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Scharpie. Da ſich auch noch andere Schülerinnen an dieſer Arbeit beteiligten, konnten 50 Pfd. dieſes begehrten Stoffes abgeliefert werden. Das Geld für die nötigen Stoffe brachten Schülerinnenen und Mitglieder des Lehrerkollegiums auf. Es kamen rund 500 ℳ zuſammen. Außerdem wurden von unſeren Schülerinnen bei verſchiedenen Gelegen⸗ heiten für die Krieger im Felde Liebesgaben anderer Art geſtiftet: Briefpapier, Notiz⸗ bücher, Feldpoſtkarten, Zigarren, Zigaretten, Tabak, Schokolade, Kakao, Tee, Kaffee, Ge⸗ bäck, Konſerven, Suppenwürfel, Wurſt, Seife, Lichter, Taſchenmeſſer, Luntenfeuerzeuge, Batterien u. dergl. Dieſe Liebesgaben wurden hauptſächlich an die folgenden Stellen ge⸗ liefert: an das Inf.⸗Reg. Nr. 118, an die Armierungs⸗Munitionskolonne, Abteilung Graef (2 Kiſten), an die Landwehr⸗Sanitätskompanie 24(8 Kiſten), an Herrn Major Lotz, an Herrn Oberſtleutnant Freiherrn von Bibra; ferner hier in der Stadt: an die Hauptſammel⸗ ſtelle für das Rote Kreuz im„Alten Kaiſer“, an das Garniſonslazarett, das Sophienhaus, an die Sammelſtelle im l. und III. Polizeirevier, die Scharpie an das Krankenhaus und das Vereinslazarett. An verſchiedene andere Stellen haben einzelne Klaſſen noch beſondere Sendungen gerichtet.
Schließlich mag noch erwähnt werden, daß eine im Februar 1915 veranſtaltete Goldſammlungder Schülerinnen die ſtattliche Summe von über 10000 ℳ ergab, die von der Stadtkaſſe eingewechſelt wurden. Die vom Hilfsverein Deutſcher Frauen in Berlin herausgegebene Wochenchronik des Krieges„Weltkrieg“, ein Unternehmen, deſſen Rein⸗ ertrag für Kriegswaiſen beſtimmt iſt, wurde von 472 Schülerinnen bezogen.
Möchte es dem nächſtjährigen Jahresbericht unſerer Anſtalt vergönnt ſein, nicht nur von weiterer Opferfreudigkeit aus unſerer Mitte berichten zu können, ſondern auch von einem erſprießlichen und ehrenvollen Frieden. Den ſchenke Gott unſerem lieben Vaterland!


