Jahrgang 
1928
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Die Reifeprüfung beſtanden am 18. Februar 1928:

V Glaubens⸗ Des Vaters Nr. V Zu⸗ und Vorname Geburtstag betenntnis Beruf Wohnort Lünfiiger Beruf p ſ ſ

1. Ballmann Maria 14. 1. 09. kath. V Kaufmann Worms Medizin

2. Bindewald Ottilie 4. 7. 08 ev. V Apotheker Worms Pädagogik 3. Dexheimer Annelieſe 2. 4. 09. ev. Pfarrer Marnheim Bibliothekarin 4 V Engelmann Alma 28. 7. 08. ev. Polizeioberaſſiſtent Worms Pädagogik 5. Gernsheim Gerda 18. 8. 07 iſr. Kaufmann Worms Medizin

6. Hopfner Lydia 6. 11. 08. ev. Polizeioberaſſiſtent Worms Pädagogik 7. Hübner Hedwig 5. 10. 09. ev. Lehrer Hofheim i. R. Pädagogik 8. Kranzbühler Maria 31. 12. 08. ev Kaufmann Worms Philologie 9. Leonhardt Eliſabeth 14 4. 09. ev. Milchhändler Worms Philologie 10. Martin Frieda 8. 4. 08. kath Schreinermeiſter W.⸗Hochheim Philologie 11. V Rücker Liſelotte 9. 3. 09 ev. Fabrikant Worms Philologie 12. Schlicher Berta 6. 6. 08. ev. Hauptlehrer Rüſſingen Volkswirtſchaft 13. Schmitt Margarete 11. 9. 07 ev. Betriebsleiter Worms Philologie 14. Stein Käte 10 5. os. ifr. Kaufmann Worms Zahnheilkunde 15. Stephan Käte 9. 9. 00. kath. Kaufmann Worms Pharmazie 16. Weichert Ilſe 24. 2. 00. ev. prokuriſt Worms philologie 172. Zucker Ortrud 30. 3. 08. epv. Baumeiſter Worms Pädagogik

4. Zur Geſchichte der Anſtalt.

1926/27.

a. Das Schuljahr begann am 19. April 1926 mit 380 Schülerinnen in 20 Klaſſen. Ul wurde neu aufgeſetzt. Wegen der von der Behörde angeorͤneten Erhöhung der Klaſſenſtärken wurden die 6 Sexten in 4 Quinten zuſammengezogen.

b. Die Studienaſſeſſorin Frl. Dr. Marta Schaum kam infolge des Beamtenabbaues aus der Verwendung und wurde durch den Studienaſſeſſor Dr. Karl Held an der ſtädtiſchen Handelsſchule zu Mainz erſetzt. Die Schulverwalterin Frl. Lina Lehr kam nach Groß⸗ Amſtadt an die Höhere Bürger⸗(Mädchen⸗) Schule. Für ſie trat eine Chemikerin, die Studienaſſeſſorin Frl. Helene Strack von der Realſchule zu Vilbel bei uns ein. Zur frei⸗ willigen Weiterbeſchäftigung meldete ſich die techniſche Lehrerin Frl. Grete Küchel. Sie vertrat vom 28. 6. 16. 7. die erkrankte techniſche Lehrerin Frl. Henkelmann und vom 29. 8. 22. 9. und 11. 16. 10. die für die Teilnahme an Turnlehrgängen in Bensheim und bei der Hannoverſchen Muſterturnſchule in dem Nordſeebad Dongaſt bei Vares beurlaubte Turnlehrerin Frl. Becker.

An erſterem Lehrgang nahm auch Frl. Elſe Heiland teil.

Am 19. Auguſt traf die Schule ein ſchwerer Schlag. Herr Zeichenoberlehrer Konrad Schneider ſtarb an den Folgen einer Blutvergiftung, die er ſich durch eine leichte Verletzung an der Hand zugezogen hatte. Am 20. Auguſt veranſtaltete die Schule vor dem Anterricht eine ſchlichte Trauerfeier, in der der Direktor der großen Verdienſte gedachte, die ſich der wegen ſeines lauteren, beſcheidenen Weſens allgemein beliebte Lehrer durch ſein Lehrgeſchick und ſeinen Fleiß in 20 jähriger Tätigkeit um die Anſtalt erworben hatte. Am 22. Auguſt geleitete ihn die Schule zur letzten Ruhe und gab in 2 Liedern des Schulchors, den der Verſtorbene mehrere Jahre geleitet hatte, einem Muſikſtück für Harmonium und Cello und Kranzniederlegungen des Direktors und einer Schülerin Zeugnis davon, wie tief die Trauer der Anſtalt um den allzufrüh Heimgegangenen war.

Seine Nachfolgerin wurde am 11. Oktober die Zeichenlehramtsanwärterin Frl. Meta Hiemenz von Darmſtadt.

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