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lichste Dank ausgesprochen. Es ist dem Unterzeichneten aber eine ganz besonders liebe Pflicht, auch allen Herren des Kollegiums, die einen erheblichen Teil ihrer Ferien der Jugend zum Opfer brachten, hier noch einmal von Herzen für ihre Mühewaltung zu danken.
Schulärztliche Fürsorge, Gesundheitszustand der Schüler, Versicherung.
Die schulärztliche Betreuung der Anstalt wurde im Berichtsjahre dem hauptamtlich angestellten Schularzt Dr. Schöneseiffen übertragen. Zugleich wurde für die Eltern und die Schüler, für die nach Ansicht der Eltern oder der Lehrer eine ärztliche Untersuchung notwendig ist, die schulärztliche Untersuchungs- und Beratungsstelle, Dotzheimer Straße 3, eingerichtet. Im Laufe des Winters wurde für die Einwohnerschaft Biebrichs im hiesigen Rathaus eine Zweigstelle geschaffen. Den Eltern sei an dieser Stelle dringend geraten, von den durch die Einrichtung dieser Beratungsstelle gebotenen Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Im verflossenen Schuljahre wurden die Klassen IV, OIIla, OIIIb, OQllrg, Ollr, OQlrg und Olr eingehend unter-— sucht. Abgesehen von einigen Sehfehlern, deren Behebung den Eltern anheimgegeben wurde, wurde der Gesundheitszustand der Schüler als sehr gut festgestellt. Dem eifrig betriebenen Sport und der systematisch gepflegten Abhärtung war wohl wie dieses Ergebnis, so auch der er- freuliche Umstand zu verdanken, daß die Zahl der Grippekranken zur Zeit, als die Krankheit in Wiesbaden epidemisch auftrat, verhältnismäßig sehr klein blieb. Ueber 28 ging die Zahl niemals hinaus, meist waren es nur 10— 14 Schüler, die wegen Orippe die Schule versäumen mußten.
Wie an den anderen städtischen Schulen waren auch die Lehrer und Schüler der Riehlschule durch den Magistrat bei der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs-A.-G. gegen Unfall versichert. Die Zahl der Unfälle beim Turnen und Spielen war verhältnismäßig sehr hoch; glücklicherweise waren sie meistens leichterer Art. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß Unfälle dem Leiter der Anstalt möglichst sofort zu melden sind, da eine verspätete Anmeldung gegebenenfalls den Anspruch auf eine Entschädigung hinfällig macht.
h) Schülerselbstverwaltung.(Schülervereine).
Auch in diesem Schuljahre kam die große Schulgemeinde, an der alle Schüler teilnahmen, des öftern zusammen und beschäftigte sich mit Fragen des Gemeinschaftslebens in der Schule und Oeffentlichkeit. Daneben traten in besonderen Fällen die Oberklassen in der kleinen Schul- gemeinde oder die Vertrauensleute der einzelnen Klassen im Schülerausschuß zusammen. Das „Präfektensystem“, nach dem je zwei Oberprimanern die Führung und Vertretung einer be- stimmten Unter- bezw. Mittelklasse anvertraut wird, wurde beibehaſten. Die Pausenaufsicht im Schulgebäude und auf den Schulhöfen führten je drei Primaner in wöchentlichem Wechsel, während die Sekundaner von der bisherigen Aufsicht entbunden wurden. Dafür übernahmen es die Quartaner, selbständig die Höfe von Papier und Abfällen frei zu halten. Der Vertreter des Lehrkörpers in der Schülerselbstverwaltung war Dr. Welz, den auch die Schüler zu ihrem Berater gewählt hatten.
Von Vereinen besteht an der Anstalt eine Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland, die im Berichtsjahre 195 Mitglieder umfaßte. Die von der Wiesbadener Ortsgruppe herausgegebenen V. D. A-Monatsblätter wurden von den Schülern in zahlreichen Exemplaren gehalten und mit großem Interesse gelesen. Leiter der Oruppe war, wie im vorhergehenden Jahre, Studienrat Dr. Raudnitzky. Dem Vorstande der Ortsgruppe Wiesbaden des Vereins für das Deutschtum im Ausland gehört seitens der Anstalt Studienrat Thurmann an.
Auch die im vorhergegangenen Jahre von Studienrat Sauer gegründete GCruppe des Jugendrotkreuzes vermochte im Berichtsjahre mit 25 Mitgliedern ihren Bestand zu behaupten. Der Schulmusikverein dagegen stellte seine Tätigkeit ein, da die Zahl der ein Instrument beherrschenden Schüler zu gering war, um ein wirkungsfähiges Orchester zusammenzubringen. An seiner Stelle bildete sich aus der Schülerschaft heraus ein modernes Salonorchester, dem 4 erste, 4 2weite Geigen, 1 Cello, 1 Klavier, 1 Klarinette, 1 Alt-Saxophon,


