aber nach ehrenvollem Kampfe gegen die Mannschaft des staatlichen Gymnasiums zu
Wiesbaden.
Schülerrudern.
Auch im Sommer 1926 wurde an zwei Nachmittagen wöchentlich von der Ruder- abteilung gerudert. Die neu eingetretenen Schüler(die meisten waren Obersekundaner) wurden an diesen Tagen in der Haupt- sache von dem Trainer der Rudergesell- schaft Wiesbaden-Biebrich ausgebildet. Einige waren bis zum Hochsommer schon so weit gefördert, daß sie sich an der Mainzer Schülerruderregatta beteiligen konnten, bei der sie zusammen mit Wies- badener Schülern den 2. Sieg errangen. Bei der internen Vereinsregatta der Ru- dergesellschaft W.-B. meldete unsere Ruder- abteilung zwei Vierer Zzum Schülerrennen.— Im Laufe der Sommerferien meldeten eine
Anzahl Schüler längere Uebungs- und Wanqderfahrten.
Baden und Schwimmen,
Das Baden fand vom 15. Juni bis zum 23. September wie im Vorjahre im hiesi- gen Strandbad statt, und zwar in zwei Abteilungen wöchentlich an zwei Tagen (auch während der Sommerferien) unter Oberaufsicht von Studienrat Thurmann, der auch den Schwimmunterricht leitete, unter- stützt von dem Bademeister des Strand- bades Winterott. Vorzugsweise wurden die Schüler der beiden Quarten zum Er- lernen des Schwimmens angehalten, die mit wenigen Ausnahmen das Schwimmen erlernten. 60 Schülern aus allen Klassen konnten Schwimmzeugnisse ausgestellt werden.— An der Aufsicht bei dem Baden beteiligten sich jedesmal drei bis vier Herren des Lehrkörpers.
II. Bericht über die Lehrer.
a) Veränderungen im Lehrkörper.
Ostern 1926 verließen uns die beiden Studienassessoren Dr. Bach und Felten; er- sterer wurde in gleicher Eigenschaft dem Lyzeum in Wiesbaden, letzterer dem Staatlichen Gymnasium in Hadamar zur vollen Beschäftigung überwiesen.
Außerdem schied aus dem Lehrkörper der katholische Pfarrer Rath aus, der als Pfarrer nach Niederselters versetzt wurde. Pfarrer Rath hat 7 Jahre lang im Nebenamt den katholischen Religionsunterricht in den Oberklassen unserer Schule erteilt. Für seine segensreiche Taätigkeit sei ihm an dieser Stelle der Dank der Schule ausgesprochen.
Neu in das Kollegium trat mit Beginn des Berichtsjahres Studienassessor Dr. Kieß- ling ein, der uns jedoch am Schluß des Schuljahres wieder verließ, Am 1. 4. 1927 wurde er zum Studienrat an dem Staatlichen Gymnasium in Marburg ernannt und bis auf wei- teres beurlaubt, um eine Dozentenstelle an der Pädagogischen Akademie in Frankfurt a. Main zu übernehmen. Oberstudiendirektor Dr. Weimer, der vom Minister zum Leiter der neu zu begründenden Akademie in Frankfurt a. Main in Aussicht genommen war, wurde vom 1. 1. 1927 bis zum Schlusse des Schuljahres beurlaubt, um die notwendigen Vorarbeiten für die Eröffnung der Pädagogischen Akademie auszuführen. Er wurde in dieser Zeit von Oberstudienrat Dr. Klüpfel vertreten. Zur Entlastung des Direktors wurde vom Provinzial- schulkolegium vom 1. 1. 27. ab Studienassessor Neef, bisher am Gymnasium in Höchst, der Anstalt überwiesen. Nachdem am 28. 3. 1927 die Pädagogische Akademie durch den Land- tag genehmigt worden war, fand am 3. 4. die Abschiedsfeier für den scheidenden Ober- studiendirektor Dr. Weimer im Festsaal der Riehlschule statt[Näheres s. unter Chronik der Anstalt]j. Am Schlusse des Schuljahres verließ uns Studienassessor Dr. Bleher, um eine Studienratstelle an der Realschule in Soest i. W. zu übernehmen. Assessor Dr. Bleher hat 7 jahre lang gewissenhaft und pflichtgetreu an unserer Anstalt gewirkt und sich namentlich um die Fördcrung des naturwissenschaftlichen Arbeitsunterrichtes große Verdienste erworben.


