I. Die Lehre.
Der Unterricht wird seit Ostern 1900 erteilt nach dem neuen„Lehrplan für die Realschulen des Grossherzogtums Hessen,“ Amtliche Handausgabe, Darmstadt 1899, Buchhandlung Grossherzoglichen Staatsverlags. Es folgt daher hier nur die Angabe der Lehrbücher und der darin durchgenommenen Abschnitte, sowie der Lektüre im Deutschen und den fremdca Sprachen. lugfolge der Ueberleitung des alten Lehrplans in den neuen sind in dem abgelaufenen Schuljahr die Lehraufgaben der einzelnen Klassen z. T. grösser gewesen als sie in Zukunft, entsprechend dem Lehrplan,
sein werden. 1. Religion.
a) Evangelische. O. Schäfer, Lehrbuch für den evang. Religionsunterricht, I. Teil, Biblische Geschichte des alten und neuen Testaments in VI und V. II. Teil in IV, IIla und IIIb. III. Teil, Kirchengeschichte in Ila und IIb. Luthers kleiner
Katechismus in VI= IIla. Gesangbuch für die evang. Kirche in Hessen in VI— IIla.— Bibelkunde in IIa und
IIb. Cursorische Lektüre des neuen Testaments in IIIb— IIa.
b) Katholische. Diözesankatechismus: Busssakr. und II. und III. Hauptstück. Biblische Geschichten aus dem alten Testament in VI—IV.— III. Hauptstück und Wiederholung des II., Liturgisches in IIIb und IIla.— Glaubens- und Sittenlehre in IIb und IIa.
c) Israelitische. Sondheimer, bibl. Geschichte in VI— IIIb.— Flehinger, bibl. Ge- schichte in IIla— Ila.— Sondheimer, die Eigenschaften Gottes, Sabbat und Festtage in VI— IIIb.— Hildesheimer, Pflichtenlehre und der echte Talmud-Auszug in IIla-— IIa.
2. Deutsche Sprache.
Dadelsen, Deutsches Lesebuch für höhere Schulen, Teil I für VI, Teil II für V, Teil III für IV, Teil IV für IIIb— IIb.
Buschmann, Leitfaden für den Unterricht in der deutschen Sprachlehre. Kap. 1—18 mit Auswahl in V; Kap. 1— 23 mit Auswahl in IV.
Regeln und Wörterverzeichnis für die deutsche Rechtschreibung in allen Klassen.
Schullektüre: Die Glocke, Wilhelm Tell und Jungfrau von Orleans von Schiller in IIb. Die Glocke, Wallenstein-Trilogie von Schiller, Minna von Barnhelm von Lessing und Hermann und Dorothea von Goethe in IIa.
Privatlektüre: Zriny von Körner und Ernat, Herzog von Schwaben von Uhland in IIb. Egmont von Goethe, Julius Cäsar von Shakespeare und Nathan der Weise von Lessing in IIa.


