heeres vom

*) Wir erlauben uns hier eine Geſchichte der hiefigen Volksſchule um ſo eher in Erinnerung zu bringen, als mein Vorhaben, ſelbſt eine ſolche zu ſchreiben, durch meine mehrſeitige Beſchäftigung ſeit 1852 im nächſten Berufs⸗ kreiſe nicht zur Ausführung kommen konnte. Jene Geſchichte erſchien in der zu Darmſtadt erſcheinenden Allgemeinen Schulzeitung des J. 1857 von Nr. 1820 und iſt von dem Gründer und Vorſteher der dahier beſtehenden land⸗ wirthſchaftlichen Lehranſtalt, Herrn Dr. Schneider, verfaßt. Um aber jedweder möglichen Mißdentung vorzubengen, will ich von dem ganzen Abſchnitte von 183753, in welche Zeit meine directe Wirkſamkeit für die hieſigen Volksſchulen fällt, nur eine Stelle entheben, weil dieſe einen Gegenſtand betrifft, der ſtets auch Herrn Schneiders Aunſicht nach allgemeines Intereſſe in Anſpruch nehmen dürfte. Dieſe Stelle, welche die von mir mit den damaligen Lehrern berathene und aufgeſtellteHausordnung würdigt, lautet:Sie(die Hausordnung) enthält auf 40 Quartſeiten des allgemeinen pädagogiſch Intereſſanten und Wichtigen ſo viel, daß ſie es verdient, alljährlich, wenn nicht noch häufiger, von den Lehrern geleſen zu werden. Sie wird für künftige Generationen ein Denkmal bleiben, welches unzweifelhaft be⸗ weiſt, mit welchem großen Ernſte dieſe Generation ihr Erziehungs⸗ und Unterrichtsweſen pflegte. unln fmi