UII: Abschluß der Sonate(Klassik und Ro— mantik). Die musikalische Gestaltung der Ballade(Loewe).
OII: Geschichte des Liedes, vornehmlich
des Volksliedes, bis zum 17. Jahr- hundert im Anschluß an den Deutsch- unterricht. Gliederung der Musikge— schichte.
UIl und OI: Geschichte des Kunstliédes von Albert bis Wolf. Mittelpunkt: Schubert. Ueberblick über die Entwicklung des
Musikdramas. Zum erstenmal wurden in der Reifeprüfung zwei Schüler auf ihren Wunsch in Musik
geprüft.
Der vierstimmige gemischte Chor der An— stalt sang Volks- und Kunstlieder.
Leichnen.
a) Freies Zeichnen.
VI und V. Freies Gestalten von Eindrücken und Erlebnissen aus der Umgebung und der Gedankenwelt der Schüler durch Zeichnen, Malen, Ausschneiden, Kleben usw. Der Mensch und das Tier, auch als Einzeldar— stellung. Einfache Natur- und Gegenstands-— formen flächiger Art aus der Vorstellung. Blockschrift.
IV. Weiterführung des freien Vorstellungs- zeichnens. Stärkeres Hinleiten zur Beob- achtung von Natur- und Kunstformen. An- leitung zum gefühlsmäßigen Erfassen der Wirkung von Linienführung, Farbenarten und Raumverteilung. Antiqua.
UIII. Einfünrung in das bewußte räumliche Sehen. Räumliches Darstellen nach dem Gegenstand und aus dem Gedächtnis. Licht und Schatten. Freies Gestalten von Erleb- nissen aus dem erweiterten Gesichtskreis des Schülers. Antiqua und Kursiv.
OIII und UII. Fortsetzung der perspekti- vischen Uebungen an einfachen Geräten des Zeichensaales, Innenräumen und Gebäuden. Malen nach Natur- und Kunstformen, Raum- teilen usw. Gotik, Fraktur.
OII bis OI. Freies Gestalten und Lösen von selbstgewählten Bildaufgaben. Erweitertes
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Naturstudium. Kunstschrift auch nach eige-— ner Umgestaltung, mit besonderer Berück- sichtigung ihrer Bedeutung als Flächen-— schmuck. Dekorative Arbeiten für bestimmte Zwecke(Veranstaltungen der Schule).
b) Gebundenes Zeichnen.
UIII bis UII. Uebungen im freihändigen Skizzieren nach den Grundsätzen der tech-— nischen Zeichnung.(Technische und archi- tektonische Gegenstände aus dem Gesichts- kreis der Schüler.) Proiektivisches Dar-— stellen von einfachen Geräten, Werkzeug, Apparaten und Bauteilen.
OIl bis OI. Steigerung der Aufgaben im projektivischen Darstellen bis zur Wieder-— gabe ganzer Bauwerke. Anwendung der malerischen Perspektive und Schattenkon- truktion.
Leibesübungen.
Frischer turnerischer und sportlicher Geist herrschte auch in diesem Jahr an unserer Schule. Geturnt wurde in 9 Abteilungen zu je 2 Turn- und je 2 Spielstunden. An den Spielnachmittagen wurden trotz der Ein- schränkungen, die die Benutzung des Dyckerhoffplatzes infolge der teilweisen Be- schlagnahmung durch die englischen Be— satzungstruppen erfahren hatte, die Rasen-— spiele eifrig gepflegt, insbesondere das Schlag- und Handballspiel. Von den Spiel- abteilungen der Oberklassen wurde öfters Fußball gespielt, daneben bürgerte sich im letzten Jahr auch das Völkerballspiel ein.
Am 7. und 10. September hielt die Riehl- schule auf dem Dyckerhoffplatz die Reichs- jugendwettkämpfe ab. Das Ergebnis dieser Kämpfe war sehr erfreulich: von 96 Schülern, die sich gemeldet hatten, konnten 58 mit einer Auszeichnung bedacht werden. in der Oberstufe 15, in der Mittelstufe 15 und in der Unterstufe 28. Die 10 ersten Sieger erhielten die sogenannte Hindenburg- urkunde, diese wurde ihnen bei Gelegenheit des 80. Geburtstages Hindenburgs über-— reicht. Die übrigen Preisträger bekamen die Ehrenurkunde des Deutschen Reichs-— ausschusses für Leibesübungen.


