Abt. 1(OI) Dr. Raßbach 1 Klasse „ 2(Uh, 9(UIIIb), 15(VIb) Dr. Wagner 3 klassen „ 3(Olh), 10(IVa) kaiser 2 4 „ 4(UIla) Dr. Römer 1 Klasse
„ 3(UIIb), 6(Ollla), 11(Vb) 1 19.
„ 12(Vah 13(Wb), 1a(vib) 1 1lll 6 Klassen „ 7(OIII b) Weishaupt 1 Klasse „ 8(UIIIa) Dr. Schmidtborn 1„
Die Turnübungen fanden im Freien oder in der Turnhalle statt. Es wurden volkstümliche UÜbungen, Lauf, Sprung und leichtathletische Ubungen gepflegt, bei gutem Wetter wurde an den im Freien aufgestellten Gerãten geturnt. Die Körperschule fand die gebührende Beachtung, auch wurden Frei-, Ordnungs- und Hantel- übungen und Dauerlauf nicht vernachlässigt. Im Winter und bei schlechtem Wetter wurde vorwie- gend an Geräten in der Turnhalle geturnt. Die für jede Klasse angesetzten 2 wöchentlichen Spiel- stunden wurden in 9 Abteilungen abgehalten, es waren Abt. 1 und 2, 5 und 7, 8 und 9, 10 und 11, 12 und 13, 14 und 15 zu je 1 Abteilung vereinigt.
Während des Winters wurde den Klassen Va und b und VIa und b im Viktoriabad Schwimm-
II. Die
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unterricht erteilt, auch nahmen an dem Schwimm- unterricht des Schwimmklubs Schüler aller Klassen teil.
Die Keichsjugendwettkämpfe wurden am 14.
Juli unter sämtlichen höheren Schulen Wiesbadens
gemeinsam ausgetragen. Nachdem Ausscheidungs- kämpfe an den einzelnen Schulen stattgefunden hatten, traten 218 Schüler in 12 Abteilungen zu den Wettkämpfen an. Von 7 bis 10 Uhr wurden das Turnen an den Geräten und die volkstümlichen Ubungen durchgeführt. 179 Schüler erreichten die vorgeschriebene Punktzahl und wurden mit Ehren- urkunden ausgezeichnet. Von den 43 teilnehmenden Schülern unserer Schule blieben 39 Sieger, davon erhielten 6 die Ehrenurkunde des Herrn KReichs- präsidenten. Das Schwimmen fand im städtischen Schwimmbade statt. Es beteiligten sich 146 Schüler, davon 34 unserer Schule, die alle die gestellten Be- dingungen erfüllten.
An dem Schwimmfest des Schwimmklubs nah- men 32 Schüler teil, von denen 24 Preise erhielten, auch wurden 2 Schulstaffeln gewonnen.
Lehrer.
A. Veränderungen im Lehrkörper, Teilnahme an Lehrgängen und Tagungen.
Die Erhöhung der Pflichtstundenzahl, die mit Beginn des neuen Schuljahres auch im besetzten Gebiet eintrat, hatte zur Folge, daß die beiden Assessoren Henning und Boctticher Ostern 1928 unsere Anstalt verließen. Assessor Henning wurde dem hiesigen Ktaatlichen Gymnasium, Assessor Boetticher dem Lyzeum in Wiesbaden-Biebrich überwiesen. Beiden Herren sei für die wertvolle Arbeit, die sie am unserer Schule mehrere- Jahre lang geleistet haben, auch an dieser Stelle herzlich gedankt. Studienrat Dr. Hollack wurde zu Anfang des Schuljahres von der Oberrealschule an unsere Schule versetzat. Dr. Meißner, Leiter des Spangenbergschen Konservatoriums für Musik, gab mit Genehmigung des Provinzialschulkollegiums während des verflossenen Schuljahres 5 Musikstunden. Studienrat Dr. Pascher kehrte nach einjähriger Beurlaubung(theolog. und philos. Studien in Würzburg) wieder an die Anstalt zurück. Studienrat Dr. Gerhard hielt sich von Ostern bis Pfingsten 1928 zu Studienzwecken in Paris auf. In seine Vertretung teilten sich Oberstudienrat i. R. Dr. KRoßmann, der die Freundlichkeit hatte, 8 Unterrichtsstunden zu übernehmen, und Mitglieder des Lehrkörpers, die durch Austausch von Unterrichtsstunden in angemessener Weise entlastet wurden. Studienrat Dr. Pascher habilitierte sich am 27. Februar 1929 in der theologischen Fakultät in Würzburg, er ver- bleibt aber bis auf weiteres in seiner bisherigen Stellung. Studienrat Dr. KRoemer scheidet Ende des Schulhjahres aus unserem Lehrkörper aus. Er ist zum Studienrat an einer höheren Schule in Leipzig gewählt worden. Wir bedauern, daß dieser bewährte Lehrer uns verläßst, nachdem er nur 3 ½ Jahre an unserer Anstalt gewirkt hat. Mögen ihm auch in seinem neuen Wirkungskreise reiche Lehrerfolge und innere Befriedigung beschieden sein! Studienrat Dr. Wetzell nahm vom 2.— 16. Oktober an einer Veranstaltung(Vorlesungen und Ubungen) der Staatlichen Hauptstelle für naturwissenschaftlichen Unterricht teil. An Lehrgängen zur Einführung in die Kichtlinien beteiligten sich Oberstudienrat Dr. Szymanski(altsprachl. Lehrgang in Frankfurt a. M. vom 22.— 30. Oktober), Oberstudien- direktor Dr. Wallbott und Studienrat Dr. Wagner(erdkundlicher Lehrgang in Frankfurt a. M. vom 29. Oktober bis 4. November).
Der Gesundheitszustand der Lehrer war im allgemeinen befriedigend. Im Februar erfuhr der Unterricht einige Störung dadurch, daß mehrere Lehrer gleichzeitig, allerdings nur für kurze Zeit, erkrankt waren.


